Schön und stolz, echt und erotisch, attraktiv und arbeitswütig, wandelbar und wunderbar, ein Chamäleon und furioses Vollweib. Martina Gedeck,... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max11/mbiz11/mbiz41/z1141076/b150x150.jpg Martina Gedeck
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Martina Gedeck

  • Geburtstag
    14.09.1961
  • Geburtsort
    München

Schön und stolz, echt und erotisch, attraktiv und arbeitswütig, wandelbar und wunderbar, ein Chamäleon und furioses Vollweib. Martina Gedeck, zweifache Preisträgerin des Deutschen Filmpreises (1997 und 2002), ist dabei gänzlich unkokett, zeigt mit der Pilsflasche beim Gespräch Bodenhaftung und ist doch Star von europäischem Format wie ihre Kollegin Carmen Maura. Ihre geschmeidige erotisierende Wirkung geht von einer verführerischen samtsanften Stimme und einem Blick aus, der mal in sich gekehrt, mal schweifend wirkt, aber wenn er sein Ziel im Visier hat, um seine Wirkung weiß. Dies stellte sie auch unter Beweis, als sie 2005 für Oskar Roehlers "Elementarteilchen", die Verfilmung des gleichnamigen Skandalromans von Michel Houellebecq, vor der Kamera stand.

Als Kellnerin Seraphina in Helmut Dietls "Rossini" macht sie aus "Gnocchi" eine Liebeserklärung und knallt nach der missglückten Liebesnacht den Teller kommentarlos auf den Tisch: ein Kabinettstück leiser Komikerotik. Sie hat es mit kulinarischen Kostbarkeiten als Tante, die in "Der Neffe" einen Teenie verrückt macht, und in ihrem größten Erfolg in einer Hauptrolle als Küchenchefin, die selbst den Therapeuten bekocht, in "Bella Martha". Als Mutter in "Stadtgespräch" zerdrückt sie vor Rivalin Katja Riemann die Orange in der Hand und stählt sich im Fitness-Studio.

Gedeck zelebriert gekonnt lustvoll sinnliche Spiele, die Verführung zu einer Kunst machen. Sie lässt sich als Proll-Tussi von ihrem Macker (Armin Rohde) mit nacktem Po anturnen ("Das Leben ist eine Baustelle") und treibt es mit Heino Ferch in "Grüne Wüste" auf der Küchenanrichte. In "Viehjud Levi" zelebriert sie als Sekretärin und Geliebte eines Nazi-Funktionärs die Erotik der Strumpfbänder und in "Harald" verwirrt sie einen Außerirdischen mit ihrem Sex-Appeal. Bei aller Sinnlichkeit scheint Komik durch, beißend wie in "Frau Rettich, die Czerni und ich" oder in dem österreichischen Fernsehfilmdoppel "Single Bells" und "O Palmenbaum", wo die Familie ihre Sinnlichkeit ignoriert.

Geboren 1961 in München und in Landshut und Berlin aufgewachsen, wo sie am Max-Reinhardt-Seminar ausgebildet wurde, begann Gedeck auf dem Theater, wo sie ihren Lebensgefährten Ulrich Wildgruber kennen lernte, der ihr 1999 einen Abschiedsbrief hinterließ und auf Sylt ins Meer ging, weshalb Gedeck nicht an der Verleihung des Bayerischen Filmpreises teilnehmen konnte. Für den Film entdeckt wurde sie von Dominik Graf, der sie in "Die Beute" (1986) als Kellnerin und Privatdetektivin und in "Tiger, Löwe, Panther" als unentschlossene Lehrerin und Hobby-Journalistin einsetzte.

In ihren zahlreichen TV-Rollen ist Gedeck fast immer Frau unter Einfluss: als bucklige Bäuerin in "Hölleisengretl" (Bayerischer Fernsehpreis 1995), als Bäuerin, die ihren todkranken Mann ermordet ("Verlorenes Land"), als Sekretärin, die einem Stasi-Spitzel verfällt ("Romeo"), als englische Tochter eines Nazi-Mörders ("Jenseits der Liebe") oder als Witwe, die Verantwortung übernehmen muss, in "Deine besten Jahre" (Bayerischer Fernsehpreis 2000). 2004 spielte sie im Biopic "Hunger auf Leben" die DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann und wurde dafür mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

2005 spielte sie die weibliche Hauptrolle im Oscar-gekrönten Drama "Das Leben der Anderen" und durfte Filmpartnerin von Robert De Niro in dessen Thriller "Der gute Hirte" sein. Zu einem Weihnachtsessen lud sie 2007 in "Meine schöne Bescherung" alle ihre Ex-Männern ein und glänzte so in ihrer komödiantischen Rolle, dass ihr dafür der Bayerische Filmpreis überreicht wurde. 2008 war die Premiere der RAF-Verfilmung "Der Baader Meinhof Komplex" nach Stefan Aust, in welcher sie mit der Rolle der Ulrike Meinhof von Regisseur Uli Edel bedacht wurde. Eine beeindruckende Solo-Performance lieferte sie in der Marlen-Haushofer-Verfilmung "Die Wand".

