Julian Schnabel wurde 1951 in New York City geboren. Nachdem er schon in den 70ern zu malen begann, machte er sich in der Kunstszene seit den 80ern als Vertreter des Neoexpressionismus einen Namen. Bekannt wurde er vor allem durch großformatige Bilder, die er meist auf einer unebenen Fläche (z.B. zerbrochene Glasstücke) malte.
1996 trat er mit seinem Film "Basquiat", über den 1988 an einer Überdosis gestorbenen Künstler Jean-Michel Basquiat, das erste Mal als Regisseur eines Kinofilms ins Rampenlicht.
Vier Jahre später (2000) drehte er mit "Before Night Falls" ein weiteres Künstlerpoträt. Der Film, der unter anderem bei den Filmfestspielen in Venedig mit vier Preisen ausgezeichnet wurde, handelt vom Leben des kubanischen Schriftstellers und Dichters Reinaldo Arenas. Javier Bardem glänzt dabei in der Hauptrolle und Johnny Depp steuert einen Kurzauftritt bei.
Beim Filmfestival in Cannes 2007 lief sein dritter Film, "Schmetterling und Taucherglocke", im offiziellen Wettbewerb und Schnabel gewann hierfür den Regiepreis. 2008 wurde er zudem für insgesamt vier Oscars nominiert (Beste Regie, bestes adaptiertes Drehbuch, beste Kamera und bester Schnitt). Der Film, den Schnabel in französischer Sprache drehte, basiert auf dem gleichnamigen Buch von Jean-Dominique Bauby. Der ehemalige Elle-Chefredakteur erzählt darin von seinem Leben nach einem verhängnisvollen Schlaganfall, der ihn fast vollständig lähmte.
"Miral" kommt im Mai
Julian Schnabels Romanverfilmung "Miral" wird am 12. Mai 2011 in den Handel kommen.
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Miral pendelt zwischen Widerstand und privilegiertem Leben in Palästina (Foto: Prokino)
Julian Schnabels Romanverfilmung "Miral" wird am 12. Mai 2011 von Prokino Home Entertainment auf DVD und Blu-ray veröffentlicht, drei Wochen vorher wird das Drama mit Freida Pinto aus "Slumdog Millionär" bereits in den Videotheken stehen.
Mit "Miral" legt Julian Schnabel ein bewegendes Drama vor, das anhand der Schicksale mehrerer palästinensischer Frauen die konfliktreiche Geschichte von der Gründung des Staates Israel 1948 bis zum Friedensabkommen von Oslo 1994 spannt: Das Mädchen Miral wächst behütet im Dar-Al-Tifl-Institut in Ostjerusalem auf. In der Woche steht sie unter der Obhut der berühmten Lehrerin und Gründerin der Schule, die Wochenenden verbringt sie nach dem Suizid der Mutter mit ihrem liebevollen Vater. Als sie sich während der ersten Intifada in einen politischen Aktivisten verliebt, gerät ihr geordnetes Weltbild ins Wanken - und sie bald ins Visier der Israelis. "Miral" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Rula Jebreal.
Als Bonusmaterial enthalten DVD und Blu-ray unter anderem ausführliche Hintergrundinformationen über die Literaturverfilmung, sowie Interviews mit Julian Schnabel (Regie) und Rula Jebreal (Drehbuch, Romanvorlage)