Immer wenn er einen neuen Film in die Kinos bringt, besteht Gefahr für Leinwände und Lautsprecher, denn mit der Begeisterung eines Sprengmeisters... - Foto: Paramount http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto01/11010192/b150x150.jpg Michael Bay

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Michael Bay


  • Bürgerlicher Name
    Michael Benjamin Bay
  • Geburtstag
    17.02.1965
  • Geburtsort
    Los Angeles, Kalifornien

Immer wenn er einen neuen Film in die Kinos bringt, besteht Gefahr für Leinwände und Lautsprecher, denn mit der Begeisterung eines Sprengmeisters jagt er regelmäßig alles in die Luft, was ihm unter die erfolgreichen Finger kommt.

Explosionen, Knalleffekte, Sprengungen, Pyromanie und männerbündische Stories in rasant montierten Action Movies sind das Markenzeichen von Michael Bay, der als Hausregisseur des Produzenten Jerry Bruckheimer ("Top Gun") seit seinem Debütfilm "Bad Boys - Harte Jungs" mit kontinuierlich wachsenden Produktionskosten und Box-Office-Erfolgsbilanzen für Rekordbudgets und entsprechende Einspielergebnisse sorgt. Von der Alcatraz-Befreiung in "The Rock" (1996), wo Sean Connery und Nicolas Cage den von Ed Harris besetzten Inselgefängnishügel stürmten, über "Armageddon" (1998), wo Bruce Willis und Ben Affleck die Erde vor einem Kometeneinschlag retteten, bis zur gigantischen Rekonstruktion des japanischen Luftwaffenüberfalls auf den amerikanischen Marinestützpunkt in Pearl Harbor auf Hawaii am Morgen des 7. Dezember 1941 in "Pearl Harbor" (2000), setzten Bay und Bruckheimer jeweils neue Maßstäbe, was Kostenaufwand, Materialschlachten und die Digitaltricktechnik betrafen.

Knallfrosch Bay besitzt eine Vorliebe für Männerfilme, die als amerikanische Heldengesänge auf Mut und Kameradschaft mit Patriotismus, Pathos und Pomp von Edelmut, Verzicht und Kampfeswillen künden. Die typische Bay/Bruckheimer-Einstellung: Mit federnden ausgreifenden Schritten, geschwellter Brust, energisch pendelnden Armen und keinen Zweifel lassenden stolzen Blicken marschieren Männer in Formation auf die Kamera zu. Dem entspricht eine Vorliebe für Szenen, in denen Projektile (Bomben, Torpedos, Raketen) mit subjektiver Kamera auf ihrem Zerstörungsweg bis zur Explosion verfolgt werden. 2002 gelang die spektakuläre Wiedervereinigung des Erfolgsteams von "Bad Boys", mit dem Will Smith und Martin Lawrence zu Hollywoodstar avancierten: In "Bad Boys II" sind beide wieder inmitten Bay/Bruckheimer-typischer Zerstörungsorgien auf der Leinwand zu bewundern. Neben einer nervenaufreibenden Verfolgungsjagd, während der Lowrey (Smith) seinen Ferrari in Videospielmanier um explodierende Autos lenken muss, die die Bösewichte von einem entführten Autolader purzeln lassen, reiht Bay auch hier wieder mehrere potientielle Showdowns aneinander, bis auf Kuba eine Riesenvilla und ein kompletter Slum in Schutt und Asche gelegt werden.

2002 produzierte Bay außerdem das Regiedebüt des deutschen Musikvideoregisseurs Marcus Nispel, "The Texas Chainsaw Massacre", ein Remake des Horror-Klassikers von Tobe Hoopers.

Bei "Die Insel" handelte es sich um keine Bruckheimer-Produktion, sondern wurde in Spielbergs DreamWorks-Studio produziert. Der 2005 entstandene Actionfilm drehte sich um zwei Klone (Ewan McGregor und Scarlett Johansson), die aus einer Fabrik mit menschlichen "Ersatzteilen" fliehen. 2006 wurde der Film für den Saturn Award als Bester Science Fiction Film nominiert. Der Thriller "The Hitcher", ein Remake von Dave Meyers, wurde von Bays Produktionsfirma Platinum Dunes protegiert. Die Figur des Hitchers übernahm Sean Bean (im Original von Robert Harmond spielte Rutger Hauer den Bösewicht). Bay-typische Actionsequenzen fanden sich 2007 wieder in "Transformers". Hier suchen die sogenannten Autobots, gigantische Roboter vom Planeten Cybertron, eine geheimnisvolle Energiequelle. Hauptakteur ist Shia LaBeouf ("Disturbia"), der den Urenkel des Entdeckers spielt.

  • Bürgerlicher Name
    Michael Benjamin Bay
  • Geburtstag
    17.02.1965
  • Geburtsort
    Los Angeles, Kalifornien
  • Geburtsland
    USA

50 Millionen "Avengers"-Dollars für Robert Downey Jr.

So sieht Gerechtigkeit unter Superhelden und -Stars aus: "Iron Man" Robert Downey Jr. erhält die 25-fache Gage seiner "Avengers"-Mitstreiter.

Großansicht Dicke Rüstung, dicke Schecks: Robert Downey Jr. ist der "Avengers"-Gagenkönig (Foto: Walt Disney)

Dicke Rüstung, dicke Schecks: Robert Downey Jr. ist der "Avengers"-Gagenkönig (Foto: Walt Disney)

Gute Agenten sind nicht mit Gold aufzuwiegen. Aber mit vielen Dollars - und die "Vermarkter" von Robert Downey Jrs. sind jeden Cent wert. Auch sie konnten den gigantischen Erfolg von "Marvel's The Avengers" nicht vorhersehen. Aber sie haben Downey Jrs. Verträge nach dem Erfolg des ersten "Iron Man" clever angepasst.

Tatsächlich wusste beim Start der "Iron Man"-Serie noch niemand, dass es überhaupt einen "Avengers"-Film geben würde und dass es dieser in die Top Ten der erfolgreichsten Filme aller Zeiten schaffen würde, erst recht nicht. Aber Robert Downey Jr. bekam einen Vertrag mit Marvel ausgehandelt, der seine zukünftigen Auftritte als Iron Man/Tony Stark klar regelt.

So kassiert er am "Avengers"-Erfolg prozentual mit und wird laut "Hollywood Reporter" allein bei diesem Film rund 50 Millionen Dollar einstreichen.

Es gibt immer einen noch größeren Fisch. Johnny Depp zum Beispiel

Seine Co-Stars können von so einem Deal nur träumen, sie verdienen an "The Avengers" nur einen Bruchteil dieser Summe: Chris Hemsworth (Thor), Jeremy Renner (Hawkeye), Chris Evans (Captain America) und Mark Ruffalo (Hulk) sind mit zwei bis drei Millionen Dollar Gage dabei.

Robert Downey Jrs. "Avengers"-Honorar ist beeindruckend, aber im Vergleich zu anderen Hollywood-Stars sind seine 50 Millionen Dollar auch nur Kleingeld. Johnny Depp hat für die vier "Fluch der Karibik"-Filme mindestens 240 Millionen Dollar eingefahren.

Michael Bay bekam allein für den ersten "Transformers" rund 80 Millionen, für die beiden Fortsetzungen gab's wahrscheinlich noch viel mehr obendrauf. Und dann ist da noch James Cameron. Der Rekord-Regisseur hat für "Titanic" und "Avatar" mehr eingenommen, als alle hier genannten Stars zusammengerechnet verdient haben.

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