"Twilight" machte sie als Geliebte des Teenie-Vampirs Edward Cullen über Nacht zum Star. Dabei passt Kristen Stewart nicht in das Klischee eines niedlichen Hollywood-Girls: Kristen hat ihren eigenen (dunkelhaarigen!) Kopf, liest Bücher von Bukowski und Camus und spielt am liebsten rebellische Teenager. Auf Fotos lächelt sie fast nie.
"Sei doch mal ein bisschen lebhafter", bittet der PR-Agent seinen Schützling Kristen Stewart. Die 19-Jährige bürstet ihn nieder mit den Worten: "Niemals! Ich bin bloß ich selbst!" Die Spezialität der Nachwuchs-Schauspielerin sind unangepasste junge Mädchen, die mutig den Kampf mit ihrem Umfeld aufnehmen - genau wie Kristen selbst. So war sie in der Teenie-Komödie "Adventureland" zu sehen, in der sie als Angestellte in einem Vergnügungspark einen unerfahrenen Mitt-Zwanziger verführte.
Geboren wurde Kristen Jaymes Stewart am 9. April 1990 in Los Angeles. Ihr Vater John arbeitet als TV-Produzent, ihre Mutter Jules liest Drehbücher Korrektur - die besten Voraussetzungen für eine Karriere in Hollywood. Mit acht Jahren entdeckt ein Agent die kleine Kristen beim Krippenspiel ihrer Grundschule. Es folgen erste Engagements für Fernseh- und Independent-Filme. Nach der siebten Klasse verlässt Kristen die Schule und widmet sich ganz der Schauspielerei.
Ihren Durchbruch in Hollywood feiert sie im Thriller "Panic Room " als trotzige, zuckerkranke Tochter von Jodie Foster. Nach diesem ersten Erfolg wird sie häufig als aufmüpfiger Sprössling der Protagonisten besetzt - beispielsweise in "Cold Creek Manor " mit Dennis Quaid und Sharon Stone sowie in "The Messengers " mit John Corbett. Daneben dreht sie die Kinderfilme "Mission: Possible - Diese Kids sind nicht zu fassen! " mit Corbin Bleu aus "High School Musical" und "Zathura - Ein Abenteuer im Weltraum ".
Doch es sind die ungewöhnlichen und anspruchsvollen Parts, die Kristen reizen. Im hoch gelobten TV-Drama "Speak" spielt die damals gerade 13-Jährige ein Vergewaltigungsopfer, das nach dem schrecklichen Erlebnis aufhört zu sprechen. Die Brünette erklärt ihre Rollen-Auswahl so: "Ich möchte Geschichten erzählen und kein Star sein." Aber genau das ist Kristen, seit sie 2008 mit der Verfilmung des Bestsellers "Twilight " zum Teenie-Idol wurde.
Millionen Mädchen beneiden die Schauspielerin darum, dass sie in der Vampir-Saga Herzensbrecher Robert Pattinson küssen darf. Die beiden Shootingstars harmonieren auf der Leinwand so gut, dass ihnen immer wieder private eine Affäre nachgesagt wird, die sie jedoch dementieren.
Kristen ist auch in den "Twilight"-Fortsetzungen "New Moon ", "Eclipse" und "Breaking Dawn" zu sehen. Bei den Fans der erfolgreichen Buchreihe von Stephenie Meyer ist die Schauspielerin als Schülerin Bella allerdings umstritten. "Sie wissen nicht, wer ich wirklich bin und sehen in mir nur Bella", weiß die 19-Jährige. "Aber das ist schon okay, solange ihnen die Filme gefallen."
Neben ihrem Engagement für die "Twilight"-Saga dreht Kristen den Musikfilm "The Runaways" über die gleichnamige Band. Sie spielt darin die Sängerin Joan Jett, die in den 80er Jahren mit dem Hit "I Love Rock'n'Roll" zur gefeierten Rockröhre wurde. Perfektion ist für die ehrgeizige Kristen selbstverständlich, deshalb kopiert sie die echte Joan so gut sie kann. Im Drama "Willkommen bei den Rileys" überraschte Kristen als Ausreißerin, die sich als Stripperin durchschlägt, und in "Sopranos"-Star James Gandolfini einen väterlichen Freund findet.
