30 Millionen verkaufte Alben von dem Klassiker "Bat Out Of Hell", diverse Filmauftritte und eine unvergleichliche Stimme: Meat Loaf ist ein... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max03/mw03/mw06/m0306839/b150x150.jpg Meat Loaf

Alle Bilder

Meat Loaf


  • Bürgerlicher Name
    Marvin Lee Aday
  • Geburtstag
    22.01.1946
  • Geburtsort
    Dallas, Texas

30 Millionen verkaufte Alben von dem Klassiker "Bat Out Of Hell", diverse Filmauftritte und eine unvergleichliche Stimme: Meat Loaf ist ein Entertainment-Schwergewicht im wahrsten Sinne des Wortes.

1947 wurde Meat Loaf in Dallas geboren unter dem Namen Marvin Lee Aday. Der Sohn eines Polizisten hatte eine schwierige Kindheit. Der Vater war Alkoholiker und ging auch mal mit dem Messer auf seinen Sohn los. Nachdem seine Mutter an Krebs gestorben war, ging der fettleibige Marvin 1967 nach Los Angeles. Bei einem Musical-Casting traf er 1974 zum erstenmal Jim Steinman - eine schicksalhafte Begegnung, wie sich später herausstellen sollte. Einer größeren Öffentlichkeit fiel der mittlerweile unter dem Künstlernamen Meat Loaf ("Fleischklops") agierende Sänger als "Eddie" in der "Rocky Horror Picture Show" von Richard O'Brien auf. Es war der Kultfilm einer Generation und gehört bis heute zu den gelungensten und meist aufgeführten Pop-Musicals.

Nach einem erneuten Treffen mit Jim Steinman begann 1976 die Arbeit an "Bat Out Of Hell". Das Album wurde von Tod Rundgren produziert, erschien 1977 und enthielt Hits wie "You Took The Words Right Out Of My Mouth", "Two Out Of Three Aint Bad" oder "Paradise By The Dashboard Light". Die folgende Welttournee mit 170 Konzerten hätte durch Stimmverlust, Alkohol und Depressionen fast zum vorzeitigen Ende von Meat Loafs Karriere geführt - die Verbindung mit Songwriter Jim Steinman zerbrach. Die Alben "Dead Ringer" (1981), "Midnight At The Lost And Found" (1983), "Bad Attitude" (1994) und "Blind Before I Stop" (1986) konnten allesamt nicht mit dem Debüt-Klassiker mithalten. Steinmans oft extrem pathetische Songs waren eben genau zugeschnitten gewesen auf den schwergewichtigen Sänger.

1993 kam es dann zu einem der größten Comebacks der Musikgeschichte: Meat Loaf und Jim Steinman versöhnten sich, und der Welterfolg kehrte zurück. "Bat Out Of Hell II" erschien und eroberte in vielen Ländern der Erde die Toppositionen der Charts. Die Single "I Would Do Anything For Love (But I Won't Do That)" gewann unter anderem einen Grammy für den besten Rocksong. Meat Loaf legte 1996 mit dem Platin-Erfolg "Welcome To The Neighborhood" nach, aber auch in der Filmindustrie konnte er sein Talent beweisen. Er spielte in einem guten Dutzend Filmen mit, unter anderem sehr beeindruckend in David Finchers "Fight Club" an der Seite von Brad Pitt.

Für das Album "Couldn't Have Said It Better", das 2003 erschien, konnte Meat Loaf Songwriter wie die dreifache Grammy-Gewinnerin Diane Warren, Nikki Sixx von Mötley Crue und Kevin Griffin von Better Than Ezra gewinnen. Produziert wurde die CD von Peter Mokran, der bereits mit den Backstreet Boys, Brandy, The Flaming Lips, R Kelly, Michael Jackson, Maxwell und N'Sync zusammen gearbeitet hatte. "Did I Say That?" war die erste Singleauskopplung aus dem Album, belegte Rang 18 und hielt sich mehrere Wochen in den deutschen Singles-Charts. Im Jahr 2006 fand sich das Dreamteam Metal Loaf/Jim Steinman wieder zusammen um den Fledermaus-Mythos ein drittes Mal aufleben zu lassen. Und die Erfolgserwartungen wurden ein weiteres Mal nicht enttäuscht: "Bat Out Of Hell III - The Monster Is Loose" erreichte mühlos die vorderen Ränge der deutschen Longplay-Charts und wurde nach kürzester Zeit mit Gold veredelt. Für die anschließende Tour wurden wieder die größten Hallen der Nation gebucht.

