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Meryl Streep

Meryl Streep

Leben & Werk

Meryl Streep gehört zu den anerkanntesten Schauspielerinnen in Hollywood. Im Laufe der Jahre hat Streep eine beeindruckende Palette von Rollen verkörpert, die ihr zahlreiche Ehrungen einbrachten. Ihren Durchbruch hatte die bodenständige Grande Dame in der TV-Serie “Holocaust“ (1978) und dem romantischen Epos “Jenseits von Afrika”(1984).

Meryl Streep: Die frühen Filme

Mary Louise Streep wurde in Summit (New Jersey) geboren. Ihre Mutter arbeitete als Grafikerin, ihr Vater als Führungskraft in einer Pharmafirma. Streep entdeckte ihre Passion fürs Schauspielen am College, als sie 1969 in dem Stück „Fräulein Julie“ mitspielte. Nach ihrem Abschluss machte sie ihren Master an der Yale School of Drama. Während ihres Studiums arbeitete sie als Kellnerin und Sekretärin und trat in zahlreichen Bühnenstücken auf. 1975 zog sie schließlich nach New York, um als Theaterschauspielerin zu arbeiten. 1977 hatte Streep ihren ersten Leinwandauftritt in dem Drama “Julia”. Auch wenn ihre Szenen zum größten Teil herausgeschnitten wurden, öffneten sich durch den Einfluss ihrer Co-Darstellerin Jane Fonda zahlreiche Türen im Filmbusiness.

1978 wurde Streep von Robert De Niro für den Kriegsfilm “Die durch die Hölle gehen” vorgeschlagen, in dem sie seine Freundin spielte. Für ihre Rolle wurde sie mit dem Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert. Im selben Jahr lieferte sie in der TV-Serie “Holocaust” eine beeindruckende Performance ab, die sie als vielversprechendes Nachwuchstalent etablierte. Nur ein Jahr später wurde sie für ihre Leistung im Ehedrama “Kramer gegen Kramer” mit ihrem ersten Oscar als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Das Liebesdrama “Die Geliebte des französischen Leutnants” (1981) brachte Streep ihre erste Hauptrolle an der Seite von Jeremy Irons ein. 1982 wurde sie schließlich für ihre herzzerreißende Darstellung einer traumatisierten Jüdin in “Sophies Entscheidung” mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

Etablierung als Star mit “Jenseits von Afrika”

1983 folgte das Biopic “Silkwood” in dem Streep die reale Anti-Nuklear-Aktivistin Karen Silkwood spielte. Obwohl das Liebesdrama “Der Liebe verfallen” (1984) mit Robert De Niro zu einem kleinen Misserfolg wurde, konnte Streep erneut in “Eine demanzipierte Frau” (1985) als französische Widerstandskämpferin überzeugen. Im selben Jahr feierte Streep ihren bis dahin größten Triumph. In dem epischen Liebesdrama “Jenseits von Afrika” wurde sie an der Seite von Robert Redford zum absoluten Superstar. Ihre Rolle als dänische Baronin Tania Blixen, die in Afrika romantische Abenteuer erlebt, wird zu einer ikonischen Figur. Für ihre Leistung wurde sie bei den Oscars als beste Hauptdarstellerin nominiert.

Auch wenn die Filmkomödie “Sodbrennen” (1986) und das Drama “Wolfsmilch” (1987) beide an der Seite von Jack Nicholson nicht an den Erfolg anknüpfen konnten, zeigte Meryl Streep in dem australischen Drama “Ein Schrei in der Dunkelheit” (1988) ihr Talent als Schauspielerin für anspruchsvolle Rollen. Dort überzeugte sie als Mutter, die nach dem unerwarteten Tod ihres Babys, unter Mordverdacht steht, was ihr eine Auszeichnung als beste Darstellerin bei den Filmfestspielen von Cannes einbrachte. Kurz darauf versuchte sie Streep an komödiantischen Rollen, wie in “Die Teufelin” (1989), in der sie eine gekünstelte Autorin von Liebesromanen spielt, oder in “Der Tod steht ihr gut” (1992), in dem sie durch einen magischen Verjüngungstrank zur lebenden Toten wird.

Rückkehr zu Dramen und weitere Oscar-Nominierungen

In der Literaturverfilmung “Das Geisterhaus” (1993) wird Meryl Streep zu Clara del Valle, ein spiritistisch veranlagtes Medium, das als Frau eines Gutsbesitzers die Irren und Wirren bis zur Machtergreifung der Militärdiktatur in Chile durchlebt. In dem Abenteuerfilm “Am wilden Fluß” (1994) spielt sie eine Hobby-Sportlerin, die mit ihrer Familie auf einer Rafting-Tour ums Überleben kämpfen muss. Die Romanze “Die Brücken am Fluß” (1995) von und mit Clint Eastwood brachte Streep 1996 einen Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein. Im selben Jahr verkörpert sie in “Davor und danach” eine Ehefrau an der Seite von Liam Neeson, deren Sohn unter Mordverdacht steht.