Außerdem übernimmt K-Stew, wie ihre Fans sie nennen, die Hauptrolle in einer actionreichen und düsteren Action-Variante des Märchenklassikers "Snow White and the Huntsman", in dem sie mit Rüstung und Schild agiert. Ein Part, der der burschikosen Kristen leicht fallen dürfte. Sie sagt von sich selbst: "Früher habe ich es gehasst, sexy zu sein. Erst langsam freunde ich mich damit an."
"Twilight"-Saga soll im Kino weitergehen
Zumindest hat die Vampir-Saga ein offenes Ende…
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O, Bella: Die größte Vampirliebe aller Zeiten endet nicht mit dem Tod, nicht mit der Ewigkeit - und wohl auch nicht mit dem Ende der "Twilight"-Romane (Foto: Concorde)
Der 22. November war bei Millionen Teenagern fest als Trauertag des Jahres eingeplant: Denn mit dem Start des letzten Twilight-Kinofilms "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht 2" fürchteten viele Vampirfans den Moment des Abschieds von Kristen Stewart alias Bella und Robert Pattinson alias Edward auf der großen Leinwand.
Doch möglicherweise dürfen sich die Freunde des genussvollen Blutsaugerschmachtens völlig ungetrübt auf den Kinostart des Twilight-Finales freuen - weil der Teil von wegen "Abschied nehmen" eventuell wegfällt: Die Vampir-Saga könnte auch nach "Breaking Dawn" im Kino weitergehen.
Moment mal, ist "Biss zum Ende der Nacht" nicht das definitiv letzte Buch über Edward und Bella von Kultautorin und Twilight-Erfinderin Stephenie Meyer? Natürlich - doch das hält Hollywood nicht im Geringsten von Fortsetzungsplänen ab. Denn hinter den Kulissen werden derzeit die ganz großen Gelder verschoben: Filmriese Lionsgate hat die "Twilight"-Produktionsfirma Summit Entertainment aufgekauft - für schlappe 400 Millionen Dollar!
Edward und Bella auf allen Kanälen
Dieser Preis ist vor allem durch die Twilight-Rechte zu erklären. Denn Summit ist zwar durchaus ein Hollywood-Player von Rang und Namen, aber eher auf Filmkunst wie "The Tree of Life", "The Hurt Locker", "Michael Clayton" oder "Im Tal von Elah" spezialisiert. Deshalb spekuliert man in der Traumfabrik, dass der Käufer noch einiges mit der Marke "Twilight" vorhaben muss.
Eine entsprechende Anfrage, ob es denn mit "Twilight" weitergehen könnte, kommentierte Lionsgate-Boss Jon Feltheimer - auch bekannt als Produzent der "Expendables"-Filme - erwartungsgemäß vieldeutig: "Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Film, der über 700 Millionen Dollar eingespielt hat, nicht einen sehr langfristigen Wert haben sollte. Es ist eine großartige Filmreihe, die durch großartige Arbeit ohne Qualitätsverlust dauerhaft auf höchstem Level gehalten wurde. Deshalb ist die einfache Antwort: 'Junge, das will ich verdammt nochmal hoffen!'"
Laut Feltheimer ist dabei nicht nur ein weiterer "Twilight"-Kinofilm denkbar, sondern auch eine "Twilight"-TV-Serie. Fragt sich nur, wovon die neuen Projekte handeln könnten, nachdem ja kein Roman mehr vorliegt.
ACHTUNG: Falls Sie sich die Spannung auf "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht 2" erhalten wollen, sollten Sie den nächsten Absatz überspringen.
Für die Insider: Klar, die "Twilight"-Saga hat ein offenes Ende, so stirbt zumindest keine der Hauptfiguren Edward, Bella oder Jacob. Wie "die gemeinsame Ewigkeit" von Edward und Bella, mit denen Stephenie Meyer ihren letzten Roman als Ausblick abschließt, konkret aussehen könnte, das ließe jede Menge Spielraum für weitere übersinnliche Romantik.
Ob allerdings Produzententräume und Fanbegeisterung dabei Hand in Hand gehen würden, das ist die 400-Millionen-Frage…
Bilder zu "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht, Teil 1"
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