Nora Tschirner begann ihre Karriere als Moderatorin bei MTV. In der ARD-Vorabendserie "Sternenfänger" spielte sie ihre erste TV-Hauptrolle und an... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max06/kuk06/kuk20/u0620067/b150x150.jpg Nora Tschirner

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Nora Tschirner


  • Geburtstag
    12.06.1981
  • Geburtsort
    Berlin

Nora Tschirner begann ihre Karriere als Moderatorin bei MTV. In der ARD-Vorabendserie "Sternenfänger" spielte sie ihre erste TV-Hauptrolle und an der Seite von Matthias Schweighöfer war sie im Kino-Erfolg "Soloalbum" zu sehen. 2007 drehte das Multitalent mit Til Schweiger die romantische Komödie "Keinohrhasen" und landete einen Riesenerfolg.

Geboren wurde Nora Tschirner am 12. Juni 1981 in Berlin. Die Tochter des Dokumentarfilmers Joachim Tschirner wuchs in der ehemaligen DDR auf. Bereits während ihrer Schulzeit zog es sie auf die Bühne des Schultheaters. Erste Fernseh- und Filmrollen folgten.

Einem großen Publikum wurde Nora Tschirner allerdings erst bekannt, als sie 2001 eine Moderatorenstelle beim Musiksender MTV übernahm. Der Schauspielerei blieb sie trotzdem treu. 2002 wurde sie in der Vorabendserie "Sternenfänger" zum ARD-Serienstar, auf der Kinoleinwand überzeugte sie in Filmen wie "Soloalbum", "Kebab Connection", der "Vorstadtkrokodile"-Trilogie oder in der Fußball-Komödie "FC Venus" mit Christian Ulmen.

2007 war sie darüber hinaus in der Science-Fiction-Serie "Ijon Tichy: Raumpilot" nach den "Sterntagebüchern" von Kultautor Stanislaw Lem zu sehen. Im gleichen Jahr holte sie Til Schweiger für seine Romantikkomödie "Keinohrhasen" vor die Filmkamera - und machte sie damit zum Kinostar. In der Fortsetzung "Zweiohrküken" baute sie ihr Image als "deutsche Bridget Jones" weiter aus. Leichte Kost ist auch ihr Auftritt als attraktive Sommelière in der schweizer Dreiecks-Komödie "Bon Appétit".

Als echte Powerfrau zeigt sich Tschirner in der Komödie "Offroad", in der sie als brave BWL-Absolventin plötzlich ihren Freund inflagranti beim Seitensprung erwischt und, um einmal etwas Verrücktes zu tun, einen alten Jeep kauft - der allerdings eine Ladung Koks im Kofferraum verbirgt...

Einen vielbeachteten Gastauftritt legte sie in der dritten Staffel der Erfolgsserie "Doctor's Diary" hin. Die Schauspielerin und Moderatorin gilt außerdem als ausgesprochenes Sprachtalent und beherrscht neben Deutsch fließend Englisch, Russisch und Spanisch. Zu Nora Tschirners besten Freundinnen zählt die Berliner Moderatoren-Kollegin Sarah Kuttner, die sie seit ihrer Schulzeit kennt.

  • Geburtstag
    12.06.1981
  • Geburtsort
    Berlin
  • Geburtsland
    Deutschland

"Auch Frauen können lustig sein"

Jede Form von Aufgesetztheit ist ihr zuwider. Sie bewundert Anke Engelke und steht als Moderatorin an der MTV-Front für weiblichen Humor: Nora Tschirner macht auch in ihrer zweiten Kinorolle eine Superfigur, zwischen Kebab-Bude und Kreißsaal.

Großansicht Nora Tschirner sieht die Frauen auf einem guten Weg (Foto: timebandits films)

Nora Tschirner sieht die Frauen auf einem guten Weg (Foto: timebandits films)

» Die Schauspielschülerin Titzi in "Kebab Connection" ist eine echt starke Frau. Steckt da was von Ihnen drin?

NORA TSCHIRNER:

Mein Kollege Denis und ich haben während der Dreharbeiten ständig über das Thema Mann und Frau und unsere Gesellschaft diskutiert. Es gibt viele Titzis heutzutage, sie ist sehr typisch - das sagt schon viel über unsere Zeit. Frauen sind in den letzten Jahren ein ganzes Stück weiter gekommen. Aber das heißt nicht, dass "die Männer" im allgemeinen - eine Verallgemeinerung, die ich doof finde - Weicheier sind.

Ibo alias Denis hat das Potenzial für Verantwortung, er kann ein guter Vater werden. Bei Titzi geht das natürlich schneller, als werdende Mutter muss sie sofort reagieren. Aber allein schon, dass diese Diskussion stattfindet und sie sagt: "Pass auf, zur Not ohne dich", ist ein Zeichen für einen gesellschaftlichen Wandel.

Großansicht Diskutierten über Männer und Frauen: Denis und Nora in "Kebab Connection" (Foto: timebandits film)

Diskutierten über Männer und Frauen: Denis und Nora in "Kebab Connection" (Foto: timebandits film)

» Ist das eine Folge der Emanzipationsbewegung?

Ja, aber wir ernten auch viel Mist. Ich lese lieber Männerzeitschriften als Frauenblätter, dieses Weibchen-Getue kann ich nicht ertragen. Man sollte die Emanzipation jetzt nicht umdrehen und sagen: Jetzt sind wir dran für die nächsten hundert Millionen Jahre. Aber wir sind noch nicht am Ende mit der Bewegung, klar muss das weitergehen. Eine Frau als Bundeskanzler - das ist für die meisten immer noch schwer vorstellbar.

» Wie ist Ihr biografischer Background?

Ich bin mit Brüdern aufgewachsen, hatte immer Männer um mich. In meiner Familie war es selbstverständlich, dass ich mein Ding durchziehen kann.

Großansicht Guck' mal, was da spuckt: Ibo alias Denis Moschitto (Foto: timebandits films)

Guck' mal, was da spuckt: Ibo alias Denis Moschitto (Foto: timebandits films)

» Jungs gucken Kung-Fu, Mädchen kriegen die Babys - im Film. Gibt es noch andere Unterschiede zwischen den Geschlechtern?

Humor von Frauen ist immer noch nicht akzeptiert! Mein erster Freund hat nach vier Monaten zum ersten Mal über einen Witz von mir gelacht - und nicht, weil meine Witze so schlecht sind. Ich drücke meinen Humor schon durch, aber es überrascht Männer immer wieder, dass Frauen auch lustig sein können. Ich bin froh, dass ich mit meiner Arbeit bei MTV da etwas beitragen kann.

Auch Musik ist immer noch eher eine Männerdomäne, Mädchen sind nie so krasse Nerds. Außerdem reden wir Mädels miteinander, die Jungs kriegen den Mund nicht auf. Ein dubioser Ehrenkodex verbietet ihnen weiterzureden, wenn es ans Eingemachte geht. Die Armen sind scheinbar verbal gehandicapt.

Da haben wir es mit unserem Faible für Hobbypsychologie natürlich leichter: Wenn wir einen neuen Typen kennen lernen, weiß im schlimmsten Fall der ganze Freundinnenkreis innerhalb eines Tages über seine Anatomie und mögliche psychologische Falltüren Bescheid.


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