Als einer der besten "tough guys" aller Zeiten war der auf Schurkenrollen, Brutalos, Gangster und Soldaten spezialisierte Lee Marvin (1924 - 1987)... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max00/mbiz00/mbiz08/z0008415/b150x150.jpg Lee Marvin

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Lee Marvin


  • Geburtstag
    19.02.1924
  • Geburtsort
    New York
  • gestorben
    29.08.1987

Als einer der besten "tough guys" aller Zeiten war der auf Schurkenrollen, Brutalos, Gangster und Soldaten spezialisierte Lee Marvin (1924 - 1987) in den 60er und 70er Jahren ein gefragter Star. Er hatte in der Western-Parodie "Cat Ballou" (1965) in der Doppelrolle des bösen Revolvermannes und des ständig wie sein Pferd sturzbesoffenen alten Westerners seinen Durchbruch, obwohl er bereits als der zynische Gangster, der Gloria Grahame Säure ins Gesicht schüttelt ("The Big Heat") oder als Prügelpartner von John Wayne ("Die Hafenkneipe von Tahiti") oder als von Wayne hinterrücks erschossener Bandit ("Der Mann, der Liberty Valance erschoss") aufgefallen war. Marvin führte das originale, erste und beste "Dreckige Dutzend" (1967) an und lieferte sich mit Toshiro Mifune in John Boormans "Die Hölle sind wir" ein packendes Inselduell im Pazifik. Seine besten Leistungen sind der Killer in "Tod eines Killers" (1964) der ultracoole harte Rächer in John Boormans "Point Blank" (1967), einem der besten Films noirs aller Zeiten, in dessen Remake 1998 Mel Gibson Marvins Rolle verwässerte, und der alternde Cowboy "Monte Walsh", der eine Hure (Jeanne Moreau) liebt und sich wehmütig- nostalgisch von den alten Präriezeiten verabschiedet. Kuriosum seiner Karriere wurde das Western-Musical "Paint Your Wagon" (Westwärts zieht der Wind", 1969), in dem er mit Clint Eastwood singt. Der von ihm interpretierte Song "Wandrin' Star" wurde ein Hit in den Charts.

  • Geburtstag
    19.02.1924
  • Geburtsort
    New York
  • Geburtsland
    USA

Nur Weicheier in Hollywood

Erfolgsregisseur Guillermo del Toro beklagt das Fehlen authentischer Actionhelden in der Filmmetropole.

Großansicht Action-Helden gesucht: Guillermo del Toro (Foto: Kurt Krieger)

Action-Helden gesucht: Guillermo del Toro (Foto: Kurt Krieger)

Woche für Woche lässt es Hollywood auf der Leinwand richtig krachen. Da werden dutzendweise Autos geschrottet, Knochen gebrochen und Häuser in die Luft gejagt. Doch in all dem Trubel sieht Guillermo Del Toro nicht starke Haudegen ihren Mann stehen, sondern hübsch anzusehende Softies der Kategorie "Liebling aller Schwiegermütter". Richtige Macho-Männer sucht der Geschichtenerzähler in der Filmmetropole fast vergebens. Der Regisseur von "Hellboy" kritisiert, dass die meisten der heutigen Actionhelden zu nett seien und ihnen das passende Macho-Image fehle.

Die Glaubwürdigkeit ist damit im Keller. "Meiner Meinung nach sind heutzutage im Filmgeschäft - abgesehen von Ron Perlman und Clive Owen - die Hauptdarsteller keine Männer sondern Jungs", schimpft der Regisseur und fährt fort: "Es gibt keine Lee Marvins, Steve McQueens, Charles Bronsons oder James Coburns mehr. Jeder ist ein schöner, netter GQ-Bub. Echte Männerfilme sind ausgestorben."

Schönlinge statt Narbengesichter

Den Grund dafür scheint der Mexikaner auch zu kennen: "Ich glaube nicht, dass die meisten von ihnen ein richtiges Leben hatten. Wenn ich mir Actionfilme ansehe - dabei bilden meiner Meinung nach Harrison Ford und kurioserweise Will Smith die Ausnahme - können sie so viel Schweiß- und Blut-Make-Up aufgetragen haben wie sie wollen, aber ich stelle mir trotzdem ganz genau vor, wie ihr Assistent neben der Kamera mit einem Evian Wasser und dem Handy auf sie wartet."

Für den Erfolgregisseur erfüllt sein Hauptdarsteller Ron Perlman in den "Hellboy"-Filmen alle Anforderungen eines Superhelden: "Ron hat diese taffe, grimmige, im Blaumann agierende Jedermann-Persönlichkeit. Er verkörpert den noblen Kämpfertypen. Ron ist nicht im klassischen Sinn ansehnlich, aber er ist eine Führungspersönlichkeit. Das ist etwas anderes."


Filmografie

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