Mia Wasikowska

Mia Wasikowska

Leben & Werk

Die wunderbare Alice aus Australien: Mia Wasikowska ist ausgebildete Tänzerin, die ohne Schauspielausbildung mühelos in den neuen Beruf wechselte und in Rollen sensibler Teenager und berühmter literarischer Figuren bekannt wurde. Sie erlebte einen sensationellen Aufstieg zum Weltstar und wurde 2011 von “Time” in die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des Jahres aufgenommen.

Mit Elfengestalt, langen blonden Locken und unbedingtem Willen zur Unabhängigkeit wurde sie in Tim Burtons 3D-Version von Lewis Carrolls “Alice im Wunderland” (2009) auf Anhieb zum Alice-Archetyp. Ihre minimalistische, von innen heraus, ohne Star-Allüren und dramatische Gesten entwickelte Rolle in Cary Fukunagas “Jane Eyre” (2011), die als Gouvernante im viktorianischen Herrenhaus Thornfield Hall von selbständigem Denken und Drang nach Freiheit beseelt ist, gilt als ultimative Darstellung der Hauptfigur aus Charlotte Brontes Klassiker.

In Gus Van Sants Teenager-Drama “Restless” (2011) ist Wasikowska, deren lange Haare inzwischen einem kurzen Pixie-Cut gewichen sind, die todkranke Annabel, die sich in einen vom Tod besessenen Jungen verliebt. 2011/12 spielt sie im Thriller “Stoker”, erste englischsprachige Regiearbeit von Park Chan-wok (“Oldboy”), die Hauptrolle des nach dem Tod ihres Vaters vom Onkel heimgesuchten Teenagers.

Mia Wasikowska wurde 1989 in Canberra als Tochter eines australischen Fotografen und Kunstlehrers und einer aus Polen emigrierten Fotografin geboren, deren Hausnamen sie übernahm. Als Kind von der Mutter in allen Lebenslagen fotografiert, entwickelte sie für die Schauspielarbeit eine Vorliebe für natürliche Darstellung. Mit neun Jahren begann Wasikowska eine Ausbildung als Ballett-Tänzerin, die sie neben der Schulzeit bis zu 35 Stunden wöchentlich kostete. Sie brach die Ausbildung wegen der Belastung und des Perfektionismus mit 14 Jahren ab, machte Probeaufnahmen bei einer Talent Agentur in Sydney, spielte ihre erste Rolle als Tochter einer Bordellbesitzerin in der TV-Serie “All Saints” (2004) und trat in Studentenkurzfilmen auf.

Wasikowska gab 2006 ihr Kinofilmdebüt im Drama “Suburban Mayhem”, wo sie als Maniküre von der Freundin (Emily Barclay) zu Sex, Drogen und Gewalt verführt wird, geriet 2007 als englische Touristin im Thriller “Rogue – Im falschen Revier” in Gefahr durch das Krokodil Sweetheart und war im 1968 spielenden Coming-of-Age-Drama “September” (2007) Schulfreundin eines Aboriginies. Sie verließ das Hawker College in Canberra und nahm Fernunterricht.

2008 sprach Wasikowska in den USA für eine Serie vor, für die sie nicht engagiert wurde, erhielt aber eine Rolle in der HBO-Serie “In Treatment – Der Therapeut“, wo sie als selbstmordgefährdete Studentin und Turnerin mit Olympia-Hoffnungen ihren Durchbruch schaffte.

Im Kriegsdrama “Defiance”(2008, mit Daniel Craig) gehört sie als Chaya zu den verfolgten polnischen Juden, in Mira Nairs Biopic “Amelia” (2009) ist sie Fan der Pilotin (Hilary Wank), im Independentfilm “That Evening Sun” (2009) naiver Teenager. In der Komödie “The Kids Are All Right” (2010) lernt sie als durch künstliche Befruchtung erzeugte Tochter eines Lesben-Paares mit dem Teenager-Bruder den biologischen Vater (Mark Ruffalo) kennen. 2011 ist Wasikowska das von Glenn Close als Butler umworbene Zimmermädchen Helen im Drama “Albert Nobbs” und Love Interest von Shia LaBoeuf im Prohibitions-Drama “The Wettest Country in the World”.

Mia Wasikowska zählt Emily Barclay, Cate Blanchett, Miranda Otto und Abbie Cornish zu ihren Vorbildern und liebt Filme von Gus Van Sant (“Elephant”) und Krzysztof Kieslowski (Die “Drei Farben”-Trilogie). Sie nimmt Fotos auf, die ihre Reisen und Dreharbeiten dokumentieren. Mit einem der Fotos, die während “Jane Eyre” entstanden, nahm sie am nationalen australischen Wettbewerb teil.

Mehrfach mit Auszeichnungen für ihre Filme nominiert, wurden sie und Abbie Cornish 2009 mit dem Breakthrough Award of Australians in Film geehrt.

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