Er verlieh der Fledermaus mit der gespaltenen Persönlichkeit zweimal Gestalt und schuf in der Verfilmung der Comics um "Batman" einen nachdenklichen Action-Helden mit Hang zum düsteren Grübeln. Dabei hatte Michael Keaton, geboren 1951, als Komödiant in Filmen wie "Mr. Mom" angefangen, nachdem er lange Jahre von TV- und Theaterarbeit geprägt worden war.
Keatons erste Filme zeigten einen chaotischen Schauspieler, ob als verrückter Leichenhausaufseher oder als Geist "Beetlejuice", wo er die Bekanntschaft Tim Burtons machte, für den er später "Batman", Playboy, Millionär und Beschützer von Gotham City wurde. Seitdem spielte Keaton zurückhaltender, ließ seinen bevorzugten Manierismus - das sehr hohe Heben der linken Augenbraue - weniger gespreizt erscheinen und schaffte es, in einer Komödie wie "Vier lieben dich" alle vier Rollen der Klone des mit Andie MacDowell verheirateten Bauingenieurs differenziert, unterscheidbar und komisch zugleich zu spielen.
Auch in dramatischen Rollen wie als Hausterrorist in "Fremde Schatten" oder als Cop in "Selbstjustiz" kam die neu gewonnene Disziplin gut zum Ausdruck, sodass er aus einer Nebenrolle wie der des Pam Grier erpressenden FBI-Agenten in "Jackie Brown" eine Bedrohlichkeit herausarbeitete, die über das Skript hinausging.
Nachdem Keaton im Anschluss an die Titelrolle in der Schneemann-wird-Mensch-Familienkomödie "Jack Frost" über mehrere Jahre nicht mehr im Kino zu sehen war, kehrte er in der Teenie-Dramedy "First Daughter" als US-Präsident, dessen Tochter (Katie Holmes) ein ganz normales Mädchen sein möchte, auf die Leinwand zurück. Einen ambitionierteren Comeback-Versuch unternahm er mit dem Horror-Thriller "White Noise", in dem er durch das weiße Rauschen eines Fernsehers, aber auch mittels Radio und Handy Nachrichten von seiner verstorbenen Frau erhält und einem Serienkiller auf die Spur kommt.
Ex-Batman als Joker?
Seit Regisseur Christopher Nolan am Ende seiner Comic-Verfilmung "Batman Begins" einen kleinen Hinweis hinterlassen hat, fragt sich die Filmwelt: "Wer wird der neue Joker?"
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Greift er bald zur weißen Schminke? Michael Keaton (Foto: UIP)
Die verschiedensten Namen wanderten bereits durch die Medien. Angefangen bei Mark Hamill, seines Zeichen Jedi-Ritter Luke Skywalker, Crispin Glover, Paul Bettany bis zu Sean Penn und Johnny Depp. Nun ist es an der Zeit, der Liste der möglichen Kandidaten einen neuen Namen hinzuzufügen: Michael Keaton.
Der Schauspieler erweckte Batman Ende der 80er-Jahre auf der Kinoleinwand zu neuem Leben und trat bereits selbst gegen den Joker, damals von dem genialen Jack Nicholson verkörpert, an. Nun soll der 54-Jährige die Seiten wechseln und sich als der neue Clown des Bösen gegen Christian Bales Batman stellen.
Alte Bekannte und neue Gesichter
Da die Macher von "Batman Begins" scheinbar bereits auf einen dritten Teil spekulieren, soll in der Fortsetzung ein neuer Fiesling vorgestellt werden: Harvey Dent alias Two Face. Er wird in dem nächsten Film aber noch auf der guten Seite des Gesetzes stehen. Bei der Wunschbesetzung für Two Face in spe soll bereits Liev Schreiber aus "Der Manchurian Kandidat" ganz oben auf der Liste der Produzenten stehen.
Michael Caine und Gary Oldman werden sich für die Fortsetzung wieder in ihre Alter-Egos Butler Alfred Pennyworth und Jim Gordon verwandeln. Katie Holmes, die sich mehrfache Kritik über ihrer Rolle als Staatsanwältin Rachel Dawes anhören musste, wird es sich aber dennoch nicht nehmen lassen, und kehrt für das Sequel zurück - wenn auch gemunkelt wird, dass sie das Ende des Films nicht erleben darf...
So heißt es wieder einmal abwarten. Regisseur Christopher Nolan, der übrigens als einziger den Vertrag noch immer nicht unterzeichnet hat, erklärte bereits in einem Interview, dass er keine Details zu dem nächsten Batman-Film verraten wird.
Wir sind gespannt - über einen Titel für das Sequel darf übrigens auch noch gerätselt werden!