Eben noch konnte man Morgan Spurlock im Drive-in von McDonald's beim Verschlingen eines XXL-Menüs bestaunen - jetzt ist er bereits dem nächsten heißen Thema auf der Spur.
Der extreme Selbstversuch "Super Size Me" machte den New Yorker Filmemacher im vergangenen Jahr weltbekannt. Um den Ursachen für die Fettleibigkeit seiner Landsleute auf den Grund zu gehen, nahm Morgan Spurlock 30 Tage lang jede Mahlzeit bei McDonalds ein. Von den zahlreichen Nebenwirkungen seines gefährlichen Projekts scheint sich Spurlock inzwischen erholt zu haben - er hat bereits ein neues Thema ins Auge gefasst.
Der 35-Jährige möchte Chris Mooneys Bestseller "The Republican War on Science" in einen Dokumentarfilm verwandeln. Reichlich Zündstoff bietet der Roman allemal: Mooney versucht in seinem Buch, die Hintergründe für die Haltung der Bush-Regierung zu wissenschaftlichen Themen aufzudecken. Von Stammzellenforschung und Klimawandel bis hin zu Raketenabwehrsystemen und Aufklärungsunterricht bleibt kein noch so heikles Thema unerwähnt.
Autor Mooney argumentiert, dass die Entscheidungen der gegenwärtigen US-Regierung in Bezug auf Wissenschaft und Forschung von einer Abneigung der Konservativen gegen bestimmte Regulierungen herrühre. Um ihre Basis nicht zu verärgern, wollten sich Bush und Co. mit Themen wie Umweltschutz, Gesundheits- oder Sicherheitspolitik lieber gar nicht erst befassen, so Mooneys Einschätzung.
Man darf gespannt sein, was Spurlock aus diesen Theorien macht. Der Filmemacher wird das Projekt mit seiner Produktionsfirma "Warrior Poets" angehen, mit der er zuletzt "Class Act", eine Dokumentation über das Verschwinden von Kunstprogrammen an amerikanischen Schulen, gedreht hat.