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Steckbrief

Knister


"Kein dödelblöder Kinderdrache"

Die Kleinen kennen und lieben sie längst. Jetzt darf die Buchheldin Hexe Lilli auch im Kino ihre Zaubertricks zeigen - und begeistert mit ihrem Witz und Mut auch große Zuschauer.

Großansicht Diese drei haben "Hexe Lilli" zum Leben erweckt: Michael Mittermeier, Alina Freund und Knister (Foto: Walt Disney)

Diese drei haben "Hexe Lilli" zum Leben erweckt: Michael Mittermeier, Alina Freund und Knister (Foto: Walt Disney)

» Herr Mittermeier, was machte für Sie das Projekt "Hexe Lilli" so interessant?

MICHAEL MITTERMEIER: Bei "Hexe Lilli - Der Drache und das magische Buch" lief es einmal anders herum. Nicht die Amerikaner schickten uns einen Trickfilm, den wir dann synchronisieren. Hier wurde zuerst meine Stimme aufgezeichnet und erst dann erwachte der Drache zum Leben. Wir waren nicht sklavisch ans Drehbuch gebunden, sondern konnten Passagen ändern oder einfügen. Da fielen dann schräge Sätze wie: "Das würde ein Drache niemals sagen - komm, vergiss es!"

» Waren Sie überrascht, als Sie gebeten wurden, einen Drachen zu sprechen?

MITTERMEIER: Ja. Die Anfrage kam vor zwei Jahren und ich wollte zuerst wissen, wer den Film inszenieren wird. Das war noch, bevor unser Regisseur Stefan Ruzowitzky den Oscar für "Die Fälscher" bekommen hat. Ich mochte Stefan schon damals und fand "Anatomie" und "Die Siebtelbauern" großartig. Diese beiden Filme hatte ich im Kopf und dachte: Der will einen Kinderfilm machen? Das hat mich interessiert und wir haben uns getroffen. Stefan wollte Hektor nicht zu einem dödelblöden Kinderdrachen machen, da sollte mehr dahinter stecken. So kam man auf mich, weil ich ja auf der Bühne immer so herumhüpfe. Außerdem klingt meine Stimme kindlich, kann aber auch traurige Nuancen transportieren.

Großansicht Zusammen mit dem magischen Buch und dem Drachen Hektor will Lilli den bösen Hieronymus aufhalten (Foto: Walt Disney)

Zusammen mit dem magischen Buch und dem Drachen Hektor will Lilli den bösen Hieronymus aufhalten (Foto: Walt Disney)

» Knister, wie sind Sie auf die Idee für "Hexe Lilli" gekommen?

KNISTER: Mein Verleger hat sich ein Hexenbuch gewünscht. Aber weil es schon so viele Bücher zu diesem Thema gab, wollte ich die Sache anders angehen: Ein Hexenbuch über eine Hexe, die gar nicht hexen kann! Und wenn sie hext, bekommt sie Probleme, die sie nicht mit Zauberei lösen kann - sondern mit Girlpower und Phantasie.

Verfilmt wurde allerdings nicht eines meiner bestehenden Bücher, sondern eine völlig neue "Hexe Lilli"-Geschichte, die ich speziell fürs Kino geschrieben habe. Ich hatte einfach zu viel Schlechtes gehört von Kollegen, die mit der Umsetzung ihres literarischen Werkes nicht zufrieden waren - Michael Ende ist da ein leuchtendes Beispiel.


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