Vielseitiger Darsteller, der in Rollen zwielichtiger Charaktere brillierte und in über 70 Filmen seine Bandbreite als Musketier, Mörder, Psychopath, FBI-Agent, Drogendealer, Scharfschütze, Cop, Cowboy, Attentäter, Medizinstudent, Witwer oder Westernheld unter Beweis stellte. Kiefer Sutherland spielte an der Seite von Stars wie Dennis Hopper, Julia Roberts, Kevin Bacon, Woody Harrelson und seine Kumpel vom Brat Pack. In seinen frühen Filmen ist er häufig der Neuling mit Erfahrungshunger, später verkörpert er Zyniker und desillusionierte Realisten, aber immer ist er ein ausgeschlafener Mann der Tat.
Die Schauspielerei wurde ihm in die Wiege gelegt: Kiefer Sutherland wurde 1966 in London als Sohn des kanadischen Weltstars Donald Sutherland geboren, der zu dieser Zeit Film- und Theaterengagements in England nachging. Mit zehn Jahren stand Kiefer auf der Bühne, 1981 debütierte er im Film und erhielt 1983 für seine Rolle eines jungen Mannes in den Wirren der Depressionsjahre in "The Bay Boy" den kanadischen Genie Award.
Sutherland zog es nach Hollywood, wo er zum Brat Pack um Rob Lowe und die Sheen-Brüder gehörte, mit denen er als Athos in "Die Drei Musketiere" (Version 1993) und als Westerner in "Young Guns" auftrat. Er war Anführer der Vampirbande in Joel Schumachers "Lost Boys", behauptete sich bravourös gegen Dennis Hopper im "Easy Rider"-Nachschlag "Flashback" und lieferte in "Flatliners" eine sensationelle Leistung als Medizinstudent, der Kommilitonen in ausgedehnte Grenzerfahrungen mit Drogen treibt, die sekundenlangen Herzstillstand und Jenseitserfahrung bewirken. Er war moderner Rodeoreiter in New York in "Machen wir's wie die Cowboys", Ehemann der verschwundenen Sandra Bullock in "Spurlos", jagte als hartnäckiger Sheriff den Mörder Woody Allen (!) in "Picking Up the Pieces", war Avantgarde-Autor William S. Burroughs in "Beat" und der Anrufer in "Nicht auflegen!"
Als Regisseur inszenierte Sutherland u.a. den Thriller "Truth or Consequences - Ort der Wahrheit". Weltweit populär wurde Sutherland als CTU-Agent Jack Bauer in den drei Staffeln der innovativen, in Echtzeit spielenden TV-Serie "24" (2000-2010), für die er auch als ausführender Produzent fungierte. Bauer muss einen schwarzen Präsidentschaftskandidaten retten, einen terroristischen Atomschlag abwenden, verliert seine Frau und muss erleben, dass sich Tochter Kim (Elisha Cuthbert) von ihm abwendet.
Sutherland ist Besitzer einer Ranch.
"24"-Kinofilm erneut verschoben
Kiefer Sutherland setzte Himmel und Hölle und sogar seine Gagenforderung in Bewegung, denn er möchte seine Erfolgsserie "24" endlich im Kino sehen. Doch nun wird wieder lange verschoben - der Star ist wütend.
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Für Kiefer Sutherland wird der "24"-Film zum Debakel (Foto: Fox)
Den Fans der Kultserie "24" wird ein Kinofilm versprochen, seit die letzte Folge über den Bildschirm flimmerte. Star Kiefer Sutherland kündigte die Produktion ein ums andere Mal an, bis ihm niemand mehr so recht glauben wollte.
Und dann plötzlich gab er im vergangenen Dezember den Startschuss ab: "Wir drehen den '24'-Film ab April." Der Schuss ging daneben, denn soeben wurde das Projekt erneut verschoben. Diesmal nicht um ein paar Wochen wie bisher, sondern um viele Monate. In diesem Jahr wird kein Terrorist vor Jack Bauer Angst haben müssen.
Das ist vor allem für Kiefer Sutherland höchst ärgerlich, denn es ging auch um die Kostenfrage des Filmes. Tony Scott, der zuletzt im Regiekarussell seine Runden drehte und Sutherland verlangten für "24" ein Budget zwischen 45 und 60 Millionen Dollar, das Studio wollte aber nur 30 Millionen ausgeben. Kiefer Sutherland schraubte seine Gagenforderung daraufhin von fünf auf zwei Millionen Dollar herunter - und guckt bei seinem Herzensprojekt nun trotzdem in die Röhre.
Das "24"-Regiekarussell dreht sich weiter ...
Das Problem ist der Regisseur, denn Tony Scott ist ausgestiegen und lange konnte kein Ersatz gefunden werden. Zwar wird intensiv mit Antoine Fuqua ("Training Day") verhandelt, doch möchte ihm das Studio mehr Zeit als ein paar Wochen geben, um das Drehbuch zu prüfen und mit der Produktion zu beginnen.
Fuqua hat dann aber den Action-Thriller "The Tomb" mit Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger vor der Brust und auch Kiefer Sutherlands Terminkalender ist voll. Vielleicht sollte man den Filmtitel in "2024" ändern ...