Julie Dépardieu

Julie Dépardieu

Leben & Werk

Französische Schauspielerin. Tochter des französischen Filmtitanen Gérard Depardieu, trat Julie Depardieu aus dessen mächtigem Schatten, als sie 2003/04 mit zwei Filmen bekannt wurde. Als frustrierte Ehefrau von Benoit Poelvoorde war sie in der Komödie “Podum” zu sehen, die ein Kassenerfolg wurde, und bei der Vergabe der Césars 2004 wurde sie zweifach ausgezeichnet: als Beste Nachwuchsdarstellerin und als Beste Nebendarstellerin für die Rolle der Jeanne-Marie in “Die kleine Lili”, Claude Millers moderne Version von Anton Tschechows “Die Möwe”, wo sie als Tochter des Hausverwalters (Masha im Stück) in den Sohn des Hauses verliebt ist. Miller führte sie mit dem Drama “Ein Geheimnis” (2007), wo sie die allgegenwärtige jüdische Nachbarin Louise spielt, die das Familiengeheimnis offenbart, zu ihrem zweiten César als Beste Nebendarstellerin. 2009 ist sie im Drama “Bancs publics” neben Catherine Deneuve und Mathieu Amalric und in der SF-Komödie “La femme invisible” zu sehen, wo sie als unscheinbare Frau tatsächlich unsichtbar wird.

Julie Marion Depardieu wurde 1973 in Paris als Tochter von Depardieu und Elisabeth Guignot geboren. Sie ist die Schwester des 2008 gestorbenen Guillaume Depardieu. Sie studierte Philosophie und debütierte 1994 in einer Nebenrolle der Honoré-de-Balzac-Verfilmung “Die Auferstehung des Colonel Chabert” an der Seite ihres Vaters, neben dem sie auch als Krankenschwester im SF-Thriller “Die Maschione” (1995) und als Valentine de Villefort in Josée Dayans TV-Mehrteiler “Der Graf von Monte Christo” (1998) zu sehen war. Ihre erste Hauptrolle spielte sie in der Liebeskomödie “König, Dame, Bube” (1998). Depardieu war in Filmen von Cédric Klapisch (“Peut-etre”, 1999), Laetitia Masson (“Love Me”, 1999), Olivier Assayas (“Les destinées sentimentales”, 2000), an der Seite von Ludivine Sagnier in der französisch-britischen Liebeskomödie “Liebe oder Zahnweh” (2002) und in Jean-Pierre Jeunets Weltkrieg-I-Drama “Mathilde – eine große Liebe” (2005) präsent. Bis 2009 spielte sie in insgesamt rund 60 Filmen.

Nach ihrer Auszeichnung mit den Césars übernahm Depardieu eine Hauptrolle in André Téchinés Aids-Drama “Die Zeugen” (2005), und war die schwangere Frau des Polizisten George (Yvan Attal) in Brett Ratners Actionkomödie “Rush Hour 3″ (2007, mit Jackie Chan und Chris Tucker). In Jean-Paul Salomés Weltkrieg-II-Spionagedrama “Female Agents” (2007) gehört sie als eiskalt tötende Prostituierte zu den von Sophie Marceau angeworbenen vier Frauen, die Résistance-Mitglieder befreien. In Maiwenn Le Bescos “Le Bal des Actrices” (2008) spielt sich Depardieu selbst.

2008 inszenierte Julie Depardieu, die mit Violinist Laurent Korcia liiert ist, Jacques Offenbachs Oper “Hoffmanns Erzählungen” im Schloss Vaux-le-Vicomte, das Ludwig XIV. zum Bau von Versailles inspirierte.

Bilder

News & Stories

  • Depardieu-Kinder in Biopic

    Die beiden erwachsenen Kinder von Schauspieler Gérard Depardieu, Guillaume und Julie Depardieu, spielen auch im Film ein Geschwisterpaar. Die beiden sind in “Les jours fragiles” von Regisseur Francois Dupeyron (“Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran”) der französische Dichter Arthur Rimbaud und dessen Schwester Isabelle. Die gleichnamige Buchvorlage von Philippe Besson handelt von den letzten Lebenstagen des krebskranken...

Filme

Weitere Stars

Kommentare