Obwohl Kirk Douglas den Wunsch seines Sohnes Michael, beruflich in seine Fußstapfen zu treten, nicht begrüßte, ließ er sich keine seiner Schulaufführungen entgehen. Er hinderte ihn nicht, half aber auch nicht: Michael müsse es aus eigener Kraft schaffen - oder scheitern.
Auch wenn heute kein Zweifel mehr besteht, dass Michael Douglas sich seinem Vater als ebenbürtig erwiesen hat, war der Anfang schwer. In kleinen Rollen, vornehmlich im Fernsehen, verdiente sich Michael sein erstes Brot, bis ihm schließlich als Inspector Steve Heller in der Serie "Die Straßen von San Francisco" der Durchbruch gelang (drei Emmy-Auszeichnungen, bei zwei Folgen führte er Regie).
Von frühen, engagierten Filmen wie "Coma" oder "Das China Syndrom" über den raubeinigen Abenteurer führte sein Weg hin zu zwiespältigen Charakteren mit einer Tendenz zu plötzlicher Gewalttätigkeit und Ausbrüchen von Wahnsinn ("Der Rosen-Krieg", "Basic Instinct", "Falling Down").
Für seine Rolle des Gordon Gekko in "Wallstreet" erhielt Douglas 1988 seinen zweiten Oscar - den ersten hatte er bereits 1975 als Produzent von "Einer flog über das Kuckucksnest" einstreichen können. Als charmanter US-Präsident überzeugte Michael Douglas ebenso wie als zynischer Musical-Regisseur oder untreuer Ehemann. Vor allem mit "Eine verhängnisvolle Affäre" und "Basic Instinct", die Kinotrends auslösten, feierte er als Schauspieler Blockbuster-Erfolge.
Als Produzent bewies Douglas gleichfalls ein sicheres Gespür für Themen und Zeitströmungen: 1975 gründete er die erste eigene Firma Big Stick Productions, deren erfolgreichster Film "Einer flog über das Kuckucksnest" 1976 fünf Oscars gewann. 1989 folgte "Flatliners", 1994 "Der Geist und die Dunkelheit", 1997 "Im Körper des Feindes" und 2000 "Eine Nacht bei McCool's".
Als Schauspieler stand er weiterhin mit hochkarätigen Regisseuren wie David Fincher ("The Game"), Curtis Hanson ("Wonderboys") und Steven Soderbergh ("Traffic - Die Macht des Kartells") in einigen der besten Filmen der letzten Jahre vor der Kamera.
Eine Rückkehr zu seinen früheren Helden feierte Douglas mit der Komödie "Ein ungleiches Paar" (Remake von "Zwei in Teufels Küche"), in der er als draufgängerischer CIA-Agent den konservativen Arzt und zukünftigen Schwiegervater seines Sohnes Jerry Peyser (Albert Brooks) gegen dessen Willen in haarsträubende Abenteuer verwickelt. 2002 erfüllten sich Michael und sein Vater Kirk den Traum, endlich gemeinsam vor der Kamera zu stehen. Doch damit nicht genug: In der schwarzen Komödie "Es bleibt in der Familie", die sich passenderweise um einen ebenso prominenten wie neurotischen New Yorker Familienclan dreht, wirkten in tragenden Rollen auch Michaels Sohn Cameron (aus der Ehe mit Diandra Lukas) sowie seine Mutter Diana Douglas mit.
In "The Sentinel - Wem kannst du trauen?" ist er als Top-Agent für den Personenschutz der First Lady (Kim Basinger) zuständig und gerät in ein Komplott, das noch aus der Zeit des Kalten Krieges stammt.
Mit Vollbart und zerzausten Haar begibt sich Douglas als weiser Irrer in "King of California" auf die Suche nach einem Goldschatz, der von einer spanischen Expedition im Jahre 1624 stammen soll. Seine Tochter (Evan Rachel Wood), die er vor Jahren verlassen hatte, wird von ihm dabei in Beschlag genommen. Ein Generationskampf mit verdrehten Vorzeichen, denn die erst 16jährige Tochter stellt sich schützend und ordnend vor den rebellischen Alten. Eine Rolle, die Douglas meisterlich verkörpert.
In der Komödie "Der Womanizer" mimt er in einer Variation von Dickens' Weihnachtsgeschichte den triebgesteuerten Onkel von Matthew McConaughey, um dann als skrupelloser Staatsanwalt in "Gegen jeden Zweifel" mit gefälschten Beweisen zu arbeiten.
Große Aufmerksamkeit erregt Douglas nun in der Fortsetzung von "Wall Street" mit dem Untertitel "Geld schläft nicht" als Kultbroker Gordon Gekko, an dem sich deutlich zeigt, wie unübersichtlich die Finanzwelt heute geworden ist. Überschattet wird der Filmstart durch eine Krebserkrankung des Halses, die Mitte August 2010 bei Michael Douglas diagnostiziert wurde.
2000 heiratete Michael Douglas seine Partnerin aus "Traffic", die 25 Jahre jüngere Schauspielerin Catherine Zeta-Jones, mit der er mittlerweile zwei weitere Kinder hat.
"Hobbit"-Drache Smaug ist die reichste "erfundene" Figur
Diesen Drachen sollte man sich warmhalten: Laut dem US-Magazin "Forbes" führt John Ronald Reuel Tolkiens "Hobbit"-Drache Smaug die Liste der reichsten fiktionalen Figuren an.
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Auf den "Hobbit" wartet ein steinreicher Drache an (Foto: Warner)
Regelmäßig veröffentlicht das "Forbes Magazine", wer die reichsten und mächtigsten Leute auf dem Planenten sind. Einmal im Jahr gibt es sogar eine Wohlstandsliste von Figuren, die nur ein Produkt der Fantasie sind.
Dem aktuellen Ranking nach hat ein Drache am besten gewirtschaftet - Smaug aus John Ronald Reuel Tolkiens "Hobbit"-Sage ist mit einem hart errechneten Vermögen von 62 Milliarden Dollar neuer Spitzenreiter dieser Liste.
Verlierer gibt es auch und das sind in diesem Jahr der von Michael Douglas kongenial gespielte "Wall Street"-Zocker Gordon Gekko und Dagobert Duck. Dessen Erzfeind Mac Moneysack hat es dagegen auf die Liste geschafft - wie dem reichsten Mann der Welt das passieren konnte, bleibt das Geheimnis der "Forbes"-Redaktion.
Die "Forbes-Liste" der ausgedachten Milliardäre:
1. Smaug ("Der Hobbit - Eine unerwartete Reise"): 62 Milliarden Dollar
2. Mac Moneysack (Onkel Dagoberts Erzfeind): 51,9 Milliarden Dollar
3. Carlisle Cullen ("Twilight"-Saga): 36,3 Milliarden Dollar
4. Jed Clampett ("Die Beverly Hillbillies"): 9,8 Milliarden Dollar
5. Tony Stark ("Iron Man"): 9,3 Milliarden Dollar
6. Richie Rich: ("Richie Rich"): 8,9 Milliarden Dollar
7. Charles Foster Kane: ("Citizen Kane"): 8,3 Milliarden Dollar
8. Bruce Wayne: ("The Dark Knight"): 6,9 Milliarden Dollar
9. Forrest Gump: ("Forrest Gump"): 5,7 Milliarden Dollar
10. Mr. Monopoly: 2,5 Milliarden Dollar