Der wahre Meister des Obskuren kehrt zurück: David Cronenberg verfilmt den Roman "London Fields".
Das Buch von Martin Amis scheint wie geschaffen für David Cronenberg, kreist die Handlung darin doch um verschiedene Realitätsebenen, sexuelle Obsessionen und paranormale Phänomene: Eine übersinnlich begabte junge Frau, Natalie Six, wird von traumatischen Visionen geplagt, die sich allesamt wenig später bewahrheiten.
Schließlich sieht Natalie ihre eigene Ermordung voraus, kann den Täter jedoch nicht identifizieren. In einer Londoner Bar verwickelt sie bei einem Date zwei der für den Mord in Frage kommenden Männer in ein undurchsichtiges Psycho-Katz-und-Maus-Spiel.
Damit kehrt Cronenberg, der mit Filmen wie "Die Fliege", "Naked Lunch", "Crash" und "eXistenZ" zum Kultregisseur avancierte, nach zweieinhalb Jahren Pause wieder auf den Regie-Stuhl zurück.
Damit nicht genug: Cronenberg geht bei seinem Comeback auf Nummer sicher und fährt zweigleisig. Denn zeitgleich unterschrieb er einen Vertrag für die Comic-Adaption "A History of Violence".
Zuletzt inszenierte er 2002 mit Ralph Fiennes in der Hauptrolle den Independent-Film "Spider", der von den Kritikern zwar gefeiert wurde, in den USA aber floppte und nie in deutschen Kinos lief.