Sie ist die Schönheit schlechthin. Nicht nur der tapfere Aragorn liegt der von Liv Tyler mit wahrer Vollkommenheit verkörperten Elbenkriegerin Arwen in Peter Jacksons spektakulärer Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Fantasy-Klassiker "Der Herr der Ringe" zu Füßen, deren ersten Oscar-gekrönten Teil "Die Gefährten" in Deutschland bereits über 10 Millionen Besucher sahen. In den Teilen 2 - "Die Zwei Türme" - und 3 - "Die Rückkehr der Könige" - steht Liv Tyler 2002 und 2003 erneut als mutige Gefährtin Hobbit Frodo zur Seite.
Die grünäugige und 1,80 Meter große Liv Tyler, geboren 1977, erfuhr von ihrer Mutter Bebe Buell, einem ehemaligen Playmate und Rock-Groupie der 70er, erst mit neun Jahren, dass ihr richtiger Vater Steve Tyler, der Frontman der Gruppe Aerosmith, ist. Dessen Drogenprobleme hatten dazu geführt, dass Mama stets Freund Todd Rundgren als Livs Dad ausgegeben hatte.
Liv besserte ihr Taschengeld mit Modeln auf, fand sich auf dem Cover von "Interview" wieder, wurde und wird von der Mutter gemanagt und fiel an der Seite von Alicia Silverstone auf, als sie im Aerosmith-Musikvideo "Crazy" kichernd und turtelnd herumturnte. Was ihr Entdecker Bertolucci "intuitive Selbstsicherheit" nennt, war bereits in "Stummer Schrei" (1995) ersichtlich. Hier spielte das "Schneewittchen mit Sex-Appeal" eine sensible junge Frau, die den neunjährigen Bruder vor der Umwelt und der Psychiatrie schützen will und lange erfolgreich verbergen kann, dass sie ihre Eltern, die sie jahrelang missbrauchten, getötet hat. Schauspieltipps bekam sie damals von Kollege Richard Dreyfuss - Liv Tyler hat nie eine Schauspielschule besucht.
1996 brachte sie insbesondere männliche Zuschauer in Bernardo Bertoluccis Toskana-Panorama "Stealing Beauty - Gefühl und Verführung" mit jeder Bewegung um den Verstand - vom Flanieren durch den Olivenhain bis zum selbstvergessenen Tanz mit dem Walkman, bei dem die Kamera genüsslich ihren Körper streichelt. In "Liebeshungrig" wird sie als Kellnerin angehimmelt, in "Das Empire-Team" will sie sich von einem Rock-Star verführen lassen, flüchtet aber vor dessen zynischer Attitüde, in "That Thing You Do!", dem Regie-Debüt von Tom Hanks, war sie die Freundin des Lead-Sängers der Gruppe The Wonders, in "Inventing the Abbots" eine der Töchter einer reichen Südstaatenfamilie, die aus Standesgründen auf ihre große Liebe verzichten muss. Ihre Szenen in Oliver Stones "U-Turn" wurden geschnitten, und in "Armageddon" war sie als Freundin von Ben Affleck und Tochter von Bruce Willis der Hoffnungsschimmer für die Space Cowboys und ging mittelbar in Britney Spears' kombinierte Armageddon-Titanic-Parodie im Musikvideo "Oops, I did it Again" ein.
Für Robert Altman stand Liv Tyler in "Cookie's Fortune" als im Wohnwagen von der Familie getrennt lebende Southern Beauty, die einem Sheriff den Kopf verdreht, vor der Kamera und in "Dr. T & the Women" als lesbische Freundin von Richard Geres Tochter Kate Hudson. In Kostümfilmen wie "Plunkett & McLeane" und der Puschkin-Verfilmung "Onegin" von Martha Fiennes kam ihre romantische Seite zur Geltung und in "Eine Nacht bei McCool's" verdrehte sie gleich drei Männern und einem auf sie angesetzten komischen Killer (Michael Douglas) den Kopf und machte Paul Reiser verrückt nach mehr, indem sie an seinem Ohr leckt.
In "Lonesome Jim" spielte sie die Krankenschwester Anika, in die sich der Hauptprotagonist Jim (Casey Affleck) verliebt. Steve Buscemis Komödie voller Zwischentöne wurde 2005 für den Großen Jurypreis des Sundance Film Festivals nominiert. Zwei Jahre Später war Tyler in der Tragikomödie "Die Liebe in mir" als attraktive Psychiaterin Angela zu erleben, die versucht, den traumatisierten Außenseiter Alan (Adam Sandler) aus seinem Schneckenhaus zu befreien. Mike Binders Film über Trauerbewältigung nach den Schrecken des Terrorangriffs vom 11. September überraschte und überzeugte gleichermaßen.
