Er war in Alan Rudolphs Meisterwerk "The Moderns - Wilde Jahre in Paris" der Künstler-Fälscher im Paris der 20er, der das Bohème-Leben der... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max01/mbiz01/mbiz27/z0127534/b150x150.jpg Keith Carradine

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Keith Carradine


  • Geburtstag
    08.08.1949

Er war in Alan Rudolphs Meisterwerk "The Moderns - Wilde Jahre in Paris" der Künstler-Fälscher im Paris der 20er, der das Bohème-Leben der Metropole genießt und der Weltstadt nach einigen Jahren den Rücken kehrt. Keith Carradine (geboren 1949, der Sohn von John und Bruder von David und Robert Carradine) hat eine charmante, hochgewachsene Erscheinung wie James Stewart, ist aber härter, reflektierter und zuweilen melancholischer. Er debütierte 1971 im Film und arbeitete vorwiegend mit den Regisseuren des New Hollywood, so mit Robert Altman, in dessen "Diebe wie wir" er einen entflohene Sträfling in der Depressionszeit spielte, und in dessen "Nashville" er als Country-Sänger auftrat. Für den selbstkomponierten Song "I'm easy" erhielt er 1976 einen "Oscar". Im selben Jahr begann seine Zusammenarbeit mit Alan Rudolph, für den er in "Willkommen in L.A." (als Rock-Musiker), "Choose Me" (als Mann, der ständig neue Biografien erfindet), "Trouble in Mind" (als Kleingauner), "The Moderns" und "Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis" (als Will Rogers) spielte. Carradine war der napoleonische Offizier, der sich mit Harvey Keitel in Ridley Scotts Debütfilm "Die Duellisten" das über Jahre hinziehende Degenduell liefert, er war der Fotograf im Bordell in Louis Malles "Pretty Baby" und der Drifter, der Vanessa Redgrave in "Die Ballade vom traurigen Café" zum Boxkampf auffordert. Carradine trat in vielen TV-Krimis auf und war in Samuel Fullers "Straße ohne Wiederkehr" (eine Cornell-Woolrich-Verfilmung) der idealtypische Loser des Film noir. Carradine ist als Sänger und Komponist tätig und trat 1991 am Broadway in der Titelrolle des Musicals "The Will Rogers Follies" als Western-Star auf.

  • Geburtstag
    08.08.1949
  • Geburtsland
    USA

Carradine: Sex-Unfall oder Selbstmord?

Für die Familie ist die Diskussion um die Todesursache von David Carradine extrem schmerzhaft...

Großansicht Starb wohl keines natürlichen Todes: David Carradine (Foto: Buena Vista)

Starb wohl keines natürlichen Todes: David Carradine (Foto: Buena Vista)

Die ermittelnden Behörden haben bizarre Details zu den Todesumständen von Schauspiel-Veteran David Carradine veröffentlicht. Der Star aus "Kung Fu" und "Kill Bill" wurde nach Angaben der Polizei nackt und erhängt im Kleiderschrank seines Hotelzimmers aufgefunden. Ein Seil war um Hals und Penis geschlungen, jedoch wies der Körper keine Spuren von Fremdeinwirkung auf, sodass ein Gewaltverbrechen auszuschließen ist.

Denkbar erscheint ein Unfall während einer Sexualpraktik, bei der durch die Einschränkung der Atmung ein Lustgewinn empfunden wird. Carradines Ex-Frau Gail Jensen hat inzwischen bestätigt, dass der Schauspieler entsprechende Vorlieben hatte. Der ermittelnde Polizeibeamte Worapong Chewprecha sagte: "Es ist unklar, ob Carradine durch Selbstmord, Erstickung oder einen Herzanfall bei einem Orgasmus starb."

In der Chulalongkorn-Klinik in Bangkok wurde eine Autopsie durchgeführt. Völlige Klarheit brachte diese aber nicht. Der leitende Pathologe, Nantana Sirisap, sagte lediglich: "Es war sicher kein natürlicher Tod."

Dem widerspricht Carradines Familie, wie die Agentur des Schauspielers mitteilen lässt. "Wir sind schockiert", sagt Mitarbeiterin Tiffany Smith. "Niemals hat David sich das selbst angetan!" Dazu passt auch ein angebliches Tatortfoto, das in der thailändischen Zeitung "Thairath" veröffentlich wurde: Darauf ist Carradine auf eine Art und Weise gefesselt zu sehen, wie er es nicht ohne fremde Hilfe hätte bewerkstelligen können.

Wegen der widersprüchlichen Informationen aus Thailand hat Carradines Halbbruder Keith inzwischen das FBI um Hilfe bei der Aufklärung des Falles gebeten. Außerdem hat sich die Familie der verstorbenen Schauspielers an den Forensik-Experten Dr. Michael Baden gewandt, damit dieser ebenfalls eine Autopsie vornimmt. Dazu wurde Carradines Leichnam Berichten zufolge am Samstag in die USA überführt.

David Carradine hat 2004 in einem Interview selbst eingestanden, dass er schon an Selbstmord gedacht hatte: "Ich saß einmal etwa eine Stunde lang auf der Fensterbank im dritten oder vierten Stock eines Hotels und überlegte mir, ob ich mich einfach fallen lassen soll. Dabei war das in einer sehr guten Phase meines Lebens. Ich dachte mir 'Wen würde das schon groß kümmern, Mann! Warum beende ich's nicht einfach?' Aber natürlich habe ich es dann nicht getan..."

Mehr Klarheit herrscht inzwischen über den Todeszeitpunkt, der zwischen 23 Uhr am Mittwoch und 1 Uhr am Donnerstagmorgen lag. Am Abend war Carradine zwar bei einem Dinner der Crew des Films "Stretch", den er in Bangkok gerade drehte, vermisst worden. Doch alle nahmen an, der 72-Jährige ruhe sich nur aus. Am Donnerstag um 11:30 wurde Carradine dann in der Suite 352 des Hotels Nai Lert Park tot aufgefunden.

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