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Mahershala Ali

Mahershala Ali

Leben & Werk

Der US-amerikanische Darsteller stand in „Crossing Jordan“ erstmals vor der Kamera und ist dank „House of Cards“ und seinem Auftritt in der „Tribute von Panem“-Reihe seit 2012 einem größeren Publikum bekannt. 2017 gewann er den Oscar als Bester Nebendarsteller für seine Darstellung in „Moonlight“.

Mahershala Ali: Anfänge und Religion

Der US-Amerikaner erblickte am 16.02.1974 in Oakland, Kalifornien das Licht der Welt. Sein Geburtsname ist Mahershalahashbaz Gilmore und er wurde von seinen Eltern, einer Priesterin und einem Schauspieler, im christlichen Glauben erzogen. Im Jahr 2000 konvertierte er zum islamischen Glauben und änderte seinen Nachnamen von Gilmore in Ali.

Nach einem Bachelor-Abschluss in Massenkommunikation wurde sein Interesse am Schauspiel beim Shakespeare Festival in Kalifornien geweckt. Das Master-Studium im Schauspiel absolvierte Mahershala Ali an den renommierten New Yorker Tisch School of Arts und stand bereits auf den Bühnen des Broadway. Sein erstes Engagement vor der Kamera war direkt eine Hauptrolle: In der ersten Staffel von „Crossing Jordan – Pathologin mit Herz“ (2001-2002) mimt Mahershala Ali den Rechtsmediziner Dr. Trey Sanders. Kurze Episodenauftritte in Serien wie „NYPD Blue“ oder „CSI“ folgten.

Mahershala Ali in „4400“ und „Benjamin Button“

Die kurzlebige Drama-Serie „Threat Matrix – Alarmstufe Rot“ (2003-2004) über die Homeland Security geht er auf die Jagd nach möglichen Terroristen. In der SciFi-Serie „4400 – Die Rückkehrer“ (2004-2007) ist Mahershala Ali als Teil der verschwundenen Personen zu sehen. Sein Charakter Richard Tyler kehrt nach über 50 Jahren scheinbar unverändert zurück und entwickelt über den Verlauf der vier Staffeln telekinetische Kräfte.

Im Oscar-prämierten Drama „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ (2008) wird er zum Adoptivvater des ungewöhnlichen Findelkindes, das verkehrt herum altert. Actionreich und gefährlich zugleich wird es für Mahershala Ali in der Neuauflage von „Predators“ (2010), als er ohne Erinnerung in einem tödlichen Dschungel landet. Längere Gastspiele hat er in der HBO-Serie „Treme“, in der es um die Folgen der Naturkatastrophe von Hurrikan Katrina geht, sowie in der Syfy-Serie „Alphas“.

Mahershala Ali in „House of Cards“ und „Tribute von Panem“

Mit Ryan Gosling buhlt er in „The Place beyond the Pines“ (2012) um die Gunst von Eva Mendes und zeigt sich im Verlauf des Dramas als verständnisvoller Vater. Einem größeren Publikum wurde Mahershala Ali in „House of Cards“ (2013-2016) bekannt. Dort mimt er den Lobbyisten Remy Danton, der für Frank Underwood gern als Mittel zum Zweck benutzt wird und sich in den Wirren der Politik von Washington von Mal zu Mal mit Skandalen konfrontiert sieht.

An der Seite von Jennifer Lawrence sieht man ihn im Abschluss der „Tribute von Panem“-Reihe in „Mockingjay“ Teil 1 (2014) und Teil 2 (2015) als Boggs – den Bodyguard für die gefährliche Mission zurück ins Capitol. Erneut für Netflix vor der Kamera mimt er in der Marvel-Serie „Luke Cage“ (2016) den Bösewicht Cornell „Cottonmouth“ Stokes, der den stählernen Powermann in nichts nachsteht und nach Macht dürstet. Das Biopic „Free States of Jones“ (2016) zeigt ihn an der Seite von Matthew McConaughey in den Fängen des Amerikanischen Bürgerkriegs.

Mahershala Ali: Aktuelle Filme

Gleich zu Beginn des Jahres 2017 sieht man ihn gleich zwei Mal in den deutschen Kinos. In „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ (2016) mimt er den Kriegsveteranen Jim Johnson, der in seine Heimat zurück kehrt und sich auf den ersten Blick in die Mathematikerin Katherine Goble (Taraji P. Henson) verliebt.

Das intensive Drama „Moonlight“ (2016) zeigt Mahershala Ali in der vielschichtigen Rolle des Juans – Drogendealer und Vaterfigur im Leben des leidgeplagten Chiron. Seine einfühlsame Darstellung beschert ihm nicht nur viel Kritikerlob, sondern auch seine erste Nominierung für den BAFTA und Golden Globe. Die Krönung folgt bei den Academy Awards am 26.02.2017: Mahershala Ali gewinnt für „Moonlight“ den Oscar als Bester Nebendarsteller und ist somit der erste muslimische Darsteller, dem diese Ehre zuteil wird. Weitere Auftritte folgen in „Roxanne Roxanne“ (2017) und der Realverfilmung des Manga „Alita: Battle Angel“ (2017) von Robert Rodriguez.

Mahershala Ali Privat

Mahershala Ali lernte seine spätere Frau Amatus-Sami Karim bereits während seiner College-Tage kennen. Am 22.02.2017 konnte das Paar ihren ersten Nachwuchs begrüßen: Ihre Tochter heißt Bari Najima. Sein vollständiger Geburtsname Maher-shala-hash-baz ist ebenso der Name eines Prophetenkindes im Alten Testament und besteht aus vier Wortzusammensetzungen. Aus dem hebräischen übersetzt bedeutet es entweder: „Es eilt die Beute“ oder „Eile zur Beute.“ Den kürzeren Rufnamen Mahershala Ali nutzt er seit 2010.

Neben der Schauspielkarriere war er lange Zeit unter dem Künstlernamen Prince Ali erfolgreich als Rapper tätig. 2007 veröffentlichte er das Album „Curb Side Service“. Zugunsten seiner Filmkarriere hat er sein Album jedoch nie auf großer Tournee beworben. Auf sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook oder Instagram sucht man ihn vergebens.

Mahershala Ali Auszeichnungen

Oscar

2017 – Auszeichnung als Bester Nebendarsteller – Moonlight

Golden Globe

2017 – Nominierung als Bester Nebendarsteller in einem Film – Moonlight

BAFTA

2017 – Nominierung als Bester Nebendarsteller – Moonlight

Emmy Awards

2016 – Nominierung als Bester Gastdarsteller in einer Drama-Serie – House of Cards

Bilder

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