Stolz, stark, energisch, hart, direkt, trotzig, quengelig und ein filmischer Urschrei. So präsentiert sich Michelle Rodriguez seit ihrem sensationellen Kinodebüt als Boxerin in "Girlfight" in all ihren Rollen. Ob als taffes Karossenluder in "The Fast and the Furious" oder als leidenschaftliche Surferin in "Blue Crush": Immer hat Rodriguez die Power, sich willensstark durchzusetzen, nie ist sie lieb und nett.
Die 1978 in Texas geborene Tochter karibischer Eltern, die in Puerto Rico und der Dominikanischen Republik aufwuchs, ist das Hardcore-Girl schlechthin, das behauptet: "Mit 13 habe ich die Zeugen Jehovas verlassen. Ich hätte ja sonst nie Kuss-Szenen drehen können." Bei einem offenen Casting in New York City wurde die schokoladenbraune Schönheit aus 350 Kandidatinnen ausgewählt: "Sie war roh, hatte eine starke Ausstrahlung und eine ungewöhnlich scharfe Intelligenz", sagte Regisseurin Karyn Kasuma über Rodriguez, die in "Girlfight" lernt, eine echte Boxerin zu werden und schließlich sogar gegen Männer antritt. Für die Rolle wurde sie 2001 auf dem Filmfestival in Sundance mit dem Independent Spirit Award in der Kategorie "Best Debut Performance", mit dem National Board of Review Award in der Kategorie "Breakout Performance of the Year" und auf dem Filmfestival in Deauville als Beste Schauspielerin ausgezeichnet. Damals träumte sie davon, Actionheldin zu werden, was die folgenden Filme nur bestätigten.
Im Milieu illegaler Straßenrennen mit aufgemotzten Mittelklassekisten in "The Fast and the Furious", den sie als Film um "Titten, Ärsche und Autos" beschreibt, spielte die Latina-Beauty mit Schmollmund die Freundin von Straßengang-Leader Vin Diesel, im vierten Teil der Erfolgsserie kehrte sie zurück. In der Verfilmung des PC-Spiels "Resident Evil" ging Rodriguez an der Seite von Milla Jovovich bis an die Zähne bewaffnet gegen Zombies vor und dabei drauf. Im Surferfilm "Blue Crush" gehörte sie als Lena zu den drei Freundinnen, die tagsüber als Zimmermädchen schuften, um Surfleidenschaft und Strandhütte zu finanzieren. Früh morgens und abends stürzen sie sich in die gigantischen Wellen und hoffen, dass Anne-Marie (Catherine Bosworth) bei den anstehenden Pipe Masters einen Profi-Vertrag gewinnt. Rodriguez muss ihre Freundin, die sich in einer Liebesgeschichte zu verlieren droht, immer wieder motivieren.
Als erste Frau der Spezialeinheit "S.W.A.T." brilliert die Schauspielerin actionreich neben Colin Farrell, dann beeindruckt sie in zwei Staffeln der Kultserie "Lost". Endgültig in die erste Hollywood-Liga steigt Michelle Rodriguez dank James Cameron auf, der sie als taffe Pilotin in seinem Mega-Meisterwerk "Avatar - Aufbruch nach Pandora" besetzt. Anschließend lässt Michelle es in "Machete" krachen und auch im apokalyptischen SciFi-Spektakel "World Invasion: Battle Los Angeles" stellt sie ihre Actionkünste unter Beweis.
Rodriguez über ihre Rollenspiele: "Eigentlich habe ich das Schauspielern schon als Kind gelernt: Ich musste meiner Mutter immer Geschichten auftischen, warum ich zu spät nach Hause kam.
"Avatar"-Star Michelle Rodriguez in tödlichem Sanatorium
Gesund werden heißt eigentlich das Ziel…
Großansicht
Michelle Rodriguez will im Horror-Schocker "Home" mitspielen - das erste Artwork dazu sieht vielversprechend aus! (Foto: Kurt Krieger / Dimension Films)
Doch im Sanatorium aus dem Schocker "Home" ist das so gut wie unmöglich, wie Action-Expertin Michelle Rodriguez demnächst erfahren wird. Die "Avatar"-Pilotin will in dem Indie-Horrorfilm spielen, in dem ein junger Mann nach einem fürchterlichen Unfall in eine höchst merkwürdige Klinik eingeliefert wird.
Die zumeist älteren Patienten dort scheinen unter Halluzinationen zu leiden. Doch nachdem das Unfallopfer Zeuge einer brutalen Attacke auf einen der Senioren wird, findet es zu seinem Entsetzen heraus, dass die Schreie aus den anderen Zimmern nicht wegen irgendwelcher Hirngespinste ausgestoßen werden: Die Senioren sind Opfer monströser Albtraumwesen, die in den Mauern des Sanatoriums auf Beute lauern.
Schlammrobben mit den Jungs
Michelle Rodriguez wird dabei vermutlich eine der Pflegerinnen spielen. Eine leichte Übung für die actionerprobte Amazone, die derzeit als taffe Soldatin im apokalyptischen SciFi-Kracher "World Invasion: Battle Los Angeles" zu sehen ist. Darauf hatte sich Rodriguez mit ihren männlichen Kollegen in einem Boot-Camp der US-Marines in Louisiana vorbereitet:
"Wir sind jeden Tag um fünf Uhr aufgestanden und haben Liegestützen und Situps gemacht, dann eine halbe Stunde Hardcore-Krafttraining, dann einen Drei- Kilometer-Lauf. Anschließend haben wir uns 15 Kilo Ausrüstung aufgeladen und sind ohne Schatten in der Gluthitze herumgelaufen. Wir haben Schießübungen gemacht, Waffen zerlegt und wieder zusammengebaut, haben Gebäude gestürmt und mit großkalibrigen Gewehren von Panzertürmen aus geschossen. Jetzt kämpfe ich wie ein Mann, ich konnte locker mit den Jungs mithalten!"
Ob sich Michelles Einsatz gelohnt hat, können deutsche Kinofans ab 14. April überprüfen, wenn "World Invasion: Battle Los Angeles" bei uns startet.