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Michel Bouquet

Michel Bouquet

Leben & Werk

Hinter der Maske seiner Figuren lauert die Gewalt, gepaart mit einem Sadismus, der aus katholischen Bürgern Mörder macht, wie sie Claude Chabrol gern filmt, vor allem mit Michel Bouquet, der in “Die untreue Frau” den Liebhaber seiner Frau umbringt. Bouquet trat mehrmals neben Stéphane Audran auf, so als Mörder in Chabrols “Vor Einbruch der Nacht“, nur peinigen ihn diesmal Schuldgefühle. Mit seiner hohen Stirn, den schmalen Lippen und dem wülstigen Backenbereich hat Bouquet oft etwas Verkniffenes, oft etwas Süffisantes, das hinter seiner scheinbar totalen Passivität, mit der er die unterschiedlichsten Emotionen vermittelt, den unterdrückten Lüstling bzw. Genussmenschen ahnen lässt. Seinen größten Erfolg hatte er 1970 als zynischer, brutaler Kommissar in “Ein Bulle sieht rot”, wo er titelgemäß “ausrastet”, und 1991 als der alte Toto in “Toto, der Held”, wo er sich im Altersheim an die ihn prägende Kindheit erinnert. Bouquet trat in Polit-Thrillern (“Das Attentat”) und als Inspektor Javert in der “Les misérables”-Version mit Lino Ventura auf. Vorrangig war für ihn jedoch stets das Theater, wo er 1944 debütierte und moderne Klassiker populär machte. Noch in den 70er und 80er Jahren wurde er dort gefeiert.

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