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Kim Novak

Kim Novak

Leben & Werk

Das Columbia-Studio wollte aus der eigentlich Rothaarigen eine zweite Rita Hayworth oder Marilyn Monroe machen, doch entwickelte sich Kim Novak zur eigenständigen Blondine mit der Aura schläfriger Laszivität, geheimnisvoller Vergangenheit und erotischer Versprechungen in den bewusst verzögerten, tranceartigen Bewegungen. Novak wirkte mit ihrer rauchigen Stimme und dem sinnlichen Mund selbst in den Komödien, die sie vorwiegend unter der Regie von Richard Quine (“Meine Braut ist übersinnlich”, “Noch Zimmer frei”) drehte, weniger lebhaft, vielmehr zurückhaltend und distanziert, was die Partner wie Jack Lemmon zu Höchstleistungen antrieb. Ihre wichtigste Aufgabe hatte sie in der Doppelrolle der angeblichen Selbstmörderin in Alfred Hitchcocks “Vertigo – Aus dem Reich der Toten”, wo sie nach Jean Harlow die erste Blondine des US-Films war, die keinen BH unter der Bluse trägt. Novak, geboren 1933 in Chicago, war Partnerin von Frank Sinatra in “Der Mann mit dem goldenen Arm”, wo sie ihm über einen “cold turkey” hinweghilft, und Sinatras Freundin in “Pal Joey”. In “Picknick” war sie eine Provinzschönheit, in Billy Wilders “Küß mich, Dummkopf!” die herzige Hure “Polly the Pistol”, die Dean Martin verschmäht und Ray Walston vorzieht. Weniger erfolgreich war sie in der englischen Daniel-Defoe-Verfilmung “Die amourösen Abenteuer der Moll Flanders”. Nach dem Film “Große Lüge Lylah Clare”, in dem Regisseur Robert Aldrich mit dem Star-System abrechnet und sich an Novaks eigener Karriere orientiert, trat Novak nur noch sporadisch im Film (“Mord im Spiegel”) und im Fernsehen (Serie “Falcon Crest”) auf. 1997 erhielt Novak, die 1958 auf der Brüsseler Weltausstellung zur “beliebtesten Schauspielerin der Welt” gewählt worden war, auf der Berlinale den “Goldenen Bären” für ihr Lebenswerk. Novak war nach Marilyn Monroe, Jayne Mansfield und Stella Stevens eine der ersten US-Schauspielerinnen mit bereits etablierter Karriere, deren Fotos im “Playboy”-Magazin (1964) erschienen.

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