Julia Stiles

Julia Stiles

Leben & Werk

Shakespeare galt lange Zeit als treibender Motor ihrer Karriere: So war Julia Stiles gleich in drei modernisierten Fassungen des britischen Dramatikers zu sehen: In “Zehn Dinge, die ich an dir hasse” (1999; beruht auf “Der Widerspenstigen Zähmung”) als kratzbürstige Kat, in “Hamlet” als Ophelia (neben Ethan Hawke) und in “O” als Desi, die Desdemona des Mohren Othello. Ironischerweise hat ihre Paige Morgan, die sich in der romantischen Komödie “Der Prinz & ich” (2004) in einen echten dänischen Prinzen verliebt, anfangs arge Schwierigkeiten mit Shakespeare-Texten.

Wie ihre Kolleginnen Alicia Silverstone und Reese Witherspoon besitzt Stiles die Power der energischen und patenten Blondine. Sie wirkt jedoch eine Spur skeptischer, härter und zwanghafter, was aber auch an den Shakespeare-Vorgaben und den meist traumatischen Familienkonstellationen der Filme liegen mag: In “Wicked – Bad Girl – Mord ist keine Lösung” (1998), ihrer ersten Hauptrolle, spielte sie ein frühreifes Mädchen mit ausgeprägter Vater-Fixierung, in “Save the Last Dance” ist die Mutter gestorben, der Vater vom Leben überfordert, und ihre Beziehung zu einem Schwarzen wird von ihrer Umgebung mit Skepsis betrachtet. In “Zehn Dinge, die ich an dir hasse” ist der Vater ein autoritärer und dogmatischer Patriarch, in “Vertrauter Feind” ist Stiles als Tochter des Cops (Harrison Ford) in einen irischen Terroristen (Brad Pitt) verliebt. An der Seite von Freddie Prinze Jr. spielte Stiles in “Den einen oder Keinen” die junge Imogen, die anfangs ein naives junges Mädchen ist, die erste Liebe erlebt und sich am Ende, nach Krisen, Trennung vom Freund und Neuanfang, zur klugen jungen Frau gewandelt hat.

Julia O’Hara Stiles wurde 1981 in New York geboren und machte 1999, als sie schon eine bekannte Schauspielerin war, ihren Schulabschluss. Mit elf Jahren begann sie ihre Bühnenkarriere, im Fernsehen behauptete sie sich neben Ellen Barkin, Oprah Winfrey und Isabella Rossellini. Stiles zählte als Koautorin des Drehbuchs “The Anarchist’s Daughter” zu den zwölf Glücklichen, deren Arbeit vom Sundance Institute’s Writers Lab angenommen wurde. Stiles vergaß über ihrer Filmarbeit die Uni nicht und machte 2005 an der Columbia University ihren Abschluss in englischer Literatur.

In der romantischen Komödie “Gelegenheit macht Liebe” wendete sich Stiles an der Seite von Jason Lee leichteren Gefilden zu: Als Tänzerin Becky bringt sie das Leben des Bräutigams ihrer Cousine durcheinander, als dieser sie am Morgen nach seiner Junggesellen-Abschieds-Party in seinem Bett vorfindet und glaubt, seine Zukünftige mit ihr betrogen zu haben.

In den “Frauenfilmen” “Mona Lisas Lächeln” (als Schülerin in einem Mädcheninternat der 50er-Jahre) und als aufstrebende Schauspielerin in “Carolina” macht Stiles eine gute Figur neben den erfahreneren Kolleginnen Julia Roberts und Shirley MacLaine. 2005 dreht Stiles in Island neben Forest Whitaler im Erbschaftsstreit-Thriller “A Little Trip to Heaven“. Im Remake des Horrorthrillers “Das Omen” wird sie 2006 in “Omen 666″ von ihrem adoptierten Sohn, Sohn des Satans, und ihrer Haushälterin (Mia Farrow) umgebracht.

Julia Stiles gehört seit 2002 zur Stammbesetzung in den Agententhrillern um Jason Bourne (Matt Damon), wo sie als Agentin Nicolette in “Die Bourne Identität“, “Die Bourne Verschwörung” (2004) und “Das Bourne Ultimatum” (2007) in der Pariser Zentrale des CIA arbeitet und “Mittelsfrau” für Bourne ist.

Julia Stiles wurde 1998 in Karlovy Vary für “Wicked – Bad Girl” als Beste Schauspielerin ausgezeichnet. 2000 erhielt sie bei den MTV Movie Awards für “Zehn Dinge, die ich an dir hasse” den Preis für Best Breakthrough Performance, und bei den MTV Movie Awards 2001 für “Save the Last Dance” den Preis für Best Kiss (mit Partner Sean Patrick Thomas).

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