Die Kinolegende des 20. Jahrhunderts schlechthin, Koloss, Charakter, schauspielerisches Genie, laut "Life" einer der 100 einflussreichsten... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz10/z0510542/b150x150.jpg Marlon Brando

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Marlon Brando


  • Geburtstag
    03.04.1924
  • Geburtsort
    Omaha, Nebraska
  • gestorben
    01.07.2004

Die Kinolegende des 20. Jahrhunderts schlechthin, Koloss, Charakter, schauspielerisches Genie, laut "Life" einer der 100 einflussreichsten Amerikaner des Jahrhunderts. Marlon Brando (geb. 1924) hatte keine Vorbilder und beeinflusste Generationen: als Prolo mit dem nassen T-Shirt, der in den 50ern schockierte, oder als Pate, der jenes Angebot macht, das niemand ablehnen kann. Bewundert von Laurence Olivier und Bette Davis, gehasst von Frank Sinatra, öffentlich geohrfeigt von Ehefrau Anna Kashfi.

Brando war die Ikone des ungebändigten Nonkonformisten, zergrübelt, unbequem, Hochmut im Gesicht und die Fäuste in den Taschen. Als er 1947 die Theater- und Filmszene elektrisierend und explosiv betrat, wirkte er wie ein Revolutionär. Als Rebell und zorniger junger Mann fiel er durch eine absolut neue Darstellungsweise auf: wild, nervös, aggressiv, im ewigen Clinch mit den Dämonen des Unterbewusstseins und unberechenbar. Ohne den nuschelnden, sensiblen, aufsässigen, trotzigen und erotischen Ausßenseiter wären James Dean, Paul Newman, Robert de Niro, Al Pacino oder Harvey Keitel nicht denkbar gewesen.

Von 1950 bis 1955 übernahm Brando die Hauptrollen in acht Filmen, die allesamt Welterfolge wurden, sechs davon - u.a. "Endstation Sehnsucht", "Julius Caesar", "Der Wilde", "Die Faust im Nacken" - waren in jeder Hinsicht innovativ. Brandos Stanley Kowalski war ein provozierend viriler Triebtäter, sein Mark Anton ein moderner Machtpolitiker, sein Hafenarbeiter Terry Malloy ("I could have been great") das Großstadtkind voll Lebensgier. Für letzteren erhielt Brando 1954 den Oscar als Bester Hauptdarsteller, auf seinen zweiten musste er dann fast 20 Jahre warten: nach etlichen Misserfolgen, Skandalen und dem Erwerb eines Inselparadieses bei Tahiti gelang ihm als "Der Pate" 1972 eines der am meisten Aufsehen erregenden Comebacks der Filmgeschichte. Im gleichen Jahr präsentierte sich Brando als gebrochener, aber brutaler Liebhaber einer jungen Frau in Bernardo Bertoluccis "Der letzte Tango in Paris". Die plastische Darstellung von Sexualität brachte dem Film den zweifelhaften Ruhm eines Skandalfilms ein.

Neben eindrucksvollen Kurzauftritten, z.B. als der Dschungeldämon in "Apocalypse Now", engagierte sich Brando im Umweltschutz und für die Rechte der Indianer und gründete eine meeresbiologische Forschungsstätte. Seine letzten Filmrollen verwiesen stets auf die Legende Brando - sei es die Rolle des Gangsterbosses in "Freshman" oder in seinem letzten Film, "The Score", oder die des Psychiaters in "Don Juan de Marco", in dem seine verloren geglaubte Leidenschaft durch die Inspiration Johnny Depps, der sich für den größten Liebhaber aller Zeiten hält, wieder zum Leben erweckt wird.

Am 1. Juli 2004 starb Brando an Lungenversagen in einem Krankenhaus in Los Angeles, nachdem er kurz zuvor noch Interesse an einer Rolle in "Brando and Brando" bekundet hatte: In der britsch-französisch-tunesischen Koproduktion sollte er sich selbst spielen.

  • Geburtstag
    03.04.1924
  • Geburtsort
    Omaha, Nebraska
  • Geburtsland
    USA

Will Smith macht Twilight Konkurrenz

"Twilight" hat einen wahren Blutsauger-Boom ausgelöst. Auf den Geschmack gekommen möchte nun Will Smith in "The Legend Of Cain" seine Beißerchen in saftiges Menschenfleisch rammen.

Großansicht Will sich durch sein nächstes Projekt beißen: Will Smith (Foto: Kurt Krieger)

Will sich durch sein nächstes Projekt beißen: Will Smith (Foto: Kurt Krieger)

Dank der Vampirromanze "Twilight - Biss zum Morgengrauen" sind Blutsauger so hip wie lange nicht mehr. Den Hype um die nach Menschenblut lechzenden Halbwesen will nun auch Will Smith nicht tatenlos verstreichen lassen. Der Star aus "Men in Black" plant eine Neuinterpretation des Bruderzwists zwischen Kain und Abel aus der Bibel.

In der Gottesschrift steht geschrieben, dass Kain aus Neid seinen Bruder Abel erschlug. Gott verstieß daraufhin den Mörder und zeichnete ihn mit dem Kainsmal. Will Smith bedient sich für sein neues Projekt "The Legend Of Cain" bei der biblischen Geschichte, verpasst ihr jedoch einen aktuellen Touch.

Will Smith als besonders böser Beißer

"The Legend Of Cain" spielt im Reich der Vampire. Und Kain, gespielt von Will Smith, ist ein besonders bösartiger Beißer. Das Drehbuch liefern Caleeb Pinkett, der Bruder von Wills Gattin Jada Pinkett Smith, und Dan Knauf. Wann der Vampirthrill in die Kinos kommt, steht noch in den Sternen. Ein anderes angebliches Vorhaben des Ehepaars Will Smith/ Jada Pinkett Smith wird jedoch nicht umgesetzt: deren angebliches Broadway-Debüt. Gerüchte machten letzte Woche die Runde, die beiden würden nächstes Jahr Stanley und Stella Kowalski in der Wiederaufführung von Tennessee Williams Bühnenstück "Endstation Sehnsucht" am Broadway spielen.

Ein Sprecher des Ehepaars dementierte jedoch die Spekulationen. In den 40er Jahren hatten die damals unbekannten Marlon Brando und Jessica Tandy in dem Stück brilliert.

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