Kaum verfilmt jemand anderes als Uwe Boll ein Computergame, schon gibt es im Vorfeld künstlerische Differenzen. Und nicht - wie bei Boll üblich - erst beim Betrachten des Endprodukts.
Bei der geplanten Verfilmung des immens erfolgreichen Videospiels "Uncharted" übernimmt ein neuer Kapitän das Ruder: Ursprünglich sollte ja David O. Russell beim geplanten Versuch, einen neuen Indiana Johnes auf die Leinwand zu bringen, den Regiestuhl besetzen.
Doch aufgrund der berühmt berüchtigten "künstlerischen Differenzen" musst er denselben mithin räumen und Platz machen. Diesen wird jetzt wohl Neil Burger ausfüllen, der im Frühjahr mit seinem Sci-Fi-Thrill "Ohne Limit" mehr als 300.000 Zuschauer in die deutschen Kinos locken konnte und weltweit mehr als 150 Millionen Dollar eingespielt hatte.
Als Darsteller der Hauptfigur in dem Videospiel, Nathan Drake - einem Nachfahren des Entdeckers Sir Francis Drake - war zuletzt Mark Wahlberg im Gespräch gewesen. Ob dieser auch nach Russells Rückzug noch interessiert (und interessant) ist, ist jedoch unklar - schließlich war es noch David O. Russell, der den 40-jährigen Star zum taffen Abenteurer machen wollte. Hinzu kommt: Wenn der Vorgänger gerade wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Management geschasst wurde, tut man bekanntlich gut daran, ebenfalls an dessen Entscheidungen rumzukritteln. Und sei es die Wahl des Topstars.