  • Bürgerlicher Name
    Marvin Lee Aday
  • Geburtstag
    22.01.1946
  • Geburtsort
    Dallas, Texas
  • Geburtsland
    USA
  • Links
    http://www.meatloaf.de/

Die Rückkehr des Rock-Kolosses

50 Millionen verkaufte Platten, Erfolge als Schauspieler und lebende Legende. Mit "Couldn't Have Said It Better" feiert Meat Loaf ein energiegeladenes Comeback - wieder einmal.

Großansicht Springteufel: Meat Loaf sprüht nur so vor Energie - auch noch mit 55!

Springteufel: Meat Loaf sprüht nur so vor Energie - auch noch mit 55!

» Du bist inzwischen 55 Jahre alt, wirkst auf deinem neuen Album aber so agil wie ein 20-Jähriger. Woher beziehst du deine endlose Energie?

Ich verspüre jeden Tag den Drang danach, alles was ich tue noch ein bisschen besser hinzukriegen. Die Leute fragen mich immer, was das Beste sei, das ich je gemacht habe, und ich antworte darauf: Ich habe es noch nicht geschaffen. Im Moment ist das Beste, das ich je geschaffen habe, natürlich mein neues Album!

Meat Loaf » Aber spielt denn dein Alter keine Rolle?

Du denkst also, ich sei jetzt über 50 und müsste langsam an Kraft verlieren? Dann vergleich mich mal live mit einem 23-Jährigen! Der hat längst nicht die Ausdauer und Kraft, die ich besitze. Man ist immer nur so alt, wie man sich fühlt. Manchmal kann ich gar nicht glauben, dass ich nicht mehr zur Schule gehe, weil ich mich noch verdammt jung fühle.

» Können es denn deine Kinder mit dir aufnehmen, was das Level an Energie betrifft?

Na klar, meine 28-jährige Tochter ist mit mir auf Tour, hat einen eigenen Plattenvertrag und singt bei "Man Of Steel" auf meinem neuen Album. Meine jüngste Tochter ist 22 und hat gerade eine Hauptrolle in einer Serie des amerikanischen Senders HBO bekommen.

» Sind deine Kids stolz auf ihren Daddy?

Ich denke schon. Sonst würden sie mich wohl nicht ständig um Rat bitten. Sie haben wie alle in ihrem Alter Versagensängste, und ich gebe ihnen zu verstehen, dass sie die überwinden müssen. Ich denke, dass wir uns gegenseitig respektieren, was sich ziemlich gut anfühlt.

Großansicht Große Töne: Der Rock-Gigant Meat Loaf

Große Töne: Der Rock-Gigant Meat Loaf

» Warum hast du sieben Jahre für dein neues Album "(I) Couldn't Have Said It Better (Myself)" gebraucht?

Weil ich die Musik fühlen muss und nicht auf Kommando ins Studio gehe, nur weil es Zeit für ein neues Album ist. Ich lasse mir Zeit, um dem Publikum das Beste von mir zu präsentieren. Außerdem habe ich zwischendurch noch Filme gedreht und war lange Zeit mit meiner Band auf Tour.

» Dein neues Album ist wie ein Buch aufgebaut, in dem jeder Song einen Teil zur gesamten Geschichte des Albums beisteuert. Sind diese Zusammenhänge bewusst gewählt?

Ja, denn ich denke nicht an Songs, sondern an das große Ganze. Das neue Album soll den Zuhörer emotional packen. Und zwar vom Anfang bis zum Ende. Die Songs sind kleine Häppchen, die nur zusammen genommen ein grandioses Menü ergeben. Kannst du dir vorstellen, nur von kleinen Häppchen satt zu werden?

» Deine Musik hat immer auch theatralische, dramatische Momente. Kommen die von deiner Schauspielerei?

Ganz sicher sogar. Und sie sind nicht nur dramatisch, sondern melodramatisch. Ich war schon immer theatralisch. Schon seitdem ich sechs Monate alt war. Ich war damals theatralisch, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

» Was bedeutet dir mehr, die Musik oder die Schauspielerei?

Ganz klar: im Moment die Musik. Aber ich bin immer zu hundert Prozent mit dem beschäftigt, was ich gerade tue. Und das kann in der nächsten Woche schon wieder die Schauspielerei sein. Ich genieße es, beides sein zu können - Musiker und Schauspieler.

» Liegen dir im Moment Angebote für Filme vor?

Ja und das witzigste ist das vom Macher der "Simpsons". Der hat einen Charakter gezeichnet, den ich für ihn sprechen soll. Mir hat ja schon meine Rolle als "Couscous" in "South Park" gefallen, weil die mich so dünn gezeichnet haben. Ich liebe die "Simpsons" und freue mich schon auf meinen Part!


Filmografie

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

News zum Star