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Nicole Kidman

Nicole Kidman

Leben & Werk

Spätestens seit dem Triumph von “Moulin Rouge” (2001) rangiert die Australierin Nicole Kidman in der Liga der Weltstars. Die Rolle als Star des sagenhaften Pariser Nachtclubs und Kurtisane Satine bot Kidman alle Möglichkeiten einer großen Tragödin und ließ sie aus dem Schatten von Ex-Ehemann Tom Cruise (1990-2001) heraustreten. Die endgültige Bestätigung folgte kurz darauf mit ihrer Rolle der Schriftstellerin Virginia Woolf in “The Hours”, für die sie mit dem Oscar, dem Golden Globe und (gemeinsam mit den Co-Stars Meryl Streep und Julianne Moore) als Beste Darstellerin auf der Berlinale ausgezeichnet wurde.

Kidman, 1967 auf Hawaii geboren, wuchs in Australien auf und wurde als 17-Jährige mit der Mini-Serie “Vietnam” zum nationalen Star. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte sie mit dem Psycho-Thriller “Todesstille” (1989), in dem sie an Bord einer Segelyacht von einem Eindringling terrorisiert wird.

Von Tom Cruise für den Rennfahrerfilm “Tage des Donners” (1990) in die USA geholt, konnte sie ihre Karriere dort unterschiedlich erfolgreich fortsetzen: Kidman war Gangsterbraut in “Billy Bathgate” (Golden-Globe-Nominierung) und undurchsichtige Ehefrau im Psycho-Thriller “Malice“, Amerika-Einwanderin in “In einem fernen Land“, wo sie an der Seite von Tom Cruise das beste Teil ihres Partners neckisch mit einem Kochtopf abdeckt, und treu sorgende Ehefrau des sterbenden Michael Keaton in “My Life”. Als All-American-Girl und Wetterfrosch eines lokalen TV-Senders versuchte sie in der schwarzen Komödie “To Die For” mit allen Mitteln Karriere zu machen und wurde dafür mit dem Golden Globe als beste Darstellerin ausgezeichnet.

Zu Kidmans großen Leistungen zählen Jane Campions Henry-James-Verfilmung “The Portrait of a Lady“, in dem sie die Liebe, Hoffnungen und Enttäuschungen der Isabel Archer über mehrere Jahrzehnte faszinierend umsetzte, sowie die Rolle der Ehefrau von Tom Cruise in Stanley Kubricks Meisterwerk “Eyes Wide Shut”, wo sie freizügig ihre erotischen Möglichkeiten demonstrierte. Nach “Moulin Rouge” drehte Kidman den Thriller “The Others” und die Komödie “Birthday Girl”.

Auf den preisgekrönten “The Hours” folgte Kidmans erste Zusammenarbeit mit Lars von Trier, für die beide 2003 in Cannes gefeiert wurden: In “Dogville” sucht Kidman im Jahr 1930 in einem kleinen Bergdorf in den Rocky Mountains Zuflucht vor der Polizei und ihrem Vater, einem Mafiaboss. Außerdem übernahm sie einen Part in der Philip-Roth-Verfilmung “Der menschliche Makel” neben Anthony Hopkins und war auf der Bühne in London unter der Regie von Sam Mendes in David Hares “The Blue Room” zu bewundern.

Kidman drehte für Anthony Minghella “Unterwegs nach Cold Mountain“, in dem sie als Pfarrerstochter während des Amerikanischen Bürgerkriegs auf die Rückkehr ihres Geliebten (Jude Law) wartet.

Einen Richtungswechsel schlug Kidman mit der sarkastischen Horrorkomödie “Die Frauen von Stepford” ein: Als gefeuerte Karrierefrau mit dunkelbraunem Kurzhaarschnitt zieht sie mit Mann und Kindern in den Vorort Stepford, wo sie sich fast ausschließlich von (sex)püppchenhaften Blondinen umgeben sieht. Im übersinnlichen Drama “Birth” wurde sie als Witwe mit den Aussagen eines Zehnjährigen konfrontiert, der sich als Reinkarnation ihres verstorbenen Mannes präsentiert.

Komödiantisches Talent offenbarte Kidman an der Seite von Comedy-King Will Ferrell im Remake “Verliebt in eine Hexe“, während sie im Remake von “Invasion” ähnlich wie in “The Others” und “Birth” wieder auf übernatürlichen Pfaden wandelte. Gegenüber Daniel Craig brillierte sie in der Fantasy-Verfilmung “Der goldene Kompass” und gemeinsam mit Hugh Jackman setzte sie Ihrer Heimat “Australia” ein episches filmisches Denkmal.

In der Tradition von “Moulin Rouge” ließ Kidman in Rob Marshalls Musical-Spektakel “Nine” ihre Stimme hören, dann zeigte sie sich im Thriller “Stoker” als frisch verwitwete Mutter, die zum Entsetzen Ihrer Tochter dem Bruder ihres verstorbenen Mannes näher kommt. 2013 entschied sie in der Jury des Festival de Cannes über die Vergabe der Palmen mit. Der Côte D’Azur blieb sie treu in “Grace of Monaco” als legendäre Grace Kelly, die zwischen Hollywood-Karriere und Fürstinnen-Dasein hin- und hergerissen ist.

Zuletzt beeindruckte Nicole Kidman im Psycho-Thriller “Ich.Darf.Nicht.Schlafen” als Frau, die jeden Morgen erneut ohne Erinnerung neben ihrem Ehemann aufwacht. Aktuell ist sie die starke Frau an der Seite von Colin Firth, der in der Memoirenverfilmung “The Railway Man” als Kriegsveteran Eric Lomax den Mut findet, seinen einstigen Peiniger in Japan zu konfrontieren.

In der NBC-Talkshow von Jay Leno antwortete Nicole Kidman einst auf die Frage nach ihrer Scheidung von Tom Cruise mit süß-unschuldigem Lächeln: “Ich kann jetzt endlich wieder Schuhe mit hohen Absätzen tragen.” Inzwischen ist Kidman mit dem Country-Star Keith Urban verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat.

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