Sie ließ unter Anleitung von Whoopi Goldberg die Nonnen tanzen ("Sister Act") und trank als vornehm aufdringliche englische Lady an des Diktators Tisch "Tee mit Mussolini". Sie reiste als leicht neurotische Anstandsdame mit Helena Bonham-Carter in "Zimmer mit Aussicht" nach Florenz und als weltmännische Tante Augusta in George Cukors "Reisen mit meiner Tante" (Oscar-Nominierung) durch die ganze Welt.
Maggie Smith (geb. 1934) ist eine bekannte britische Bühnenschauspielerin, die 1958 im Film debütierte und 1965 erstmals als Desdemona in einer Filmversion von "Othello", die eigentlich eine Aufzeichnung der Theateraufführung war, für den Oscar nominiert wurde, den sie 1969 für ihre verklemmt-spröde Lehrerin in "Die besten Jahre der Miss Jean Brodie" gewann. Sie trat als verschrobene Lady häufig in Ensemblefilmen ("Eine Leiche zum Dessert", "Tod auf dem Nil", "Gosford Park") auf und bot als alte, alkoholkranke irische Jungfer, die sich von einem Heim zum nächsten schleppt, in "Die große Sehnsucht der Judith Hearne" eine eindrucksvolle Leistung. In ihrer Darstellung vereinen sich bei aller Strenge und unterdrückten Neurosen Komik und Tragik. Eine komische Rolle hatte die 1990 geadelte Dame Maggie Smith 1968 an der Seite von Peter Ustinov in "Das Millionending", wo die beiden mit einem Computer einen Konzern erleichtern.
Wenngleich Smith verkündete, dass man, wenn man in das Großmutter-Alter komme, Glück haben müsse, überhaupt noch eine Rolle zu bekommen, braucht sie sich über mangelnde Beschäftigung nicht zu beklagen, spielte sie doch in den bislang vier Harry-Potter-Filmen seit 2001 die Professorin Minerva McGonagall. Darüber hinaus war sie in "Der Duft von Lavendel" gemeinsam mit einer weiteren britischen Schauspielerinnenlegende, Judie Dench, als resolutes Schwesternpaar zu sehen, dass 1936 an der Küste von Cornwall einen jungen polnischen Schiffbrüchigen (Daniel Brühl) aufnimmt.
1991 erhielt Smith den (deutschen) Shakespeare-Preis für ihre Leistungen um das Theater und ihre Vielseitigkeit.
Diesel mag Dench In seinen Filmen tritt er eher rüpelhaft auf. Schnelle Autos und knackige Mädels gehören bei ihm dazu. Und doch beweist Action-Star Vin Diesel Stil und Geschmack.
Vin Diesel geht gerne
ins Theater
Er verehrt nämlich Dame Judi Dench. Und zwar so sehr, dass er nichts unversucht lässt, um sie auf der Bühne zu sehen.
Dieses Vergnügen wurde ihm jedoch fast verwehrt. Als er sich in London das Theaterstück "The Breath of Life" mit Judi Dench und Maggie Smith in den Hauptrollen ansehen wollte, wurde ihm die übliche VIP-Vorzugsbehandlung verwehrt. Ein amerikanischer Star gehört eben nicht automatisch auch zur britischen Prominenz.
Dann wollte er sich durch den Bühneneingang Zugang verschaffen. Dort wurde er jedoch auf die englische Art zurechtgewiesen: "Nicht einmal Queen Elizabeth persönlich kommt hier herein, wenn sie nicht auf der Bühne steht", lautete die Absage des Pförtners.
Überraschenderweise reagierte der "xXx"- Held sehr gelassen und sah sich die Inszenierung wie alle anderen Normalbürger vom Parkett aus an. Trotzdem hat er es so sehr genossen, dass er der Schauspielerin anschließend einen Blumenstrauß in die Garderobe schickte.
Starker Auftritt!