In dem Familiendrama “Marvins Töchter” (1996) mit Leonardo DiCaprio und Diane Keaton trifft Streep nach jahrelanger Trennung auf ihre leukämiekranke Schwester. 1998 folgt das Familiendrama “Familiensache” mit Renée Zellweger, in dem Meryl Streep eine krebskranke Mutter spielt, was ihr eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin einbringt. 1999 wird Streep in “Music of the Heart” zur geschiedenen Geigerin, die nach ihrem persönlichen Glück sucht. 2001 spricht Meryl Streep in Steven Spielbergs Science-Fiction-Epos “A.I. Artificial Intelligence” die Erzählerstimme. In Spike JonzesAdaption“ (2002) spielt sie schließlich eine Autorin, die einem exzentrischen Orchideen-Händler verfällt.

Weitere Filme: “Der Teufel trägt Prada” und Oscar-Erfolg als eiserne Lady

In der Literaturverfilmungen “The Hours” (2002) spielt Meryl Streep eine von drei Frauen (Nicole Kidman, Julianne Moore), deren Schicksal durch Raum und Zeit verbunden ist. An der Seite von Denzel Washington wurde Streep in dem Politthriller “Der Manchurian Kandidat” (2004) zur machtgierigen Senatorin. Mit “Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse” (2004) und “Couchgeflüster” (2005) kehrte sie zu komödiantischen Rollen zurück. Streeps gelungene bissige Darstellung der glamourösen und unerbittlichen Chefredakteurin einer Modezeitschrift in “Der Teufel trägt Prada” (2006) wurde mit einem Golden Globe und einer erneuten Oscar-Nominierung belohnt. 2006 gehörte sie zum prominenten Ensemble von “Robert Altman's Last Radio Show“, einem melancholischen Film über eine Country-Radiosendung.

Robert Redford drehte mit ihr und Tom Cruise seinen Politthriller “Von Löwen und Lämmern“ und 2008 erschien die überaus erfolgreiche Verfilmung des ABBA-Musicals “Mamma Mia!“, in der sie die selbstbewusste Hotelbesitzerin Donna spielt und selbst singt. In “Glaubensfrage” (2008) wird Streep zur strengen katholischen Nonne wird, die einen beliebten Priester (Philip Seymour Hoffman) des Kindesmissbrauchs bezichtigt. In der romantischen Komödie “Wenn Liebe so einfach wäre” (2009) lässt sie sich mit ihrem Ex-Mann (Alec Baldwin) ein. Ein weiteres Karriere-Highlight ist ihre geradezu beängstigend realistische Darstellung der ehemaligen Britischen Premierministerin Margaret Thatcher in “Die eiserne Lady“, für die Streep erneut einen Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann.

Aktuelle Filme

Trotz des scheinbar schweren Themas Ehetherapie war ihr Film “Wie beim ersten Mal” (2011) leichte Komödienkost, in der Streep mit Tommy Lee Jones ein lang verheiratetes Paar gibt – ein darstellerischer Spagat, den die beiden Edelschauspieler perfekt meisterten. Für ihre Leistung als gnadenlose Matriarchin in der Tennesee Williams-Verfilmung “Im August in Osage County” gab es dann erneut eine Oscar-Nominierung, ebenso für Streeps Auftritt als Hexe im Märchen-Musical “Into the Woods” (2014).

In der aktuellen Dramödie “Ricki – Wie Familie so ist” (2015) singt Meryl Streep, die eine zweitklassige Rock-Sängerin spielt, erneut. Schließlich brillierte Streep in dem Historiendrama “Suffragette” (2015), in dem sie eine feministische Aktivistin an der Seite von Carey Mulligan und Helena Bonham Carter verkörperte. Im komödiantischen Biopic “Florence Foster Jenkins” (2016) versucht sie sich als Opernsängern und geht damit als schlechteste Sängerin ihres Fachs in die Geschichte ein.

Meryl Streep privat

Nach dem Tod ihres Verlobten und Schauspielerkollegen John Cazale heiratete sie 1978 den Bildhauer Don Gummer, mit dem sie drei Töchter und einen Sohn hat. Der älteste Sohn Henry (* 1979) ist Musiker, Mamie (* 1983) und Grace (* 1986) sind Schauspielerinnen, und das Nesthäkchen Louisa (*1991) arbeitet als Model. Die Familie hat ihren Stammsitz in Connecticut, USA. Meryl Streep wurde vielfach ausgezeichnet und ist die Schauspielerin, mit den meisten Oscar-Nominierungen.

Meryl Streep Auszeichnungen

Oscars

  • 1979 Nominierung als beste Nebendarstellerin “Die durch die Hölle gehen”
  • 1980 Auszeichnung als beste Nebendarstellerin “Kramer gegen Kramer”
  • 1982 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Die Geliebte des französischen Leutnants”
  • 1983 Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin “Sophies Entscheidung”
  • 1984 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Silkwood”
  • 1986 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Jenseits von Afrika”
  • 1988 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Wolfsmilch”
  • 1989 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Ein Schrei in der Dunkelheit”
  • 1991 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Grüsse aus Hollywood”
  • 1996 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Die Brücken am Fluß”
  • 1999 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Familiensache”
  • 2000 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Music of the Heart”
  • 2003 Nominierung als beste Nebendarstellerin “Adaption: Der Orchideen-Dieb”
  • 2007 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Der Teufel trägt Prada”
  • 2009 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Glaubensfrage”
  • 2010 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Julie & Julia”
  • 2012 Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin “Die Eiserne Lady”
  • 2014 Nominierung als beste Hauptdarstellerin “Im August in Osage County”
  • 2015 Nominierung als beste Nebendarstellerin “Into the Woods”

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