Er hat alles drauf, was ein Teen und Twen an Verführungskünsten aufbieten kann: vom sanften Unschuldsblick über die schmeichelnden Worte des... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max09/kuk09/kuk48/u0948003/b150x150.jpg Matthias Schweighöfer
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Matthias Schweighöfer

  • Bürgerlicher Name
    Matthias Schweighöfer
  • Geburtstag
    11.03.1981
  • Geburtsort
    Anklam

Er hat alles drauf, was ein Teen und Twen an Verführungskünsten aufbieten kann: vom sanften Unschuldsblick über die schmeichelnden Worte des doppelzüngigen Liebesflüsterers bis zur Frontalattacke des fordernden Lovers spielt der blondlockige und hochgewachsene Matthias Schweighöfer die, die mit der Liebe spielen ebenso wie jene, die in ihr echte Gefühle suchen und ihre Identität finden. Die spannende Zeit vor dem Erwachsenendasein ist Schweighöfers Spezialität.

Er debütierte 1999 in dem Noir-Krimi "Freunde" in einer Nebenrolle, spielte in "Babykram ist Männersache" einen chaotisch-schmuddeligen Jungmann, der mit seinem Bruder für ein gefundenes Baby sorgt, und fiel 2000 in Michael Gutmanns "Herz im Kopf" als Partylöwe und Platzhirsch Dirk auf, der Au-Pair-Girls Parties am heimischen Swimming Pool bietet und Tom Schilling mehrfach in Verlegenheit bringt.

In Dominik Grafs "Die Freunde der Freunde" ist Matthias Schweighöfer der Abiturient und Internatszögling Gregor, der sich mit Arthur (Florian Stetter) Pia (Jessica Schwarz) teilt und sich in die geheimnisvolle Billie (Sabine Timoteo) verliebt, die verschwindet und bei ihrer Rückkehr für verhängnisvolle Auseinandersetzungen unter den Freunden sorgt.

Schweighöfers subtiles Spiel des Hin-und-Her-Gerissenen, der noch vor dem Leben steht, brachte ihm die Hauptrolle in der Verfilmung von Benjamin Stuckrad-Barres Bestseller "Soloalbum" ein. Als einflussreicher Musikredakteur Ben, der wegen seiner Unzuverlässigkeit von Freundin Katharina (Nora Tschirner) verlassen wird, stolpert Schweighöfer zwischen Musikbusiness, Frauen und den zehn Geboten cooler Trauervermeidung von einer peinlichen Situation in die nächste.

In Marco Petrys "Die Klasse von '99" (2003) kehrt Schweighöfer als Felix nach abgebrochenem Studium in die Heimatstadt zurück, besucht die Polizeischule und will wieder in die Sicherheit der alten Freundesclique, deren Mitglieder aber inzwischen mit ihrem eigenen Leben zu kämpfen haben. Für das Drama "Kammerflimmern" (2004), in dem er erneut an der Seite von Jessica Schwarz spielt, erhielt er den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller.

Im filmischen Porträt "Schiller" von Martin Weinhart spielte er den stürmischen Rebellen gleichzeitig so exaltiert und zerrissen, dass er den österreichischen Filmpreis Undine in Empfang nehmen durfte. 2007 wurde ihm die Undine erneut überreicht, diesmal für die Rolle des in München lebenden Rainer Langhans im biografischen Kinofilm über Uschi Obermeier, "Das wilde Leben".

Simon Groß engagierte den Schauspieler für seinen vom Filmfest München 2007 mit dem Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Regie ausgezeichnetem Drama "Fata Morgana". Während eines verhängnisvollen Sahara-Urlaub wird das Paar Laura (Marie Zielcke) und Daniel (Schweighöfer) von einem Unbekannten (Jean-Hugues Anglade) gerade noch vor dem Verdursten gerettet.

In "Operation Walküre" gehörte Schweighöfer zum deutschen Allstar-Cast um Tom Cruise und in "12 Meter ohne Kopf" begleitet er den legendären Piraten Klaus Störtebeker durch den "deutschen Fluch der Karibik".

Til Schweiger castete den Jungstar zusammen mit Nora Tschirner und Jürgen Vogel für seine dritte Komödie "Keinohrhasen" und wegen seiner großen Beliebtheit als Fettnäpfchenkönig Moritz tritt Matthias Schweighöfer auch in der Fortsetzung "Zweiohrküken" wieder auf.

In der Culture-Clash-Komödie "Friendship!" reist er als unbedarfter Ex-DDRler kurz nach der Maueröffnung mit seinem besten Kumpel in die USA. Anschließend mimt er in "Mein Leben" den jungen Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki.

Sein Regiedebüt gibt das Multitalent in der Erfolgskomödie "What a Man" um die ewig neue Frage nach Geschlechterrollen. Schweighöfer brilliert dabei auch in der Hauptrolle und liefert sogar das Drehbuch selbst! Regisseur und Hauptdarsteller zugleich ist Schweighöfer aktuell auch in der Komödie "Schlussmacher" um einen professionellen Beziehungs-Beender.

In der Komödie "Rubbeldiekatz" schlüpfte Schweighöfer als erfolgloser Schauspieler in Frauenkleider, um eine Hollywood-Rolle zu ergattern.

In der Verfilmung von Wladimir Kaminers Kultromans "Russendisko" immigriert er als junger Russe an der Seite von Friedrich Mücke und Christian Friedel im Sommer 1990 nach Berlin - die Taschen fast leer, aber das Herz voller großer Hoffnungen...

Der aus einer Schauspielerfamilie stammende Matthias Schweighöfer lebt abwechselnd in Paris und Berlin. Wie Moritz Bleibtreu gehört er zu den Schauspielern, die in Interviews schlagfertig und witzig antworten und sich bei Gelegenheit vor Publikum selbst interviewen.

