Malaiische Schauspielerin. Von der Ballettschülerin und Miss Malaysia zum größten weiblichen Actionstar Hongkongs, vom Bondgirl zur anerkannten Schauspielerin, ist Michelle Yeoh mit Anmut, Stil, Kraft und Engagement nicht nur 2008 zur größten Actionheldin aller Zeiten gewählt worden, sie ist Asiens größter weiblicher Weltstar. In zahlreichen Kampfkunstfilmen führte sie ihre sensationellen und atemberaubenden Stunts und Actionszenen selbst aus, modernisierte 1998 als chinesischer Oberst Wai Lin in "James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie" als attraktives, schlagfertiges und kampfstarkes Bondgirl die Reihe um den Geheimagenten und wurde von Partner Pierce Brosnan als "weiblicher James Bond" bezeichnet. Yeohs internationaler Durchbruch kam mit Ang Lees mit vier Oscars ausgezeichnetem Meisterwerk "Tiger & Dragon" (2000), wo sie an der Seite von Asiens Superstar Chow Yun-Fat und Zhang Zhyi eine in sich ruhende Schwertkämpferin spielt, die um ihre große Liebe gebracht wird. Nach internationalen Erfolgen ("Die Geisha", "Die Mumie 3") ist Michelle Yeoh in Luc Bessons Biopic "The Lady - Ein geteiltes Herz" (2012) als burmesische Freiheitskämpferin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zu sehen.
Michelle Yeoh wurde 1963 in Ipoh, Malaysia, als Tochter eines Anwalts und Politikers geboren, machte in der Schule als talentierte Sportlerin auf sich aufmerksam und vertrat Malaysia in den Disziplinen Squash, Tauchen und Schwimmen bei asiatischen Wettkämpfen. In England wurde sie an der Londoner Royal Academy of Dance ausgebildet, musste aber wegen einer Verletzung an der Wirbelsäule ihre Ballettträume aufgeben. 1983 gewann sie, ohne ihr Wissen von der Mutter angemeldet, den Titel der Miss Malaysia und in Australien den Titel Miss Mooba. 1984 lernte Yeoh bei Aufnahmen zu einem Werbespot Jackie Chan kennen, der sie für den Actionfilm entdeckte. In kürzester Zeit wurde sie in der männerdominierten Hongkong-Filmindustrie zum gefragten Talent, gab ihr Debüt in einer traditionellen Frauenrolle in Sammo Hungs "Owl vs. Dumbo" (1984) und behauptete sich 1985 an der Seite von Kampfsportstar Cynthia Rothrock in "Yes. Madam/Police Assassins". Mit intensivem Training war sie schlagkräftige Heldin in "Ultra Force", "Ultra Force 2" und "Easy Money", die die "Girls with Guns"-Welle in Hongkong begründeten, und "Dynamite Fighters" (als waghalsige Pilotin). Auf Drängen von Produzent Dickson Poon (von D&B Pictures, die ihren Namen in Michelle Khan änderte), den sie heiratete, gab sie die Filmkarriere auf.
Michelle Yeoh feierte 1992 mit Jackie Chan in "Police Story 3: Super Cop" ein fulminantes Comeback als chinesische Polizistin, die in einem der besten Stunts aller Zeiten mit dem Motorrad auf einen fahrenden Zug springt (umso bemerkenswerter, da in der prädigitalen Zeit keine technischen Tricks benutzt wurden). In der Folgezeit drehte die Kung-Fu-Queen bis zu sechs Filme pro Jahr, darunter Johnnie Tos exzessive Action-Adventure-Fantasy "The Heroic Trio" (mit Anita Mui und Maggie Cheung) und dessen Sequel "Heroic Trio 2", "Mega Cop" (Spin-Off zu "Police Story"), "Wing Chun - Die Macht des Schwertes" und "Tai Chi" (mit Jet Li). Die Erfahrungen als Actionstar, die mit dem Kopf durch eine Glasscheibe springt, während sie zwei Gegner bekämpft, gab sie in einem dramatischen Part in der Titelrolle von "The Stunt Woman" wieder.
