Drei Beziehungen und viele Probleme. In Ralf Huettners neuestem Film "Reine Formsache" geht es aber vor allem um die Liebe. Im Gespräch mit KINO.DE erzählen Regisseur Huettner, Hauptdarsteller Christiane Paul und Marc Hosemann über die romantische Komödie.
Kurz vor der Scheidung entdecken Pola und Felix wieder ihre Gefühle für einander (Foto: Senator)
» Was war für Sie ausschlaggebend, das Projekt zu machen?
CHRISTIANE PAUL: Ich fand die Idee, eine deutsche romantische Komödie zu machen, einfach toll. Ich sehe romantische Komödien selber sehr gern und habe dabei deutsche Produktionen in den Kinos während der letzten Jahre vermisst. Wir haben mit "Reine Formsache" versucht, eine ernsthafte Geschichte über Beziehungen zu erzählen, die eben auch einen komödiantischen Teil hat.
MARC HOSEMANN: Mir hat das Casting sehr gefallen. Das Drehbuch ist ja eine ganz einfache Geschichte. Ich fand das angenehm. Ich spiele jetzt Theater und hatte einfach Lust einen Unterhaltungsfilm zu machen.
RALF HUETTNER: Das waren die Szenen zwischen Pola und Felix. Wie sie mit ihm umgeht, wie er lange "falsch" hinter ihr herläuft, bis er begreift, dass er alles nur schlimmer macht. Das waren im Buch die Momente, die mich gereizt haben, den Film zu machen.
» Wollten sie von Beginn an bestimmte Schauspieler für die Rollen?
HUETTNER: Ich hatte von Anfang an Christiane Paul und Marc Hosemann im Kopf. Ich schätze die beiden sehr. Mit Marc wollte ich schon früher zusammenarbeiten. Ich finde, dass die beiden ein ganz tolles Liebespaar abgeben, wie wir es schon lange nicht mehr im deutschen Kino gesehen haben.
» In welcher der drei Beziehungen haben Sie sich selbst wiedergefunden?
HUETTNER: Ich finde mich in allen drei Beziehungen ein bisschen wieder. So kenne ich bei Effi und Gustav die Gefahr, dass man sich auseinanderlebt und genauso kenne ich die Eifersucht bei Ada und Vito. Mir war es wichtig, all diese verschiedenen Aspekte zu haben, so findet sich jeder irgendwo wieder.
PAUL: Das ist schwierig. Zum Großteil schon in der Beziehung von Pola und Felix. Natürlich sind mir aber auch aufgrund meines Familienstands die Aspekte aus Gustavs und Effis Partnerschaft nicht fremd. Ich glaube, das Schöne an dem Film ist, dass der Zuschauer sich ein Paar aussuchen kann, mit dem er geht und in dem er sich vielleicht auch selbst widerspiegelt.
HOSEMANN: Ich habe mich eigentlich in keiner der Beziehungen so richtig wiedergefunden. Diese sind doch etwas klischeehaft und haben auch nichts mit mir zu tun. Aber dennoch ist "Reine Formsache" eine sehr ehrliche Liebesgeschichte.