Mit ihrem Mann Roy Langdon hat sie einen Sohn, der 2004 geboren wurde.
Hobbit-Elbin Tauriel ist die neue Arwen
Erste Details zur schönen Hobbit-Elbin…
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Evangline Lilly ist in den "Hobbit"-Filmen als Elbin Tauriel zu sehen und beerbt damit Arwen-Darstellerin Liv Tyler aus der "Herr der Ringe"-Trilogie (Foto: Kurt Krieger, Warner)
In der "Herr der Ringe"-Trilogie war Liv Tyler als Arwen Abendstern einer der schönsten Hingucker von ganz Mittelerde. Diesen Part übernimmt in der Verfilmung der Vorgeschichte "Der Hobbit" nun Evangeline Lilly.
Die attraktive Schauspielerin aus dem Serien-Hit "Lost" hat mit "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" und "Real Steel" erste Erfolge im Kino gefeiert und darf in Peter Jacksons beiden Tolkien-Filmen als Elbin Tauriel den Düsterwald verschönern. Nun hat sie erstmals Details über ihre Rolle verraten, die - wie damals auch die der Arwen - in J.R.R. Tolkiens Roman eigentlich gar nicht vorkommt:
"Sie ist eine Kriegerin, die Anführerin der Elbengarde, die ganz große Nummer in der Armee", erklärt Evangeline Lilly. "Sie kann mit jeder Art von Waffe umgehen, besonders mit dem Bogen und zwei Dolchen. Damit ist sie absolut tödlich. Ihr will man definitiv nicht allein in einer dunklen Gasse begegnen."
Anders als Arwen ist Tauriel also eine echte Kämpferin und nicht nur eine passive Lichtgestalt, die Männern im Kampf nur den Geist stärkt. Ihr Name bedeutet "Tochter des Waldes".
Eine Romanze zwischen Tauriel und Legolas (Orlando Bloom) - der trotz seines Fehlens in den Hobbit-Romanen ebenfalls für die Filme reaktiviert wurde - in den Hainen des Düsterwaldes, wie von einigen Fans spekuliert wurde, hat Peter Jackson übrigens kategorisch ausgeschlossen. Schließlich ist Tauriel, wie von Evangeline Lilly geschildert, vornehmlich eine Kämpferin.
Elben, Zwerge & Menschen vs. Orks & Warge: Jackson dreht die Schlacht der fünf Heere
Eine besondere Rolle scheint Tauriel daher in der Schlacht der fünf Heere zu spielen, in der sich Elben, Menschen und Zwerge gegen Orks und Warge verbünden. Das geschieht allerdings erst, nachdem Bilbo (Martin Freeman), Gandalf (Ian McKellen) und die 13 Zwerge um Anführer Thorin Eichenschild (Richard Armitage) zum Drachen Smaug im Einsamen Berg aufgebrochen sind, und Bilbo zum ersten Mal Gollum (Andy Serkis) begegnet ist, und ihm den Einen Ring abgenommen hat. Daher hat Peter Jackson die Schlacht der Fünf Heere auch in den zweiten seiner beiden Filme gelegt. Entsprechend erklärt Evangeline Lilly:
"Im ersten Film hat Tauriel eher wenige Szenen, sie tritt erst gegen Ende des ersten Films auf und spielt dann auch nur eine kleine Rolle. Im zweiten Film wird sie dann deutlich wichtiger, obwohl sich das auch erst im Verlauf der Dreharbeiten so entwickelt hat. Im Drehbuch las sich das Ganze wesentlich bescheidener, nun wird doch einiges von mir verlangt. Das macht großen Spaß, bedeutet aber auch ein wenig mehr Druck."
So musste die Darstellerin intensive Trainingsstunden nehmen, unter anderem im Bogenschießen und Fechten. Wie genau die Schlacht der fünf Heere, das Action-Highlight der Hobbit-Filme, dann abläuft, konnte Lilly aber trotzdem noch nicht enthüllen:
"Das weiß ich noch nicht, weil wir diese Sequenzen noch nicht gefilmt haben. Ich muss erst wieder zurück nach Neuseeland, wo weitere fünf Monate Dreharbeiten anstehen…"
Das Ergebnis gibt's dann am 13.12.2013 im Kino zu sehen, wenn der zweite Hobbit-Film "Der Hobbit - Hin und zurück" startet. Der ersten Teil "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" kommt sogar schon am 13. Dezember dieses Jahr ins Kino!