Ludivine Sagnier

Ludivine Sagnier

Leben & Werk

Mit ihrem Schmollmund, den wilden blonden Locken, verträumten Augen und der Traumfigur gehört die blonde Schauspielerin Ludivine Sagnier zu den gefeierten Stars des französischen Films und gilt wegen ihrer Ungezwungenheit in Szenen, in denen sie unbekleidet auftritt, als neue sexy B.B. Galliens. Sagniers Sinnlichkeit speist sich aus dem reizvollen Kontrast scheuer Bewegungen mit ungehemmt herausforderndem Verhalten Männern gegenüber, speziell älteren, und ihrer rauchigen erotischen Stimme.

1979 geboren, war Sagnier in Kurzfilmen, für die sie Auszeichnungen erhielt, und in Nebenrollen in Filmen wie “Rembrandt” (mit brauner Perücke als eines der Modelle des Malers) zu sehen und dem Regisseur François Ozon aufgefallen, in dessen drei folgenden Filmen sie ihren internationalen Durchbruch erlangte. In Ozons “Tropfen auf heiße Steine” ist sie die Ex-Freundin des älteren Geschäftsmannes Leopold (Bernard Giraudeau); auf der Berlinale 2000 erhielt das Darstellerquartett des Films rauschenden Beifall für eine Szene, in der die Vier (Ludivine nur mit BH und Slip) plötzlich und unerwartet zur Musik von “Tanze Samba mit mir” aus ihrer Dialog-Szene in einen Tanz ausbrechen. In Ozons Mystery-Musical “8 Frauen” gehörte Sagnier zum Ensemble der acht französischen Diven als eine der beiden Töchter von Gaby (Catherine Deneuve), die als quirliges Nesthäkchen den Jeans-Kontrast zu ihrer eleganten Chanel-Schwester (Virginie Ledoyen) setzt. Sozusagen die “achte Frau” Ozons, wurde Sagnier an der Seite von Charlotte Rampling 2003 in Cannes für “Swimming Pool” gefeiert, wo sie als leichtlebige Tochter eines englischen Verlegers Rampling als Krimi-Autorin durch ihre Sex-Eskapaden am Pool, ihre aufreizende Nacktheit und ihr Tagebuch irritiert. Im Verlauf des Films wird zunehmend unklar, ob sie tatsächlich existiert oder nur der kreativen Phantasie der Schriftstellerin entsprungen ist.

Ebenfalls in Cannes stellte Sagnier Claude Millers “La petite Lili” vor, eine moderne Adaption von Anton Tschechows Stück “Die Möwe”, wo sie sich als Unschuld vom Lande mit einem älteren Produzenten (Bernard Giraudeau) einlässt, ihm nach Paris folgt, eine erfolgreiche Schauspielerin wird und ihrer inzwischen verheirateten Jugendliebe in einem Filmstudio wieder begegnet. Als Fee Tinkerbell verschönt sie die in Australien entstandene Verfilmung des Kinderbuchklassikers “Peter Pan” unter der Regie von P.J. Hogan.

Die Romy-Schneider-Preisträgerin lernte 2002 ihren Schauspielkollegen Nicolas Duvauchelle kennen. 2005 wurde sie Mutter der gemeinsamen Tochter Bonnie. Ein Jahr später sah man sie schon wieder auf der Leinwand. Im Episodenfilm “Paris, je t’aime” stand sie für Regisseur Alfonso Cuarón am Set. Sie spielte die Helene in “La Californie” von Jacques Fieschi und arbeitete als Wetterfee Gabrielle in Claude Chabrols dramatischen Thriller “Die zweigeteilte Frau“. Nach einer leidenschaftlichen Affäre mit einem Autoren, verlässt sie dieser und Gabrielle tröstet sich mit dem reichen Erben Paul (Benoît Magimel), der zu heftigen Eifersuchtsattacken neigt. Nach der gleichnamigen Buchvorlage von Philippe Grimbert inszenierte Claude Miller “Das Geheimnis”, worin sie als Hannah Licht in die verheimlichte jüdische Vergangenheit des Protagonisten wirft. In “Chanson der Liebe” lässt sich das Paar Ismaël und Julie (Sagnier) auf eine Dreierbeziehung ein.

Sagnier, die Urlaub auf dem Lande und Segeln liebt, über ihren Beruf, den sie schon mal mit Prostitution (“man liefert sich den Wünschen des Regisseurs aus”) vergleicht: “Das Beste ist die Möglichkeit, jemand anders sein zu können. Das Schlimmste ist die Unmöglichkeit, man selbst sein zu dürfen.”

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