In die Filmgeschichte ging die Wienerin Maria Schell (1926 - 2005) als der populärste weibliche Star des deutschen Films der fünfziger Jahre ein.... - Foto: Kinowelt http://images.kino.de/flbilder/max04/auto04/auto48/04480115/b150x150.jpg Maria Schell

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Maria Schell


  • Bürgerlicher Name
    Margarethe Schell
  • Geburtstag
    15.01.1926
  • Geburtsort
    Wien
  • gestorben
    26.04.2005

In die Filmgeschichte ging die Wienerin Maria Schell (1926 - 2005) als der populärste weibliche Star des deutschen Films der fünfziger Jahre ein. Mit einem verklärten Lächeln, das von innen heraus zu strahlen schien, spielte sie engelhafte, zerbrechliche Frauen, die ihr den Kosenamen "Seelchen" einbrachten, weil sie sich der Tränen in ihren gefühlsbetonten Rollen nicht scheute. Mit O.W. Fischer bildete sie eins der Traumpaare der Zeit in Melodramen, Familienfilmen und Arztfilmen wie "Der träumende Mund", "Solange du da bist" oder "Das Riesenrad".

Strohblond und aufrichtig, zart und verletzbar, aber auch temperamentvoll und verführerisch, trat Maria Schell außer in deutschen Filmen in Hollywood auf: Sie legte in "Die Brüder Karamasow" einen feurigen Tanz hin, kämpfte als vitale Wäscherin "Gervaise" in Frankreich für ihre Rechte und wurde in Luchino Viscontis "Weiße Nächte" von Marcello Mastroianni umworben. Sie drehte Western unter der Regie von Anthony Mann ("Cimarron") und verliebte sich während der Dreharbeiten zu "Der Galgenbaum" in Filmpartner Gary Cooper, der sie "My Golden Swiss Baby" nannte.

Maria Schell besuchte die Schauspielschule in Zürich, trat in Wien und Salzburg auf dem Theater auf, spielte Fernsehrollen und fiel in Talkshows durch ihre rückhaltlose Offenheit fern eitler Selbstdarstellung auf, beschämte altkluge Moderatorinnen. Sie erhielt für ihre Arbeit in über 70 Filmen zahlreiche Auszeichnungen, wurde in Cannes 1954 für ihre Rolle der deutschen Truppenärztin in Helmut Käutners "Die letzte Brücke" und in Venedig 1957 für "Gervaise" als beste Schauspielerin geehrt. Sie gewann zahlreiche Bambis, den letzten 2002 als Ehrenpreis für ihr Lebenswerk, ebenso wie das Filmband in Gold 1977.

Maria Schell war mit dem Regieassistenten Horst Hächler und dem Regisseur Veit Relin verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat. Nach einem Selbstmordversuch zog sie sich in den letzten Jahren in die Einsamkeit ihres Bauernhofs in Kärnten zurück. Über diese Zeit, in der sie sich eine eigene Welt aufbaute, hat ihr Bruder Maximilian Schell 2002 mit "Meine Schwester Maria" ein von Verständnis, Respekt und Würde geprägtes dokumentarisches Porträt gedreht.

  • Bürgerlicher Name
    Margarethe Schell
  • Geburtstag
    15.01.1926
  • Geburtsort
    Wien
  • Geburtsland
    Österreich

Vier, die uns fehlen werden

Einige Schauspieler sorgten 2005 ein letztes Mal für Schlagzeilen. KINO.DE erinnert an vier große Persönlichkeiten.

Großansicht Pragmatischer Chefingenieur: James "Scotty" Doohan (Foto: UIP)

Pragmatischer Chefingenieur: James "Scotty" Doohan (Foto: UIP)

Was hätte man auf der "Enterprise" bloß ohne ihn getan? Und wem sonst wäre es gelungen, einen weltweiten Boom im Studiengang der Ingenieurswissenschaften auszulösen? James Doohan, alias "Scotty", dem dieses Kunststück gelang, wurde am 3. März 1920 in Vancouver geboren.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war Doohan als meistbeschäftigter Schauspieler Kanadas bekannt, in den 50er Jahren folgte er dann dem Ruf Hollywoods. Seine Vielseitigkeit und insbesondere sein Talent, ausländische Akzente zu imitieren, verhalfen ihm 1966 zu der Rolle, für die ihn einmal eine riesige Fangemeinde lieben sollte.

Als Chefingenieur Montgomery Scott in der TV-Serie "Star Trek" bewahrte James Doohan selbst in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf. Er flickte jedes Leck an der "Enterprise", und auch in Not geratene Crewmitglieder konnten sich auf ihn verlassen: Sie wurden mit seiner Hilfe meist im allerletzten Moment zurückgebeamt.

Großansicht Scotty brillierte als wichtiger Mann im Hintergrund (Foto: Paramount)

Scotty brillierte als wichtiger Mann im Hintergrund (Foto: Paramount)

Einmal Ingenieur, immer Ingenieur

Nach Abschluss der Serie jedoch hatte Doohan große Probleme, andere Rollen zu finden. Und so vertrieb sich der Kanadier seine Zeit als Redner an Universitäten und als Gast auf unzähligen "Star Trek"-Conventions.

Im Sommer 2004 erhielt James Doohan einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Die Zeremonie im Kreis der "Star-Trek"-Weggefährten ähnelte einer Abschiedsfeier, da sie zugleich der letzte öffentliche Auftritt des Schauspielers war, ehe er am 20. Juli 2005 verstarb. Im Dezember wird Scotty trotzdem noch einmal Aufsehen erregen: Dann nämlich wird seine Asche in einer Falcon-Rakete ins All geschossen - und somit der letzte Wille des Stars erfüllt.


Filmografie

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