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Dieser Film wurde verboten – weil Morgan Freeman nicht darin mitspielt!


Der Ausspruch „andere Länder, andere Sitten“ gilt natürlich auch bei dem Verbot von Filmen. Während hierzulande übermäßige Gewalt und verstörende Bilder meist zu einer Zensur führen, sind in fremden Kulturkreisen andere Gründe ebenfalls ausschlaggebend. Eine besondere Stilblüte erreichte uns jüngst aus Uzbekistan, wo ein Film tatsächlich verboten wurde, weil Hollywood-Star Morgan Freeman darin nicht zu sehen war.

Zu den sympathischsten Schauspielern der kalifornischen Traumschmiede gehört seit einigen Dekaden Morgan Freeman. Sei es nun als pessimistischer Detektiv in „Sieben“, als witzelnder Gott in „Bruce Allmächtig“ oder als philosophischer Gefängnisinsasse in „Die Verurteilten“ – Morgan Freeman hat mehrmals Filmgeschichte geschrieben und jedes Werk kann sich glücklich schätzen, den Hollywood-Star in seinem Cast zu haben.

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Ein Gesetz, das die Besetzung von Morgan Freeman vorschreibt, gibt es allerdings nicht (wobei man darüber mal nachdenken sollte), weswegen das Verbot des uzbekischen Films „Daydi“ auf den ersten Blick für Irritation sorgen dürfte. Der Action-Thriller aus Zentralasien darf tatsächlich nicht mehr in Kinos gezeigt werden, weil Morgan Freeman darin nicht auftaucht – obwohl eben mit ihm geworben wurde.

„Daydi“ wirbt mit Morgan Freeman – obwohl dieser gar nicht zu sehen ist

Kein Scherz: Auf dem offiziellen Poster zum Film ist Morgan Freeman prominent in Szene gesetzt und auch im Trailer können wir das bekannte Gesicht ausmachen. Freeman wurde allerdings nicht aus dem Film herausgeschnitten oder dergleichen, vielmehr dürfte ihm die Existenz von „Daydi“ wohl kaum bekannt sein.

Die Produktionsfirma Timur Film benutzte schlicht Aufnahmen aus „Last Knights – Die Ritter des 7. Ordens“, wo Morgan Freeman 2015 zu sehen war. Ein echter Marketing-Clou, wegen dem vermutlich viele uzbekische Kinogänger in die Säle gegangen wären. Wann ist immerhin schon mal ein Schauspieler von Weltrang in einem dortigen Film zu sehen? Leider hätten die Zuschauer bei ihrem Besuch dann wohl eine herbe Enttäuschung hinnehmen müssen, die ihnen nun glücklicherweise erspart blieb.

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