Miranda Otto

Miranda Otto

Leben & Werk

Wie Nicole Kidman feierte die australische Schauspielerin Miranda Otto Erfolge in der Heimat, bevor sie in internationalen Produktionen Hauptrollen spielte und in den Teilen 2 und 3 der “Herr der Ringe”-Trilogie ihren Durchbruch schaffte. Dabei war die bildhübsche, zierliche Blondine mit der spitzen Nase, dem energischen Kinn, den häufig skeptisch hochgezogenen Mundwinkeln und den so heiteren wie melancholischen Augen in Australien häufig mit Preisen belohnt worden, so für “The Last Days of Chez Nous – Wege der Liebe” (1991). Oder in “Love Serenade” (Caméra d’Or Cannes 1996), wo sie als linkische Kellnerin Dimity mit dem neuen Nachbarn und Radiomoderator ein Verhältnis beginnt und ihn, als er auch mit ihrer älteren Schwester Vicki-Ann schläft, gemeinsam mit der Schwester vom Dach eines Silos in den Tod stürzt. In “Doing Time for Patsy Cline” gehört sie zu einem Diebestrio, in der romantischen Komödie “Dead Letter Office – Adresse unbekannt” sucht sie als Postangestellte nach ihrem Vater (Mirandas wirklicher Vater Barry Otto). In dem in Australien gedrehten amerikanischen Kriegsfilm “The Thin Red Line – Der schmale Grat” von Terrence Malick ist sie die Frau des Soldaten Bell (Ben Chaplin), die ihren Gatten nach der Schlacht von Guadalcanal wegen eines anderen Mannes verlässt. Durch den Film wurde Hollywood auf sie aufmerksam, und Otto spielte in Robert Zemeckis’ Thriller “Schatten der Wahrheit” die neue Nachbarin des Ehepaares Harrison Ford und Michelle Pfeiffer, die verschwindet und von der Pfeiffer nach einiger Zeit glaubt, sie sei von ihrem Mann (James Remar) ermordet worden.

In der nach einem smarten Skript von Charlie Kaufman (“Adaption”) entstandenen surrealen Komödie “Human Nature – Die Krone der Schöpfung” ist Otto die kokette französische Assistentin Gabrielle, die Professor Nathan (Tim Robbins) aufopferungsvoll unterstützt und mit raffinierten Dessous die Triebe des Forschungsobjekts, ein verwilderter Mann (Rhys Ifans), in Wallung bringt.

Ein Name wurde Miranda Otto durch “Der Herr der Ringe: Die zwei Türme” als Eowyn, die mutige und kämpferische “Frau der Tat”, Nichte des Königs Théoden und Schwester des Heerführers Eomer, die sich schon vor der Schlacht von Helms Klamm in Aragorn (Viggo Mortensen) verliebt, der sich seinerseits im ersten Teil in die unsterbliche Elbenfürstin Arwen (Liv Tyler) verliebt hatte. Auffallend ist, wie es Otto hinreißend gelingt, das Klischee der starkbusigen und hünenhaften Amazone à la “Xena” überzeugend zu unterlaufen, da sie eben nicht von voluminöser Gestalt ist. Ihre erste internationale Hauptrolle spielte Miranda Otto in Agnieszka Hollands “Julies Reise” (Venedig 2003) als Julie, die mit ihrem kranken achtjährigen Sohn nach Polen, ins Land ihrer Väter, reist, den Wunderheiler Alexei (Lothaire Bluteau), der tatsächlich Heilmöglichkeiten bringt, auf seiner “Tournee” begleitet und ihn mit nach Kanada nimmt, wo seine Fähigkeiten nach dem Liebesakt mit Julie nachlassen.

Miranda Otto schloss ihre Schauspielausbildung auf der renommierten australischen Theaterschule NIDA mit einem Diplom erfolgreich ab.

Im gleichnamigen Remake von Robert Aldrichs Klassikers”Der Flug des Phoenix” stößt sie als Teamleiterin Kelly Johnson als einzige Frau zu dem Männerbund um Dennis Quaid, der einen ruppigen und doch verständnisvollen Captain spielt. Im Thriller “Als das Meer verschwand” entwickelt Regisseur Brad McGann behutsam eine beklemmende und dramatische Familiengeschichte. Paul (Matthew MacFadyen), ein Kriegsfotograf, kehrt nach Jahren in seinen Heimatort zurück und trifft ein 16-jähriges Mädchen, dass bald danach verschwindet. Die Australierin ist als die Frau von Pauls Bruder Andrew zu sehen, deren Verhältnis so befremdlich ist, dass der Zuschauer die Abgründe aus Lügen und geheimnisvollen Verflechtungen schon ahnt.

Seit 1.1.2003 ist Miranda mit dem Schauspieler Peter O’Brien verheiratet und hat ein Kind.

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