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Lisa Kudrow

Lisa Kudrow

Leben & Werk

Patent, sympathisch mit Naivitätsgarantie und Rachepotenzial, Aschenbrödel mit der Qualität einer Stehauffrau und liebenswerter Kumpel, steht Lisa Kudrow in der Tradition der klassischen Blondine und bildet mit den Generationskolleginnen Sarah Jessica Parker, Jenna Elfman, Mira Sorvino, Uma Thurman und Jennifer Aniston die Phalanx jener Frauen, bei denen die Lebensfreude über die Möglichkeit zu versagen triumphiert.

Ob ihre Michele in “Romy und Michele” den alten Highschool-Freundinnen eins auswischen kann, ob sie als Frau von Billy Crystal den krisengeplagten Paten Robert De Niro ertragen muss (“Reine Nervensache”) oder ob sie als zweitklassiger TV-Soap-Star in “Aufgelegt!” daran verzweifelt, dass sie keiner auf der Straße erkennt und ihr Bernhardiner krank ist: Stets siegen bei Lisa Kudrow der unerschütterliche Optimismus und Pragmatismus über Zwist und Niederlagen, die zu registrieren sie strikt ablehnt. Nur so kann sie das gescheiterte Date mit Muttersöhnchen Albert Brooks in “Mother” überstehen und überleben, dass sie, Toni Collette, Parker Posey und Alanna Urbach als Aushilfskräfte in einem Büro für Diebinnen gehalten werden (“Clockwatchers“). Kein Wunder, dass sie in Nora Ephrons “Lucky Numbers” als hemmungslos amoralisches Lotto-Girl Crystal mit dabei ist, als Wetterfrosch John Travolta die Staatslotterie manipuliert und immer mehr Leute ihren Anteil am Jackpot fordern.

Lisa Kudrow wurde 1963 in Encino, Kalifornien, geboren, schloss das Vassar College mit einem Diplom in Biologie ab und plante, mit ihrem Vater, einer weltbekannten Arzt-Koryphäe, zu arbeiten. Doch das Engagement bei der Improvisationstheatertruppe “The Groundlings” führte nach dem Zureden von Komödiant Jon Lovitz, einem Freund ihres Bruders, zum Fernsehen, wo sie als New Yorker Stadtneurotikerin Phoebe in der Serie “Friends” und als leicht verrückte Kellnerin Ursula in der Serie “Verrückt nach Dir” Karriere machte. Für ihre Rolle der verbitterten Highschool-Lehrerin Lucia, die sich vor Sex ekelt, aber wider Erwarten nicht zur alten Jungfer mutiert, sondern durch eine Beziehung aufblüht, wurde Lisa Kudrow in “The Opposite of Sex” 1998 mit dem New Yorker Filmkritikerpreis als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Regisseur und Drehbuchautor Don Roos war es auch, der die Rolle der Mamie Toll in “Happy Endings” 2005 extra auf Lisa Kudrow zuschnitt, da er sie unbedingt im Set haben wollte. Zwei Jahre später, in “P.S. Ich liebe Dich“, spielt sie die Freundin der Hauptdarstellerin Hilary Swank, deren Mann stirbt und 12 Briefe mit Aufgaben hinterlässt.

Lisa Kudrow wurde bisher sechs Mal für den Emmy nominiert; einmal durfte sie den bedeutendsten Fernsehpreis der USA für die Rolle der eigensinnigen Phöbe Buffay in “Friends” auch in Empfang nehmen.

Michel Stern ist seit 1995 ihr Mann, mit dem sie einen gemeinsamen Sohn, den 1998 geborenen Julian Murray, hat.

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