Leonardo DiCaprio

Leonardo DiCaprio

Leben & Werk

Der US-amerikanische Schauspieler spielte sich mit “Gilbert Grape” oder “Titanic” in die erste Riege Hollywoods. Seitdem ist er dort nicht mehr weg zu denken und brilliert in Filmen wie “Aviator”, “Django Unchained”, “Wolf of Wall Street” oder “The Revenant”.

Leonardo DiCaprio: Leben und Karrierebeginn

Leonardo DiCaprio wurde am 11. November 1974 in Hollywood geboren. Seine Eltern trennten sich schon 1975, weshalb er nur mit seiner Mutter Irmelin aufwuchs, einer deutschen Einwanderin. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte DiCaprio bei seinen Großeltern in Deutschland, weshalb er auch heute noch ein wenig deutsch spricht. Schon als Kind begann DiCaprio mit Auftritten in Werbespots und begann seine Karriere in der Fernsehserie „Eine Wahnsinnsfamilie“, welche jedoch nach einer Staffel abgesetzt wurde.

Im Scifi-Horror „Critters 3“ gab er 1991 sein Filmdebüt und machte sich in der Sitcom „Unser lautes Heim“ in einer wiederkehrenden Rolle einen Namen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde er für den Young Artist Award als Bester Jungdarsteller in einer Fernsehserie nominiert.

Erste Oscar-Nominierung für „Gilbert Grape“ und Weltruhm mit „Titanic“

1993 begann endgültig der Erfolgszug von Leonardo DiCaprio. In „This Boy’s Life“ spielte er den Stiefsohn eines gewalttätigen Robert De Niros, während er in „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ den geistig behinderten Bruder von Johnny Depp spielt. Diese Rolle bescherte ihm seine erste Oscar-Nominierung mit nur 20 Jahren. Im Biopic „Jim Carroll – In den Straßen von New York“ (1995) spielt er den Titelhelden im Drogenrausch, während er im Drama „Marvins Töchter“ (1996) als Sohn von Meryl Streep erneut Kritikerlob einheimst.

Mit seinen kommenden Filmen wurde er zum Teenie-Idol und weltweit gefeierten Superstar. In Baz Luhrmanns moderner Adaption von „William Shakespeares Romeo + Julia“ (1996) verliebt er sich als tragischer Romeo in Claire Danes. Im Welterfolg von James Camerons Nacherzählung des „Titanic“ (1997) Unglücks von 1912 erlebt Leonardo DiCaprio als mittelloser Jack Dawson die letzten Tage des Luxusdampfers hautnah. Zusammen mit Filmpartnerin Kate Winslet werden beide Darsteller nicht nur fortan in der ersten Riege der Hollywoods geführt, sondern entwickeln über die Jahre eine enge Freundschaft, die bis heute anhält. In einer Doppelrolle als Sonnenkönig Louis XIV. und „Der Mann in der eisernen Maske“ (1998) erobert Leonardo DiCaprio erneut die Herzen seiner weiblichen Fans.

Zusammenarbeit mit Martin Scorsese: Von „Gangs of New York“ über „Aviator“ hin zu „Departed“

Nach dem mäßigen Erfolg mit “The Beach” (2000) landete Leonardo DiCaprio seit dem Jahr 2002 einen erfolgreichen Film nach dem anderen. Zunächst sieht man ihn im Katz-und-Maus-Spiel gegen Tom Hanks in „Catch Me If You Can“ (2002), während er in „Gangs of New York“ (2002) erstmals mit einem seiner großen Idole arbeiten kann: Martin Scorsese. Die Arbeit mit dem Regisseur bestimmt Leonardos Karriere maßgeblich. In „Aviator“ (2004) zeichnet er unter Scorsese den Lebensweg von Flugpionier Howard Hughes nach und erhält dafür einen Golden Globe und seine zweite Oscar-Nominierung.

Erneut für Scorsese vor der Kamera sieht man ihn im Mafia-Epos „Departed – Unter Feinden“ (2006) als verdeckten Ermittler Billy Costagan im Katz und Maus Spiel gegen Jack Nicholson und Mark Wahlberg. Für das Drogenschmuggler-Drama „Blood Diamond“ (2006) überzeugt er erneut seine Kritiker von sich und wurde im Zuge dessen zum dritten Mal für den Oscar nominiert. Im Spionagethriller von Ridley Scott wird er zu „Der Mann, der niemals lebte“ (2008) und durchlebt mit Kate Winslet im Ehedrama die „Zeiten des Aufruhrs“ (2008) eine Liebeskrise.

