Martin Lawrence

Martin Lawrence

Leben & Werk

Nichts bringt ihn aus der Ruhe. Dafür lässt er sein Gesicht umso deutlicher in jenen Verrenkungen der Mimik sprechen, mit denen es Jim Carrey zu unerreichter Meisterschaft brachte. Der schwarze Martin Lawrence gehört mit Chris Rock, Orlando Jones und Chris Tucker zu den erfolgreichsten Komikern der USA. Seine Vorliebe für Slapsticksituationen und Masken, fröhlichen Klamauk und unbeschwertes Grimassieren verbindet ihn mit seinem Vorbild Eddie Murphy, unterscheidet ihn gleichzeitig aber auch, da Murphy immer wieder (so als “Dr. Dolittle”) gemäßigtere Komik suchte.

Lawrence hat sich auf einen pausenlos derben Wortwitz und Kriminalkomödien spezialisiert, in deren Verlauf er meist als Kleingauner über sich hinauswächst und sich oftmals gleich mit dem ganzen Polizeiapparat anlegt. Seinen ersten großen Erfolg hatte er jedoch als Cop, der mit seinem Kollegen Will Smith in “Bad Boys – Harte Jungs” den Raub von beschlagnahmtem Herroin aufklären muss. Als Straßendieb entführte er dann in “Nix zu verlieren” Tim Robbins, als Polizist verkleidet begab er sich in “Der Diamantencop” auf die Suche nach einem versteckten Edelstein. Einen seiner größten Kassenerfolge feierte er mit “Big Mama’s Haus“, wo er als dicke schwarze Oma getarnt einem Gangster auflauert und dabei seine Liebe zur schönen Sherry (Nia Long) unterdrücken muss. In “Life – Lebenslänglich” lebt er an der Seite eines ebenfalls unschuldigen Häftlings (Eddie Murphy) über 65 Jahre in einem Knast, bis ihm die Flucht in die Freiheit gelingt, als gewiefter Meisterdieb liefert er sich in “Schlimmer geht’s immer” (2001) mit dem skrupellosen Unternehmer Max (Danny De Vito) einen verbissenen Krieg um einen Glücksring, den ihm Max gestohlen hat. Im gleichen Jahr landete er in “Ritter Jamal”, einer modernen Fassung von Mark Twains “A Connecticut Yankee at King Arthur’s Court”, als Ganove mitten im 14. Jahrhundert. Die Buddykomödie “National Security” (2003) sah ihn als Großmaul Ear zunächst von der Polizeiakademie fliegen und bei der titelgebenden Sicherheitsfirma anheuern, wo ihm bald darauf sein ehemaliger Kollege Hank (Steve Zahn) Gesellschaft leistet, an dessen Demission aus dem Polizeidienst Ear nicht ganz unschuldig ist. Mit der Fortsetzung “Bad Boys II” sah 2003 auch die explosive Wiedervereinigung von Lawrence mit Will Smith, in der beide dem gefährlichsten Drogenboss Miamis das Handwerk legen sollen.

Zwei Jahre später durfte er als Basketball-Coach Roy in “Volltreffer – Ein Supercoach greift durch” (2005) Teenies bändigen und im Animationsfilm “Jagdfieber” (2006) sprach er in der Originalfassung den domestizierten Grizzlybären Boog. John Whitesell steckte ihn auch in der Fortsetzungskomödie “Big Mama’s Haus 2” wieder in Frauenkleider – diesmal sollte der FBI-Agent als Kindermädchen im Haus eines Tatverdächtigen ermitteln. Als Biker Davis, der vor seiner dominanten Frau flieht, erlebte er im Roadmovie “Born to be wild – Saumäßig Unterwegs“, mit seinen Buddys (John Travolta, Tim Allen, William Macy) allerhand Turbulenzen.

Lawrence, der als Sänger im R&B-Bereich arbeitet und für das Comedy-Album “Takin Sh’t” einen Grammy gewann, wurde 1965 in Frankfurt am Main geboren, wuchs aber in der amerikanischen Provinz in Maryland auf. Er debütierte 1985 im Fernsehen und 1989 im Kino in Spike Lees “Do the Right Thing“, wo er als unerschütterlicher Pizzafan Cree in Danny Aiellos Pizzeria sitzt und ungerührt die explosiven Ereignissen im Viertel beobachtet. Martin Lawrence war in kurzer Ehe mit Patricia Southall verheiratet und hat eine Tochter.

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