Deutscher Schauspieler und Autor. Einer der populärsten und profiliertesten deutschen Film-, Fernseh- und Bühnenschauspieler, der in seiner knapp... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max07/kuk07/kuk06/u0706032/b150x150.jpg Mario Adorf

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Mario Adorf


  • Geburtstag
    08.09.1930
  • Geburtsort
    Zürich

Deutscher Schauspieler und Autor. Einer der populärsten und profiliertesten deutschen Film-, Fernseh- und Bühnenschauspieler, der in seiner knapp 60-jährigen Karriere in rund 180 Filmproduktionen mitgewirkt hat. Mario Adorf ist einer der Charakterdarsteller und Star des europäischen Films. Mit zunehmendem Alter konnte er sich vom Image ewiger Finsterlinge, die er als "sympathische Schweine" bezeichnete, befreien, und vor Rollenangeboten kaum retten, avancierte vor allem in Fernseh-Mehrteilern zur Idealverkörperung lebenslustiger (Helmut Dietls Schickeria-Satire "Kir Royal") und grimmiger Unternehmer ("Der große Bellheim"), charakterfester Patriarchen, liebevoller Großväter und des Weihnachtsmanns ("Es ist ein Elch entsprungen"). Adorf begann die Filmkarriere in den 50er- und 60er-Jahren als ausgebuffter Gauner, verschmitzter Ganove und gnadenloser Mafioso, spielte in deutschen ("Der letzte Ritt nach Santa Cruz"; Santer in "Winnetou 1") und italienischen Western, gab ein Gastspiel in den USA (mexikanischer Sergeant in Sam Peckinpahs "Sierra Chariba"), arbeitete für den neuen deutschen Film (Vater von Oskar Matzerath im Oscar-Film "Die Blechtrommel", nach Günter Grass) und verkörperte Personen der Zeitgeschichte, so Mussolini in "Die Ermordung Matteottis". Adorf ist Autor von sechs Büchern mit Erzählungen ("Der Mäusetöter") und Anekdoten, und trat als Sänger im Solo-Programm "Al Dente" auf. 2005 nahm er seinen Abschied von der Bühne und wurde im Filmmuseum Düsseldorf mit einer Ausstellung geehrt.

Im Lauf seiner Karriere arbeitete Adorf mit namhaften Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder (Bauunternehmer in "Lola"), Billy Wilder ("Fedora"), Volker Schlöndorff (Kommissar in der Heinrich-Böll-Adaption "Die verlorene Ehre der Katharina Blum"), Claude Chabrol ("Stille Tage in Clichy"), Dieter Wedel ("Der Schattenmann") und Helmut Dietl (Restaurantbesitzer in "Rossini"). In seiner zeitweiligen Heimat Italien, wo er die Zeit des "La dolce vita" im boomenden Nachkriegs-Rom am eigenen Leib erlebte, wurde der mehrsprachige Schauspieler in Mafiafilmen von Damiano Damiani ("Gewalt - Die fünfte Macht im Staat"), Giallo-Krimis ("Der Tod trägt rotes Leder") und Italo-Western ("Amigos"; Sergio Corbuccis "Fahrt zur Hölle, ihr Halunken") zum Star.

Mario Adorf wurde 1930 in Mayen in der Eifel, wo er Ehrenbürger ist, als Sohn eines römischen Arztes und einer elsässischen Mutter geboren, die ihn nach der Trennung der Eltern aufzog. Er erlebte die "Reichskristallnacht" 1938, meldete sich 1945 als Kriegsfreiwilliger, boxte, studierte in Mainz und Zürich Psychologie und Theaterwissenschaften und begann seine Karriere auf der Studentenbühne. Er ergatterte einen begehrten Platz an der Otto-Falckenberg-Schule in München, bekam ein festes Engagement bei den Münchner Kammerspielen und war fortan auf dem Weg nach oben. Sein Filmdebüt gab er als Soldat in der "08/15"-Trilogie und erspielte sich 1957 als debiler Frauenmörder in "Nachts, wenn der Teufel kam" den Bundesfilmpreis, erste einer Reihe von Auszeichnungen, zu denen das Filmband in Gold, Bayerischer Filmpreis, Bambi, Ernst-Lubitsch-Preis, Goldene Kamera, Telestar, Goldene Henne, Carl-Zuckmayer-Medaille, Orden wider den tierischen Ernst, Karl-Valentin-Orden und das Große Bundesverdienstkreuz gehören.

Mario Adorf war in erster Ehe mit Schauspielerin Lis Verhoeven verheiratet, mit der er Tochter Stella (Schauspielerin) hat, ist seit 1985 in zweiter Ehe mit der französischen Fotografin Monique Fay verheiratet und lebt in der Nähe von St. Tropez. Er ist Ehrenmitglied des Fußballclubs Alemannia Aachen. (geh)

  • Geburtstag
    08.09.1930
  • Geburtsort
    Zürich
  • Geburtsland
    Schweiz

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Am 25. März erscheint die 15 Mio. Euro teure deutsche Zeichentrickadaption von "Till Eulenspiegel" auf VHS und DVD.

Großansicht Tanzt vielen auf der Nase herum: "Till Eulenspiegel"

Tanzt vielen auf der Nase herum: "Till Eulenspiegel"

Ein "kunterbuntes Abenteuer mit knuddeligen Figuren und Anarcho-Witz" - urteilte jüngst die Zeitschrift TV-Today - erscheint am 25. März auf DVD und VHS. Gemeint ist die 15 Mio. Euro teure deutsche Zeichentrickadaption "Till Eulenspiegel" vom Erfolgsproduzenten und Regisseur Eberhard Junkersdorf. Allein in den ersten sechs Wochen zog die Legende, die allen auf der Nase herumtanzt, mehr als 700.000 Zuschauer in die deutschen Kinos und war so über vier Wochen in den Top Ten der Kinocharts. Und die DVD hat noch einiges mehr in petto, denn neben dem 84-minütigen Hauptfilm, bei dem die Figuren von bekannten Schauspielern wie Mario Adorf, Veronica Ferres oder Christian Tramitz gesprochen werden, umfasst diese diverses Bonusmaterial. Neben nicht verwendeten Szenen, Kinotrailern und anderen Special Features bietet der digitale "Till Eulenspiegel" einen DVD-ROM Teil mit Malvorlagen zum Ausdrucken.


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