http://www.kino.de/_assets/pics/kinode-logo-150x50.png Katie Featherston

Steckbrief

Katie Featherston


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"Spielberg konnte nicht weitergucken"

"Paranormal Activity" ist ein Sleeper-Hit, wie er nur alle paar Jahre im Kino zu erleben ist. Regisseur Oren Peli konnte sein Grundkonzept auch deshalb überzeugend realisieren, weil er seine Besetzung sehr sorgfältig auswählte.

Großansicht Wer "Paranormal Activity" gesehen hat, dürfte danach eine ganze Weile mit Licht schlafen wollen... (Foto: Wild Bunch (Central))

Wer "Paranormal Activity" gesehen hat, dürfte danach eine ganze Weile mit Licht schlafen wollen... (Foto: Wild Bunch (Central))

Waren Sie sich bewusst, dass Sie mit Ihrem Film auf den Spuren von "Blair Witch Project" wandeln?

OREN PELI: Ja, natürlich. Ich liebte schon immer Filme, aber ich hatte keine Regiepläne, weil ich es für extrem schwierig hielt, in die Branche hineinzukommen. Ich arbeitete als Software-Programmierer. Dann sah ich aber "Blair Witch Project" und auch "Open Water", die beide eine ähnliche Erfolgsgeschichte hatten. Das zeigte mir, dass man trotz eines kleinen Budgets mit einer guten Idee, einer Videokamera und guten Schauspielern einen Film wie "Paranormal Activity" machen kann, der eine echte Chance hat.

Aber wie dreht man einen Langfilm ohne jegliche Regieerfahrung?

Ich habe mich ungefähr ein Jahr lang darauf vorbereitet - habe viele Bücher gelesen, im Internet recherchiert, und wann immer ich einen Film auf DVD sah, schaute ich ihn mir mit Kommentar an. Viele der traditionellen Inszenierungsmethoden passten allerdings in meinem Fall nicht. Denn das Konzept war ja: Bei unseren Protagonisten im Haus geschieht etwas Unerklärliches, und sie stellen eine Videokamera auf, um aufzunehmen, was während ihres Schlafs vor sich geht.

Anders als unzählige Debütanten bekamen Sie gleich einen Verleihdeal mit Paramount. Hatten Sie da spezielle Kontakte?

Ich hatte keinerlei Beziehungen in der Branche. Meine Strategie war es, den Film bei Festivals einzureichen und zu sehen, was passiert. Die lehnten ihn jedoch durchweg ab - bis auf das Screamfest in Los Angeles. Dort bekam er viele gute Rezensionen, Hauptdarstellerin Katie Featherston wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet, und der Film erhielt eine lobende Erwähnung. Dadurch erweckten wir Aufmerksamkeit - und der Rest ist Geschichte.

Steven Spielberg soll sich vor Ihrem Film so gefürchtet haben, dass er die DVD in einer Mülltüte von seinem Haus ins Büro zurückbrachte.

Die Sache mit der Mülltüte ist ein Gag, den sich die Marketingabteilung einfallen ließ. Wie's wirklich lief, hat Steven Spielberg mir selbst erzählt: Er sah den Film abends bei sich zu Hause und fürchtete sich so, dass er die DVD stoppte und erst am helllichten Tag fertigschaute. Als er einen Tag später nach Hause kam, war die Tür zu seinem Schlafzimmer von innen abgesperrt, was eigentlich nicht möglich sein konnte. Auch der Schlüsseldienst konnte sie nicht öffnen, man musste ein Loch in die Tür sägen. So beschloss er, den Film lieber nicht zu Hause zu behalten, und brachte ihn ins Büro.

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Ist er jetzt so etwas wie Ihr Mentor geworden?

Es war eine große Ehre, ihn zu treffen, und wir sprachen über die Möglichkeit, etwas zusammen zu machen. Aber ich möchte nicht zu sehr in Details gehen.

Mit diesem Erfolg im Rücken müssen Sie doch schon Ihr nächstes Projekt planen. Details zu "Area 51" sickerten bereits durch.

Ich kommentiere das nicht. Für mich ergibt es keinen Sinn, über Dinge im Voraus zu sprechen. Als ich "Paranormal Activity" machte, erzählte ich nicht mal meinen Freunden davon. Wenn du etwas tun willst, dann tue es einfach, anstatt es vorher breitzutreten.

Für eine neue Generation von Nachwuchsfilmemachern sind Sie jetzt zum Vorbild geworden. Was ist Ihr Rat?

Ein Regisseur sollte vor allem darauf achten, den Film richtig zu besetzen. Gute Schauspieler müssen nicht automatisch teuer sein. Ich suchte mir Darsteller, die geistig wach sein und vor der Kamera natürlich wirken mussten. Auch weil wir ihnen nicht alle Schockeffekte vorher verrieten, um ihre spontane Reaktion zu bekommen. Für mich war es auch wichtig, mit der Kamera zu trainieren - einfach damit rauszugehen und zu drehen.


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