Mit seinen blauen Augen, dem unverschämt guten Aussehen und dem smarten Auftreten wirkt er wie die Reinkarnation des jungen Paul Newman, mit dem er die forsche Selbstgewissheit teilt. Der jungenhafte Charme kommt allen seinen Rollen zu Gute, gelegentlich blitzt ein Hauch von Eitelkeit auf, immer aber siegt die sympathische Unverfrorenheit des Mannes, der jede Chance nutzt.
Der 1969 in Uvalde, Texas geborene Matthew McConaughey wollte ursprünglich Anwalt werden. Dazu kam es nicht, aber in einigen seiner erfolgreichsten Filme spielte er Anwälte: In der John-Grisham-Verfilmung "Die Jury" den jungen Rechtsanwalt, der einen Schwarzen verteidigt, wobei sich McConaughey souverän an der Seite von Sandra Bullock, Kevin Spacey und Samuel L. Jackson behauptete, und in "Amistad", wo er die rebellischen schwarzen Sklaven der "Amistad" verteidigt. Nun überzeugt er in "Der Mandant" als Gangster-Anwalt, der vom Rücksitz seines Lincoln aus agiert.
Auch Uniformen stehen McConaughey gut: Z.B. als junger Sheriff in John Sayles' modernem Western "Lone Star", wo er den sadistischen Sheriff Kris Kristofferson von hinten (!) erschießt und seine Leiche verschwinden lässt, als sensibler Cop Abe in Herbert Ross' "Kaffee, Milch und Zucker", der sich um Mary-Louise Parker, Drew Barrymore und Whoopi Goldberg kümmert, und als ehrgeiziger Leutnant in "U-571", der während einer Nordatlantikmission gegen die Deutschen, denen es die "Enigma"- Dechiffriermaschine abzujagen gilt, zum Kommandanten wird und eigene Leute in den sicheren Tod schickt.
Als lässiger Taugenichts nutzte McConaughey den kurzlebigen Medienruhm des Reality-TV in Ron Howards Satire "EDtv", und als Kinderarzt stiehlt er der Hochzeitsplanerin Jennifer Lopez in der romantischen Komödie "The Wedding Planner" das Herz, tanzt mit ihr unterm Sternenhimmel und wird ihr wenig später als Verlobter einer ihrer Klientinnen vorgestellt.
Aber auch in anderen Genres macht der vielseitige McConaughey eine gute Figur: In dem Psychothriller "Dämonisch", dem Regiedebüt seines Schauspielerkollegen Bill Paxton, spielte er den undurchstichtigen Sohn eines vermeintlichen Mörders und iIm Endzeit-Fantasy-Abenteuer "Die Herrschaft des Feuers" riskierte er sein positives Image als blutrünstiger Haudegen. Die größten Erfolge bringt ihm jedoch auch weiterhin seine charmante Seite, wie im Überraschungshit "Wie werde ihn los - in 10 Tagen?", in dem er mit Kate Hudson ein neues Traumpaar bildete - so kam es auch zur Abenteuerkomödie "Ein Schatz zum Verlieben", in der die beiden erneut exzellent harmonierten.
Von einer ganz anderen Seite zeigte sich McConaughey in Ben Stillers überdrehter Hollywood-Satire "Tropic Thunder", in der er als schmieriger Agent mit dem Seelenheil seiner Schauspieler-Klienten jongliert.
McConaughey studierte an der Filmhochschule von Texas und debütierte als einer der "Slacker" in Richard Linklaters "Dazed and Confused", eine Hommage an die 70er und einer der ersten Filme über die "Generation X". Kaum bekannt ist seine "Jugendsünde" als Darsteller in "The Return of the Texas Chainsaw Massacre" (1994).
McConaughey hat eine Produktionsfirma mit Namen "j.k.livin", ein Kürzel für "just keep living", eine seiner Textzeilen in "Dazed and Confused". Mit dieser Firma trat er bei der erfolgreichen Clive-Cussler-Adaption "Sahara" zum ersten Mal als Produzent in Aktion und spielte neben Penelope Cruz auch die Hauptrolle in dem Abenteuer, worauf den beiden sofort eine Affäre nachgesagt wurde.
Matthew McConaughey im Stripclub "Magic Mike"
Mit Channing Tatum und Alex Pettyfer bildet Matthew McConaughey ein sexy Gespann.
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Oberkörper frei für Matthew McConaughey (Foto: Warner)
Matthew McConaughey hat für den Stripperfilm "Magic Mike" von Steven Soderbergh zugesagt - allerdings nicht als Tänzer, sondern nur als ehemaliger Stripper, dem der ein Club namens "Xquisite" gehört. Insofern ist diese Meldung für die Damenwelt schon nicht mehr ganz so interessant, denn Mister Superbody wird als Clubbesitzer wohl weniger selbst vortanzen, sondern vielmehr seine Mannschaft herumkommandieren.
Die besteht bis jetzt aus Channing Tatum und Alex Pettyfer. Tatum spielt den Mentor eines angehenden Tänzers (Pettyfer) und bringt ihm bei, wie er sich auf der Bühne zu bewegen hat. Der Film basiert auf den Erfahrungen von Tatum, der vor seiner Karriere als Schauspieler sein Geld als männlicher Stripper verdiente. Weiterhin hatte sich auch Demi Moore für "Magic Mike" interessiert - sie war angeblich für die Rolle einer sinnlichen, älteren Verführerin vorgesehen.
Demi Moore will auch mitstrippen
Bis jetzt ist die Besetzung jedenfalls mehr als prachtvoll: Channing Tatum hat in "Der Adler der neunten Legion" schon Talent und Muskeln gezeigt und auch Sixpack-Meister Matthew McConaughey ist natürlich in einem Film, in dem es um oberkörperfreie Herren geht, erst mal bestens aufgehoben. Burberry-Model Alex Pettyfer als Hauptdarsteller macht das Gespann mit seinem schönen Gesicht komplett und nun fehlt eigentlich nur noch die Zusage von Demi Moore.