  • Bürgerlicher Name
    Matthias Schweighöfer
  • Geburtstag
    11.03.1981
  • Geburtsort
    Anklam
  • Geburtsland
    DDR
  • Familie
    Mutter: Gitta Schweighöfer (Schauspielerin)
    Vater: Michael Schweighöfer (Schauspieler)
  • Autogrammadresse
    c/o Agentur Reed
    Treppendorfer Weg 13
    12527 Berlin
  • Links
    http://www.matthias-schweighoefer.de/ (Fan-Seite)
"Wenn die Mafia mitmischt, wird's teurer"

Nach dem Vampirfilm "Wir sind die Nacht" inszenierte Dennis Gansel mit "Die vierte Macht" einen Polit-Thriller fürs Kino und schätzt sich glücklich als einer der wenigen Regisseure in Deutschland überhaupt Genre-Filme machen zu dürfen.

Großansicht Moritz Bleibtreu gerät in Dennis Gansels Thriller "Die vierte Macht" in die tödlichen Wirren der russischen Politik (Foto: Kurt Krieger)

Moritz Bleibtreu gerät in Dennis Gansels Thriller "Die vierte Macht" in die tödlichen Wirren der russischen Politik (Foto: Kurt Krieger)

Wie war es, in Englisch zu drehen und inwieweit hat es sich auf den Verkauf ausgewirkt?
DENNIS GANSEL: Es lag auf der Hand, "Die vierte Macht" in Englisch zu drehen nachdem nur Moritz Bleibtreu einen Deutschen spielte. Ich hatte am Anfang zwar ein bisschen Angst davor, nicht in meiner Muttersprache zu drehen, aber es war erstaunlich einfach. Wir hatten Sprachcoaches vor Ort - für Russisch und Englisch - und außerdem konnte ich mich zur Not mit dem Hauptdarsteller ja auf Deutsch verständigen.

Wie sind Sie an die internationalen Schauspieler herangekommen?
Über das Buch. Und bei Schauspielern wie Rade Serbedzija, die viel beschäftigt sind, hatten wir einfach Glück, dass sie neben der Lust auch die Zeit hatten. Bei Stoffen wie diesen stößt man bei Schauspielern auf größtes Interesse.

Warum haben Sie in Kiew statt in Moskau gedreht?
Moskau ist einfach zu teuer. Die großzügige Unterstützung durch die Förderer hat uns ermöglicht auf hohem Niveau in Deutschland zu drehen. Hätte mir jemand 30 Mio. Euro Budget in die Hand gedrückt, hätte ich auch in Russland gedreht. So hatten wir nur drei Tage in Moskau, und einen Tag davon hat uns Moritz geschenkt.

Wie sind die Drehbedingungen in der Ukraine?
Ähnlich wie in Deutschland. Aber bekommt man es mit der ukrainischen Mafia zu tun, dann verteuert sich plötzlich ein Drehort um das Zehnfache. Sonst kann ich fast nur Positives berichten. Die Crews sind unglaublich gut, die Menschen offen und lebenslustig. Schade, dass die Chancen der orangenen Revolution so vertan wurden.

Wie in "Wir sind die Nacht" gibt es einige tolle Locations, wie etwa den Nachtclub.
Der Club war das Motiv, bei dem es die gerade genannten Probleme gab. Wir drehten die Szenen schließlich in einer leer stehenden Kirche in Friedrichshain. Produktionsdesigner Matthias Müsse und sein Team haben sich selbst übertroffen. Ihr Budget musste vor Dreh noch mal stark gekürzt werden und trotzdem haben sie Berlin als Moskau überzeugend hinbekommen.

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Musste im Schnitt viel gekürzt werden?
Wir hatten erst 150 Minuten. Auf der DVD wird also viel mehr zu sehen sein. Es ging vor allem darum, einen Unterhaltungsfilm zu machen und die Spannung zu halten. So haben wir etwa am Detailreichtum bei der Schilderung der Mechanismen des internationalen Terrorismus gespart und beim Anfang gekürzt.

Einen Genrefilm zu machen, ist in Deutschland ein Wagnis. Auch Ihr "Wir sind die Nacht" blieb unter den Erwartungen.
"Wir sind die Nacht" war ein Flop. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich überlege, wie viel Arbeit wir hineingesteckt haben und wenn man auf der anderen Seite sieht, welch Chance man gehabt hätte wäre das Timing nicht so unglücklich gewesen. Der Stoff war ja deutlich älter als "Twilight". Es muss doch im deutschen Kino noch etwas anderes geben außer Komödien! Umso glücklicher war ich, als Nina Maag und UFA Cinema "Die vierte Macht" machen wollten. Ich wünsche mir eine Kinotradition wie in Frankreich, wo es von der Klamotte über den Thriller bis zu "The Artist" alles gibt. In Deutschland ist das nicht so. Ich gehöre zu den wenigen Glücklichen, die überhaupt Genrefilme fürs Kino drehen dürfen. Tolle Thrillerideen scheitern oft schon bei der Drehbuchförderung. Für einen Film wie "Die vierte Macht" muss man marketingtechnisch viel mehr machen als z.B. für eine Schweighöfer-Komödie. Da gibt es ja bereits ein Grundpublikum, was perfekt beworben wird. Bei Thrillern fängt man bei null an.

Welches Filmprojekt gehen Sie in diesem Jahr an?
Noch ist nichts in trockenen Tüchern. Die Verfilmung von Todd Strassers "Give a Boy a Gun" treiben wir voran. Es gibt auch noch andere Ideen und Projekte. Eines davon sollte sich im Laufe des Frühjahrs konkretisieren. Ich würde jedenfalls ungern dieses Jahr pausieren.


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