Sie kann austeilen, einstecken und anpacken. Die als Oberschwester Hathaway in der Serie "E.R. - Emergency Room" bekannt gewordene Julianna Margulies nimmt es als patente Stewardesss an der Seite von Samuel L. Jackson in "Snakes on a Plane" (2006) mit Schlangen, Panikattacken der Passagiere und einem führerlosen Flugzeug auf. Die dunkelhaarige Schauspielerin hat seit 1991 in rund 30 Filmen gespielt und ist zwischen ihren "E.R."-Episoden in Independent-Produktionen, Genrefilmen und TV-Movies aufgetreten.
Julianna Margulies wurde 1966 in Spring Valley bei New York als jüngste von drei Töchtern einer Tänzerin und eines Werbetexters geboren. Die jüdische Mutter konvertierte zum katholischen Glauben. Wegen des Engagements der Mutter, die mit dem American Ballet Theatre tourte, lebte Margulies in ihrer Jugend in Paris und England und besuchte mit 14 Jahren eine Highschool in New Hamsphire, wo sie Theater spielte. Margulies studierte am Sarah Lawrence College und schloss mit einem B.A. in Kunstgeschichte ab. Sie arbeitete als Kellnerin, trat in Werbespots auf, spielte Theater und war in TV-Serien wie "Law & Order", "Homicide" und "Philly Street" zu sehen. 1991 debütierte sie im Spielfilm an der Seite von Steven Seagal in "Out for Justice - Tödliche Vergeltung" als Prodtituierte, die aus dem Beruf aussteigen will.
1994 wurde Julianna Margulies in der NBC-TV-Serie "Emergency Room" als Oberschwester Hathaway populär. Als Hathaway beging sie einen Selbstmordversuch (wegen George Clooneys Kinderarzt) und stieg trotz eines 27-Millionen-Dollar-Angebots, das sie zur reichsten Fernsehschauspielerin der Geschichte gemacht hätte, 200 aus der Serie aus. 1995 wurde sie als einzige Schauspielerin von "E.R." mit dem Emmy Award ausgezeichnet, für den sie insgesamt sechs Mal nominiert wurde (die anderen Emmys für die Serie gingen jeweils an das Ensemble). 1998 erhielt sie für "E.R." den Screen Actor's Guild, und sie war für "E.R." sechs Mal für den Golden Globe nominiert.
Nach "E.R." hielt der TV-Erfolg an, Julianna Margulies war Erzählerin und Hexe Morganna im Fantasy-Mehrteiler "Die Nebel von Avalon" (2001, TNT), NSA-Agentin mit aufreizenden Miniröcken in der TNT-TV-Serie "The Grid" (2004) und Gast in "The Sopranos" und "Scrubs".
Im Kino kämpfte sich Julianna Margulies durch den Horrorfilm "Ghost Ship" (2002) und spielte an der Seite von Pierce Brosnan in seiner Produktion "Evelyn" (20029, ein irisches Familiendrama um väterliches Sorgerecht in den 50er Jahren. 2005 gehörte Margulies zum Ensemble der Independent-Satire "The Darwin Awards" (mit Ralph Fiennes und Winona Ryder), zum Ensemble des Familienfilms "Beautiful Ohio" und war Frau von Ray Liotta in "Chlorine" (2006).
Julianna Margulies wurde außer für "E.R." für "Die Nebel von Avalon" und "The grid" für den Golden Globe nominiert. Die Linkshänderin besitzt zwei Siamkatzen, wurde 1998 vom Magazin "People" zu den "50 Most beautiful People" gezählt und war von 1991 - 2003 mit dem Schauspieler Ron Eldard zusammen.
"Modern Family" hängt Konkurrenz ab
Die Comedy-Serie "Modern Family" ist der große Gewinner der diesjährigen Primetime Emmy Awards.
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In Deutschland bisher unbekannt: Der US-Serienhit "Modern Family"
Die Comedy-Serie "Modern Family" ist der große Gewinner der 63. Primetime Emmy Awards, die in der vergangenen Nacht in Los Angeles verliehen wurden. Die ABC-Serie, produziert von Fox Television Studios, wurde mit insgesamt fünf der begehrten TV-Preise ausgezeichnet, darunter als beste Comedy-Serie, für das Drehbuch und für die Leistungen der Schauspieler Julie Bowen und Ty Burrell. Die Serie, diese Woche startet in den USA Staffel drei, ist eine sogenannte Mockumentary: als vermeintliche Doku schildert sie den Alltag von drei völlig verschiedenen Paaren, darunter zwei homosexuellen Männern, die ein asiatisches Baby adoptieren. In Deutschland war die Serie bisher nicht zu sehen.
Einen Überraschungserfolg erzielte der öffentlich-rechtliche Sender PBS, der in den USA eigentlich keine große Rolle spielt. Mit "Downton Abbey", einer historischen Serie, die vor dem I. Weltkrieg in Großbritannien am Hof eines Adeligen spielt, heimste der Sender insgesamt sechs Emmys ein - das üppigste Ausbeute für PBS seit 1985. "Downton Abbey" gewann u.a. in der Kategorie "Miniserie oder Fernsehfilm" und verwies den Favoriten "Mildred Pierce" in die Schranken. Kate Winslet erhielt für ihre Hauptrolle als alleinerziehende Mutter während der Zeit der Großen Depression einen Emmy, genauso wie Guy Pearce für seine Nebenrolle in "Mildred Pierce".
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Erneut zur besten Drama-Serie gekürt: "Mad Men"
Dürftig schnitt die HBO-Drama-Serie "Boardwalk Empire" ab, für die es nur für Martin Scorsese (Regie-Emmy) eine Auszeichnung in den Hauptkategorien gab. Mit den bereits im Vorfeld verliehenen Creative Arts Awards kommt die Serie, die im Atlanta der 20er Jahre spielt, auf acht Auszeichnungen. Zum vierten Mal in Folge wurde "Mad Men" als beste Drama-Serie ausgezeichnet. Nur wenigen anderen Serien gelang bisher dieser Ausnahmeerfolg, auch wenn es dieses Jahr für "Mad Men" in den übrigen wichtigen Kategorien nichts mehr zu gewinnen gab.
Preise gingen außerdem an Jason Katims für das Drehbuch und für Kyle Chandler als Schauspieler der Drama-Serie "Friday Night Lights", eine Serie über eine High School Football-Mannschaft von Direc-TV. Mehr erwartet haben dürfte sich HBO für die Fantasy-Serie "Game of Thrones", am Ende reichte es jedoch nur für einen Emmy, der Schauspieler Peter Dinklage überreicht wurde. Julianna Margulies ging mit einem Emmy für ihre Rolle in "Good Wife" nach Hause, Barry Pepper überzeugte die Jury als Bobby Kennedy in "The Kennedys".
Die Creative Awards eingerechnet, kassierte HBO 19 der begehrten Trophäen - die magerste Ausbeute seit 2003. Ein Trend, der eine Entwicklung im US-Fernsehen deutlich macht: Nicht nur die großen Networks und Pay-Sender wie HBO produzieren erstklassiges Fernsehen, auch Kabelsender wie AMC oder Direc-TV ziehen nach und ernten jetzt die Früchte ihrer Qualitätsanstrengungen. Auf Platz zwei lag dieses Mal PBS mit 14 Auszeichnungen noch vor CBS (11) und Fox (9).