Seine Fähigkeit, unsympathischen Charakteren freundliche Züge zu verleihen und faszinierende, von einer fixen Idee besessene Personen zu spielen, macht Kevin Bacon zu einem vielseitigen Schauspieler. So spielte er sehr glaubhaft sowohl den aufschneiderischen Kleinstadt-Casanova in "Footloose", wo er sich das berühmte Trecker-Duell mit Lori Singer liefert, als auch den sadistischen Wärter in Barry Levinsons "Sleepers", der den vier Jungen das Leben zur Hölle macht. Kevin Bacon, 1958 in Philadelphia geboren und im Film seit 1978, besitzt darüber hinaus eine erotische Anziehungskraft als verführerischer Bösewicht, der beinahe sogar Meryl Streep in "Am wilden Fluss" verfällt, wo er sie samt Familie als Geisel nimmt und die Wildwasserfahrt wagt.
Bacon war neben Tom Hanks und Bill Paxton der dritte Astronaut an Bord von "Apollo 13" und schneidiger Marinesoldat in "Eine Frage der Ehre". Selbst in Kurzauftritten, wie als Stricher "Blabla" in "JFK - Tatort Dallas", bewies er die Kunst, in wenigen Augenblicken Profil zu zeigen. Bacons Wandlungsfähigkeit vereinte Thriller wie "Flatliners" (als einer der experimentierenden Medizinstudenten), die Horrorkomödie "Im Land der Raketenwürmer", das Justizdrama "Murder in the First" (als gequälter Alcatraz-Häftling), und den Horror-Thriller "Echoes", wo er als Arbeiter von Visionen gequält wird, die zur Aufdeckung eines Verbrechens führen. Als "Hollow Man" vollzog Bacon in der Inszenierung von Paul Verhoeven eine Metamorphose vom genialen Wissenschaftler zum mordenden Monster. Seiner dunklen Seite ließ Bacon auch in Luis Mandokis "24 Stunden Angst" als diabolischer Kindesentführer ihren Lauf, während er in Jane Campions "In the Cut" den durchgeknallten Ex-Freund der Professorin Franny (Meg Ryan) spielte. In Clint Eastwoods meisterhaftem "Mystic River" gehörte Bacon zu den drei entfremdeten Jugendfreunden, die sich wegen der Ermordung einer ihrer Töchter wieder begegnen.
Der 2003 mit einem Stern am Walk of Fame geehrte Schauspieler verkörperte in "The Woodsman" einen ehemaligen Knastinsassen, der mit der Resozialisierung Schwierigkeiten hat. Als er Vicki (Kyra Sedgewick) begegnet, fasst er Vertrauen, doch findet sie heraus, dass er wegen Pädophilie angeklagt wurde und verlässt ihn. Für seine beeindruckende Darstellung gewann er 2004 den Special Mention Award. In "Loverbay", seiner zweiten Regiearbeit, spielten neben seiner Frau auch seine beiden Kinder Sosie und Travis mit. Atom Egoyan engagierte ihn 2005 neben Colin Firth als Hauptdarsteller für "Wahre Lügen", einem erotischen Thriller, der auf einem Roman von Rupert Holmes basiert. James Wan inszenierte mit "Death Sentence - Todesurteil" einen Thriller, der Bacon in der Rolle des Nick Hume zeigt.e Nach dem brutalen Mord an seinem Sohn verliert er das Vertrauen in die Justiz und wird zum Amokläufer. Kevin Bacon hat zwischen 2005 und 2007 bei zwei Folgen ("Blindsided" und "Serving the King: Part 2") der Krimiserie "The Closer" Regie geführt.
George Clooney und Brad Pitt spielen Theater für die Homo-Ehe
Auch Jamie Lee Curtis, Kevin Bacon und John C. Reilly übernahmen eine Rolle.
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George Clooney macht sich für die gleichgeschlechtliche Ehe in den USA stark (Foto: Cdredit)
Mit einer ungewöhnlichen Aktion machten sich George Clooney, Brad Pitt und eine ganze Reihe anderer Hollywoodstars für die gleichgeschlechtliche Ehe in den USA stark: Die Stars traten in einem Theaterstück mit dem Titel "8" auf, das sich für die Rechte von Homosexuellen in den USA einsetzt.
Derzeit ist die gleichgeschlechtliche Ehe in Amerika überall anders geregelt, größtenteils aber verboten. Ein Volksentscheid in Kalifornien, der als "Proposition 8" bekannt wurde, sorgte 2008 dafür, dass die eben erlaubte Homo-Ehe in Kalifornien wieder verboten wurde. Angelehnt an diese Entscheidung entstand das Theaterstück "8", das bereits 2011 in New York uraufgeführt wurde.
Das Stück, bei dem "Harry und Sally"-Macher Rob Reiner Regie führte, stellt verschiedene Paare und Situationen aus dem homosexuellen Alltag vor, eingebettet in eine Gerichtsverhandlung. Den Oberrichter gab Brad Pitt und George Clooney war der Anwalt, der sich für gleichgeschlechtliche Paare einsetzt. Weitere Rollen wurden von Kevin Bacon, John C. Reilly sowie Jamie Lee Curtis und Christine Lahti ("Obsessed") als lesbisches Paar übernommen.
George Clooney pfeift auf die eigene Gesinnung
Brad Pitt und George Clooney ist die gleichgeschlechtliche Ehe bekanntermaßen schon länger ein Anliegen. So verkündete Pitt schon mehrmals, dass er Angelina Jolie erst heiraten werde, wenn jeder in den USA "ja" sagen darf.
George Clooney ist ebenfalls für sein politisches Engagement bekannt, setzt sich mit dieser Aktion nun aber weiteren Unterstellungen aus, selbst homosexuell zu sein. Dem Star selbst ist das allerdings herzlich egal: "Wen stört es, wenn mich irgend jemand für schwul hält? Das werden manche immer noch behaupten, wenn ich lange tot bin. Ehrlich gesagt kümmert mich das einen Dreck."