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Nicolas Cage

Nicolas Cage

Leben & Werk

In der Legende vom unheiligen Trinker in “Leaving Las Vegas” säuft er sich trotz der schönen Hure Elisabeth Shue, die ihn erlösen könnte, systematisch zu Tode und erhielt dafür den Oscar als bester Hauptdarsteller.

Nicolas Cage, Neffe des Regisseurs Francis Ford Coppola, unter dessen Ägide er zu schauspielern begann (“Cotton Club”), liebt Extremcharaktere, darstellerische Gewaltakte mit dem Hang zum Überlebensgroßen und Exzessiv-Selbstzerstörerischen.

Cage überzeugte erstmals als Vietnamveteran in Alan Parkers “Birdy”, wo er den Vogelfreund aus seiner psychischen Isolation holt, und als Kindesentführer in der Groteske “Arizona Junior” der Coen-Brüder. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm als unbeherrscht gewalttätiger Sailor in David Lynchs “Wild at Heart”, der die Lederjacke von Marlon Brando aus “Der Mann in der Schlangenhaut” trägt und mit seiner Braut Luna on the Road das Glück sucht.

Sein asthmatischer Gangster, der in “Kiss of Death” Frauen stemmt, war der Anfang einer Reihe von Genrefilmen, mit denen Cage zum Action-Movie wechselte und in Werken wie “The Rock”, “Con Air”, “Das Vermächtnis der Tempelritter” und Sequel (alle für Blockbuster-Produzent Jerry Bruckheimer) normale Bürger in Ausnahmesituationen spielte, die sie mit Köpfchen und Muskeln bestehen müssen. Seine beste Rolle in diesem Genre war die des Gangsters, der gezwungen ist, die Identität mit John Travoltas FBI-Mann in John Woos “Face/Off – Im Körper des Feindes” zu tauschen.

Zeitgleich mit diesen Actionfilmen variierte Cage sein Rollenspektrum aber auch und war ebenso in anspruchsvolleren (“Stadt der Engel”, “Bringing Out the Dead“) wie in beschaulich-unterhaltsamen Familien-Filmen (“Family Man”, “The Weather Man”) zu sehen. Mit der Romanze “Corellis Mandoline” und dem actionreichen Antikriegsfilm “Windtalkers”, in dem es zum finalen Zweikampf zwischen Cages traumatisiertem Marine und dem eigentlich unter seinem Schutz stehenden Navajo-Indianer kommt, war Cage 2001/02 in zwei grundverschiedenen Weltkriegsfilmen zu sehen.

2002 bot Cage eine überragende Leistung in der aberwitzigen Satire “Adaption”: In einer Doppelrolle als Drehbuchautor Charlie Kaufman und dessen (fiktiver) Zwillingsbruder Donald präsentierte sich Cage völlig uneitel mit dünnem Haar und Bauchansatz einerseits als von Zweifeln geplagter, schüchterner Charlie mit zeitweiliger Schreibblockade und andererseits als Partyhengst Donald, dessen klischeehaftes Drehbuch über einen Serienkiller mit multipler Persönlichkeit zum großen Erfolg wird.

In einer ähnlichen Rolle wie der des Donald überzeugte Cage als neurotischer Trickbetrüger Roy, der in Ridley Scotts Gaunerkomödie “Tricks” plötzlich seine frühreife 14-jährige Tochter auf dem Hals hat, von deren Existenz er bis dato nichts wusste.

Sein Regiedebüt gab Cage 2002 mit dem Drama “Sonny”, dass allerdings kaum auf Resonanz stieß. Drei Jahre später spielt er im zynischen Blockbuster “Lord of War” einen russisch-amerikanischen Waffenhändler, der eloquent und mit intuitiver Intelligenz seinen Geschäften nachgeht. Zusammen mit Regisseur Neil LaBute produzierte er ein Jahr später das Mystery-Remake “Wicker Man”. 2006 inszenierte Oliver Stone das Drama “World Trade Center” und castete Cage für die Rolle eines Ersthelfers, der durch den Einsturz der Türme in große Gefahr gerät. Ins Fantasy-Genre wechselte Cage 2009, er drehte “Der letzte Tempelritter” und “Duell der Magier”, bei dem er erneut mit Jon Turteltaub, dem Regisseur der “Vermächtnis”-Filme zusammenarbeitete.

Bis 2001 war er mit der Schauspielerin Patricia Arquette verheiratet, im Anschluss folgte eine kurzzeitige Ehe mit der Elvis-Tochter Lisa Marie Presley. Seit 2004 ist er mit der 1983 geborenen Alice Kim verheiratet, mit der er auch einen Sohn hat. Diesen taufte der bekennende Comic-Fanatiker “Kal El” nach dem Geburtsnamen von Superman. Dieser Leidenschaft zollt Cage auch in einem Auftritt in der Action-Komödie “Kick-Ass” Tribut, in der ein Comic-Freak sich selbst als Superheld versucht. Auch die beiden Auftritte als “Ghost Rider” in Action-Spekakeln um einen höllischen Motorrad-Rächer erklären sich daraus.

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