Nach 007 und "Tiger & Dragon" gründete Yeoh die Produktionsgesellschaft Mythical Films. Der erste Film "The Touch" wurde kein kommerzieller Erfolg, auch die rasante Comic-Verfilmung "Silver Hawk" blieb hinter den Erwartungen zurück. Seitdem war Yeoh in "Die Geisha" legendäre gütige Mentorin der Titelheldin (Zhang Zhyi), glänzte als kampferprobte Nonne mit Vin Diesel in "Babylon A.D.", war Biologin an Bord der Icarus in "Sunshine", Geliebte des Kaisers (Jet Li) in "Die Mumie 3", ehrenhafte Händlerin im historischen Abenteuerfilm "Kinder der Seidenstraße", Eskimo in "Far North", Dr. Yu im Martial-Arts-Film "True Legend" (erster chinesischer 3D-Film) und Auftragskillerin im Ruhestand in "Reign of Assassins" (2010).
Zu Michelle Yeohs zahlreichen Auszeichnungen gehören der Asian Film Award (2004), Ehrung als Chevalier der Ehrenlegion (2007) und Preise für ihre Verdienste um Malaysia.
2011 ist Yeoh Botschafterin der Kosmetikfirma Guerlain für Hauptpflegemittel. Sie engagiert sich (u.a. in Dokumentarfilmen) für Tierarten wie Orang-Utans und Sicherheit auf Straßen.
Von 1988 - 1992 war Yeoh mit Dickson Poon verheiratet. Sie ist mit Jean Todt, früherer Chef des Ferrari-Teams der Formel 1, verlobt.
Die besten Actionduos aller Zeiten
Sie reißen Witze, lassen die Fäuste fliegen und sind einfach nur cool - diese Actionpartner sollten Sie sich nicht entgehen lassen.
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"Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" - perfektes Popcorn-Kino! (Foto: Fox)
Kurz nachdem Kathleen Turner in "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" im kolumbianischen Dschungel erstmals Michael Douglas begegnet ist, ruiniert der Schlamm ihre Schuhe. Als Kathleen "Das waren italienische!" jammert, lautet Michaels Antwort nur: "Jetzt sind es praktische." Sprüche wie dieser sind typisch für perfekte Actionduos, von denen wir Ihnen hier die besten vorstellen.
Genial sind zum Beispiel Martial-Arts-Experte Jackie Chan und sein Kollege Chris Tucker in den "Rush Hour"-Filmen. Oder Sylvester Stallone und Kurt Russell, die sich in "Tango & Cash" nicht riechen können und trotzdem den Bad Guys in den Hintern treten.
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Der bis dahin teuerste und erfolgreichste Film aller Zeiten: "Terminator 2" (Foto: Columbia TriStar)
Doppelt hält besser
Actionduos können aber auch mit Stil auftreten, zum Beispiel in Ang Lees Meisterwerk "Tiger & Dragon": Michelle Yeoh und Chow Yun-Fat schwingen ihre Schwerter derart graziös, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Ebenfalls flink sind George Clooney und Chris O'Donnell in der knalligen Comicverfilmung "Batman & Robin".
Fast rührend wird es bei "Terminator 2", wenn Jungspund Edward Furlong einem emotionslos dreinblickenden Arnold Schwarzenegger erklärt, dass er "nicht einfach Leute abknallen kann", wie es ihm passt. Da lernt man fürs Leben!
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Chaotisch: Ben Stiller und Owen Wilson als ungleiches Cop-Duo Starsky & Hutch (Foto: Buena Vista)
Helden hoch zwei
Wichtige Lektionen im Zusammenspiel von Menschen unterschiedlicher Hautfarbe vermitteln Bruce Willis und Samuel L. Jackson in "Stirb langsam: Jetzt erst recht". Wenn Jackson sich ständig über Willis' angeblich rassistische Einstellung beschwert, wird ganz nebenbei der nicht immer korrekte Umgang mit diesen gesellschaftlichen Klischees abgewatscht.
Will Smith und Gene Hackman geben in "Der Staatsfeind Nr. 1" ebenfalls ein beeindruckendes gemischtes Doppel und bewähren sich auf der Flucht vor Big Brother.
Vollkommen abgedreht geben sich dagegen Owen Wilson und Ben Stiller im Kinorevival der Kultserie "Starsky & Hutch": Dieses Duo ist gleichzeitig so charmant und dämlich, dass man es einfach lieb haben muss ...