Blockbuster in 2010er: „Inception“ und „Django Unchained“

Seine nächsten Filmen werden mysteriös und Grenzen erweiternd. In seiner nunmehr vierten Zusammenarbeit mit Martin Scorsese begibt er sich auf die Suche nach einem verschwundenen Häftling in „Shutter Island“ (2010). In Christopher Nolans bildgewaltigen SciFi-Blockbuster „Inception“ leitet er eine Gruppe von Spezialisten an, deren Aufgabe darin besteht eine Idee im Unterbewusstsein eines Geschäftsführers einzupflanzen. Für das Biopic „J. Edgar“ (2011) spielt er den Gründer des FBIs und erhält dafür eine Golden Globe Nominierung.

In Quentin Tarantinos Abrechnung mit der Sklaverei „Django Unchained“ (2012) fährt Leonardo DiCaprio zur Höchstform auf. Als sadistischer Plantagenbesitzer Calvin Candie wird er zum erklärten Ziel der Helden um Django (Jamie Foxx) und Dr. King Schultz (Christoph Waltz) und implementiert sogar eine Handverletzung in sein Schauspiel. Erneut für Baz Luhrmann tritt er in der opulenten Buchverfilmung „Der Große Gatsby“ (2013) als gleichnamiger Lebemann in den 1920ern in Erscheinung.

Leonardo DiCaprios Oscar für „The Revenant“

Für sein fünftes gemeinsames Projekt mit Martin Scorsese tritt er als „The Wolf of Wall Street“ (2013) alias Jordan Belfort auf. Die Lebensgeschichte des Börsenmaklers und Geldwäschers wurde nicht nur zu einem der erfolgreichsten Projekte Scorseses und DiCaprios sondern bescherte dem Hollywood-Star seine vierte Oscar-Nominierung als Schauspieler. Erstmals wurde er auch als Produzent für einen Oscar nominiert.

Sein nächster Film „The Revenant – Der Rückkehrer“ wurde für Leonardo DiCaprio zum lang herbei gesehnten Film, der dem vermeintlichen Oscar-Fluch endlich ein Ende setzen sollte. Im Überlebensepos von Alejandro González Iñárritu muss Leonardo DiCaprio unerträgliche Qualen erleiden und auf durch seine unbändigen Rachedurst am Leben erhalten. Nicht nur musste DiCaprio – ein erklärter Vegetarier – rohes Bisonfleisch und rohen Fisch essen, sondern sich monatelang dem Schnee hinterherreisen. Für seine Darstellung des Hugh Glass wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und erhielt nicht nur den Golden Globe und seinen ersten BAFTA Award, sondern auch den von Fans und Kritikern lang ersehnten ersten Oscar.

In Leonardo DiCaprios nächsten Film wird er erneut mit Martin Scorsese zusammen arbeiten und die Krimigeschichte „The Devil in the White City“ auf die große Leinwand zu bringen.

Leonardo DiCaprio privat

Das Privatleben des Hollywoodstars ist immer wieder Gegenstand von Berichterstattung. Besonders seine romantischen Beziehungen zu Supermodels wie Gisele Bündchen, Bar Refaeli, Kelly Rohrbach oder der Hamburgerin Toni Garn, aber auch zu Schauspielkolleginnen wie Blake Lively, waren stets von großem medialen Interesse.

Neben seiner Tätigkeit als Filmschaffender engagiert er sich leidenschaftlich für den Klima- und Umweltschutz und lebt als Vegetarier. Man findet Leonardo DiCaprio auf Twitter, Instagram und Facebook.

Leonardo DiCaprio Auszeichnungen

Oscar

  • 2016 Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller – „The Revenant – Der Rückkehrer“
  • 2014 Nominierung als Bester Hauptdarsteller – „The Wolf of Wall Street“
  • 2014 Nominierung für Bester Film (als Produzent) – „The Wolf of Wall Street“
  • 2007 Nominierung als Bester Hauptdarsteller – „Blood Diamond“
  • 2005 Nominierung als Bester Hauptdarsteller – „Aviator“
  • 1994 Nominierung als Bester Nebendarsteller – „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“

Golden Globe

  • 2016 Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller (Drama) – „The Revenant – Der Rückkehrer“
  • 2014 Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller (Komödie/Musical) – „The Wolf of Wall Street“
  • 2013 Nominierung als Bester Nebendarsteller in einem Film – „Django Unchained“
  • 2012 Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Drama) – „J. Edgar“
  • 2009 Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Drama) – „Zeiten des Aufruhrs“
  • 2007 Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Drama) – „Blood Diamond“
  • 2007 Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Drama) – „Departed – Unter Feinden“
  • 2005 Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller (Drama) – „Aviator“
  • 2003 Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Drama) – „Catch Me If You Can“
  • 1998 Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Drama) – „Titanic“

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