Vom Fernsehstar zum Charakterdarsteller, der als grüblerischer Pianist, eiskalter Soldat, zärtlicher Liebhaber, gleichgültiger Ehemann, strenger... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz43/z0243535/b150x150.jpg Matthias Habich

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Matthias Habich


  • Geburtstag
    12.01.1940
  • Geburtsort
    Danzig

Vom Fernsehstar zum Charakterdarsteller, der als grüblerischer Pianist, eiskalter Soldat, zärtlicher Liebhaber, gleichgültiger Ehemann, strenger Vater, sensibler Emigrant, erfolgreicher Geschäftsmann und introvertierter Schriftsteller die Palette herber Männlichkeit mit unerwarteten Abgründen verkörpert, gehört Matthias Habich zu den renommiertesten deutschen Schauspielern. Häufig ist er in Offiziersrollen zu sehen, so als Freikorpsführer in Volker Schlöndorffs "Der Gnadenschuss", als Hauptmann in "Die Glorreichen" als deutscher Gegner von Jean-Paul Belmondo und als General Paulus im Stalingrad-Film "Duell - Enemy at the Gates" (2000) von Jean-Jacques Annaud.

Matthias Habich wurde 1940 in Danzig geboren, wuchs in Hamburg auf und besuchte die dortige Staatliche Hochschule für Musik und Drama. Er studierte in Paris und in den USA. Er arbeitete an den Münchner Kammerspielen und am Zürcher Schauspielhaus und war drei Jahre Mitglied des Theaterensembles von Peter Brook in Paris.

Habich begann als TV-Star mit den erfolgreichen Mehrteilern "Abenteuerlicher Simplicissimus" und "Friedrich Freiherr von der Trenck" (in dessen Neuverfilmung er 2002 einen Gastauftritt hat). Nach dem Knastdrama "Fluchtgefahr" (TV 1974) wurde er auch im Kino mit seiner ersten Rolle ein Name. In "Der Fangschuss" (1976) demütigt er die ihn liebende Adelige (Margarethe von Trotta) und gibt ihr den titelgebenden Todesschuss. Habich war Ehemann von Elisabeth Trissenaar in "Die Reinheit des Herzens", von Susanne von Borsody in Margarethe von Trottas Uwe-Johnson-Verfilmung "Jahrestage" (TV) und von Iris Berben in "Silberhochzeit" (TV 2005).

Stoffe aus der deutschen Vergangenheit der Nazi-Ära finden sich in seinem reichhaltigen Repertoire häufig ("Der Mädchenkrieg", "Glut", "Der Passagier"). Habich spielte den Titelhelden im Mehrteiler "Klemperer - Ein Leben in Deutschland", der nach den Tagebuchaufzeichnungen des jüdischen Musikers Victor Klemperer entstand, und in zwei Literaturverfilmungen nach Romanen von Nobelpreisträger Günter Grass ("Die Rättin" , "Unkenrufe").

Unter der Regie von Oscar-Preisträgerin Caroline Link war Habich der einfühlsame Musiklehrer im Kassenerfolg "Jenseits der Stille" (1995) und der jüdische Emigrant in Kenia in "Nirgendwo in Afrika" (2001).

Habich wurde für "Das Urteil" (TV 1997) mit dem Adolf-Grimme-Preis geehrt, für den Mehrteiler "Jahrestage" mit dem Deutschen Fernsehpreis als Bester Darsteller und für "Nirgendwo in Afrika" 2002 mit dem Deutschen Filmpreis Lola als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

  • Geburtstag
    12.01.1940
  • Geburtsort
    Danzig
  • Geburtsland
    Deutschland

Deutscher Filmpreis, die 52te

Auch das Publikum kann Preise vergeben: Die diesjährigen Kandidaten für den Deutschen Filmpreis.

Nominiert als Bester Spielfilm: "Nirgendwo in Afrika"

Nominiert als Bester Spielfilm: "Nirgendwo in Afrika"

Minister Julian Nida-Rümelin, der aus seiner Vorliebe für die deutsche Kinokultur kein Hehl macht, gab am Freitag den 19. April im Berliner Hotel Adlon die Nominierungen bekannt. Durch den Abend führte die Leipziger Darstellerin Manon Straché.

Der kürzlich verstorbene Billy Wilder wurde von Journalist und Schriftsteller Hellmuth Karasek und von Regisseur Volker Schlöndorff mit einem persönlichen Nachruf bedacht.

Ganz heiß - der Publikumspreis: Am 26. April startet das Gewinnspiel um die beiden Auszeichnungen "Deutscher Kinofilm des Jahres" und "Schauspielerin bzw. Schauspieler des Jahres". Einsendeschluss ist der 1. Juni 2002, mitmachen kann man unter www.deutscherfilmpreis.de.

Die Nominierungen

Bester Spielfilm: "Bella Martha", "Halbe Treppe", "Heaven", "Nirgendwo in Afrika", "Das weiße Rauschen" und "Wie Feuer und Flamme".

Bester Dokumentarfilm: "Black Box BRD", "A woman and a half - Hildegard Knef"

Bester Kinder- und Jugendfilm: "Hilfe, ich bin ein Fisch", "Das Sams"

Beste Hauptdarstellerin: Karoline Eichhorn für "Der Felsen", Martina Gedeck für "Bella Martha", Juliane Köhler für "Nirgendwo in Afrika"

Bester Hauptdarsteller: Daniel Brühl für "Nichts bereuen", "Das weiße Rauschen" und "Vaya con dios". Ulrich Noethen für "Das Sams". Antonio Wannek für "Der Felsen" und "Wie Feuer und Flamme".

Beste Nebendarstellerin: Anabelle Lachatte für "Das weiße Rauschen", Eva Mattes für "Das Sams". Marie-Lou Sellem für "Mein Bruder, der Vampir", " Nichts bereuen" und "Hilfe, ich bin ein Junge!".

Bester Nebendarsteller: Martin Feifel für "Was tun, wenn's brennt?", Remo Girone für "Heaven" und Matthias Habich für "Nirgendwo in Afrika"

Beste Regie: Andreas Dresen für "Halbe Treppe", Dominik Graf für "Der Felsen" und Caroline Link für "Nirgendwo in Afrika".

2,815 Millionen Euro stehen gesamt als Prämien für die 16 Preise aus - 10.000 davon gehen sicher an Michael "Bully" Herbig für "Der Schuh des Manitu": Er wird für seinen Erfolg mit einem Sonderpreis der Jury geehrt, dem Filmpreis in Gold.

Die 52. Verleihung des Deutschen Filmpreises findet am 14. Juni 2002 im Berliner Tempodrom am Anhalter Bahnhof statt. Die Zusammenfassung der Gala zur Verleihung des Deutschen Filmpreises wird am 16. Juni 2002 von Sat.1 um 20.15 Uhr ausgestrahlt.


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