Die Trägerin des Bayerischen Verdienstordens ist seit 2005 mit dem Schweizer Regisseur Markus Imboden liiert.

  • Geburtstag
    14.09.1961
  • Geburtsort
    München
  • Geburtsland
    BRD
  • Familie
    Mutter: Helga
    Vater: Karl-Heinz Gedeck

    Lebenspartner:
    Ulrich Wildgruber (1991 bis 1999, seinem Selbstmord)
    Markus Imboden (Regisseur, seit 2005)
  • Autogrammadresse
    c/o ZBF-Agentur
    Friedrichstraße 39
    10969 Berlin
"Bärlin" im Rausch der Filme

Vom 7. - 17. Februar ist in Berlin wieder Bärensaison!

Großansicht Das bildstarke Kampfkunst-Epos "The Grandmaster" um den Lehrer von Bruce Lee eröffnet die Berlinale, läuft aber außer Konkurrenz, da es von Jury-Präsident Wong Kar Wai stammt. (Foto: Wild Bunch)

Das bildstarke Kampfkunst-Epos "The Grandmaster" um den Lehrer von Bruce Lee eröffnet die Berlinale, läuft aber außer Konkurrenz, da es von Jury-Präsident Wong Kar Wai stammt. (Foto: Wild Bunch)

Und dann konkurrieren Filme aus aller Welt im Wettbewerb um den einen Goldenen und viele Silberne Bären.

Darunter: "Paradies: Hoffnung", der dritte Teil von Ulrich Seidls "Paradies"-Trilogie. Aus Deutschland gehen der bildgewaltige Western "Gold" von Thomas Arslan an den Start und Pia Marais' bewegende Südafrika-Geschichte "Layla Fourie".

Aus den USA kommen Gus Van Sants "Promised Land" mit Matt Damon und Frances McDormand sowie Steven Soderberghs prominent besetzter Thriller "Side Effects" (neben Jude Law u.a. Rooney Mara und Channing Tatum) und "The Necessary Death of Charlie Countryman" mit Shia LaBeouf.

Drei Grandes Dames des französischen Films, Catherine Deneuve, Juliette Binoche und Isabelle Huppert geben sich die Ehre, in "Elle s'en va" von Emmanuelle Bercot, Bruno Dumonts "Camille Claudel 1915" und Guillaume Nicloux' "Die Nonne".

Der mit Berufsverbot belegte iranische Regisseur Jafar Panahi schickt "Closed Curtain", eine beklemmende Zustandsbeschreibung, und Danis Tanovic kehrt zurück mit der berührenden "Episode in the Life of an Iron Picker".

Außer Konkurrenz sind u.a. "Nachtzug nach Lissabon" und der Animations-Abenteuerspaß "Die Croods" zu sehen.

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In der Sektion Panorama sind die American Indies stark vertreten, z.B. mit Joseph Gordon-Levitts Regiedebüt "Don Jon's Addiction" mit Scarlett Johansson und "Lovelace" mit Amanda Seyfried. In den Sektionen Forum, Generation und Perspektive Deutsches Kino sind Entdeckungen zu machen, und als Berlinale-Special läuft u.a. die preisgekrönte Musical-Adaption "Les Misérables" mit Anne Hathaway, Hugh Jackman und Russell Crowe. Shia LaBeouf und Evan Rachel Wood lernen sich in Bukarest kennen und lieben in "The Necessary Death of Charlie Countryman" von Fredrik Bond.

Auf dem Roten Teppich könnte es eng werden, denn viele der Stars werden nicht nur auf den Festival-Leinwänden zu sehen sein, sondern in Berlin auch höchstpersönlich ihre Filme vorstellen. So drängeln sich Mads Mikkelsen und Juliette Binoche in der Hauptstadt, auch Channing Tatum und Amanda Seyfried geben sich die Ehre. Den Nachtzug nach Berlin nehmen außerdem Jeremy Irons, Mélanie Laurent, Catherine Deneuve, Hugh Jackman, Anne Hathaway, Nina Hoss, Martina Gedeck, August Diehl, Isabelle Huppert und Rupert Grint. Erwartet werden weiterhin Rooney Mara, Scarlett Johansson, Shia LaBeouf, Evan Rachel Wood und viele mehr.

In the Mood for Films: Wong Kar Wai ist Jury-Präsident

Der Chinese Wong Kar Wai gilt als einer der aufregendsten Regisseure der Welt. Er war bereits mit mehreren Filmen bei der Berlinale vertreten, eroberte mit "Happy Together", "In the Mood for Love", "2046" und "My Blueberry Nights" ein internationales Publikum. Sein Martial-Arts-Juwel "The Grandmaster" um den Lehrmeister von Bruce Lee eröffnet außer Konkurrenz das Festival.

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