Der Authentische. Jürgen Vogel ist der Wagemutige unter den deutschen Filmstars, einer aus dem richtigen Leben, der sich etwas traut, der die... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max13/kuk13/kuk07/u1307016/b150x150.jpg Jürgen Vogel
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Jürgen Vogel

  • Bürgerlicher Name
    Jürgen Vogel
  • Geburtstag
    29.04.1968
  • Geburtsort
    Hamburg

Der Authentische. Jürgen Vogel ist der Wagemutige unter den deutschen Filmstars, einer aus dem richtigen Leben, der sich etwas traut, der die Klappe aufreißt, der es wagt, in Fettnäpfchen zu treten, der als Stehaufmännchen das Motto seines besten Films "Das Leben ist eine Baustelle" lebt, ein "Mann mit Haltung". Ihm fehlen zwei Zähne, die er nie ersetzen ließ: authentisch eben. Seine Charaktere siedeln gefährlich nah am Abgrund, aber selbst im Sturz behält er die Übersicht. Der schauspielerische Autodidakt, der die Schauspielschule nach einem Tag verließ, hat ein vielseitiges Rollenrepertoire, dessen Bandbreite sich nach und nach abzeichnete. Kriminelle, Dealer ("Der Pirat"), Gangster, Schieber, Delinquenten, Malocher, Prolls ("Manila"), Mörder und Autoschieber wechselten mit zornigen jungen Männern, die auf die Schauspielschule wollen ("Kleine Haise"), liebenden Ehemännern, rachsüchtigen Brüdern (von Nicolette Krebitz in "Schicksalsspiel"), depressiven Söhnen ("Scherbentanz"), einem Killer mit Todessehnsucht ("Sexy Sadie") und einem wilden Liebhaber ("Stille Nacht").

Von den ewigen jugendlichen Delinquenten in Film und Fernsehen weg brachte ihn Regisseur Wolfgang Becker, für den er in "Das Leben ist eine Baustelle" den im Schlachthof arbeitenden Jan spielte, der in Berlin auf die Großstadtpflanze Vera (Christiane Paul) trifft, durch die sich sein Leben grundlegend ändert und er im Finale nach dem Tod des Vaters eine Ersatzfamilie schafft. Für Doris Dörries Beziehungsspiel "Nackt" stand er 2002 mit Nina Hoss, Alexandra Maria Lara und Memet Kurtulus blank auf dem Tisch, mit Ben Becker bildete er in dem unterschätzten Krimi "Sass" 2001 ein attraktives volkstümliches Brüder- und Bankräubergespann. Vogel, der für jedes Experiment zu haben ist und sich immer hundertprozentig gibt, ging in Lars Kraumes "Keine Lieder für die Liebe" (2005) an der Seite von Heike Makatsch ("Nackt") und Florian Lukas ("Good Bye, Lenin!") das Wagnis ein, mit Minimalvorgaben des Drehbuchs eine Fake-Doku zu improvisieren und als Leadsänger der eigens für den Film gegründeten Gruppe Hansen vor echtem Publikum live zu singen. Es gelang.

Jürgen Vogel wurde 1968 in Hamburg als Sohn eines Kellners und einer Hausfrau geboren, hat drei Geschwister und machte mit neun Jahren Fotos für Kindermode. Als 16-jähriger wird er für den Film entdeckt, bis mit "Kleine Haie" 1991 der Durchbruch gelingt.

Der bekennende James-Bond-007-Fan und -Kenner Vogel wurde für "Kleine Haie" mit dem Bayerischen Filmpreis, für "Das Leben ist eine Baustelle" mit dem Deutschen Filmpreis und für die TV-Produktion "Das Phantom" mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Er hat vier Kinder.

  • Bürgerlicher Name
    Jürgen Vogel
  • Geburtstag
    29.04.1968
  • Geburtsort
    Hamburg
  • Geburtsland
    BRD
  • Familie
    Ehefrau: Madeleine Sommerfeld

    Töchter:
    Maria (geb. 1988 aus einer früheren Beziehung)
    Emma (geb. 1999 von Madeleine Sommerfeld)

    Söhne:
    Madelein Sommerfeld brachte zwei Söhne mit in die Ehe
  • Autogrammadresse
    c/o Players Agentur Jarzyk-Holter
    Sophienstraße 21
    10178 Berlin
Jürgen Vogel wagt riskantes Experiment

Das Jugendbuch "Die Welle", Pflichtprogramm für viele Schüler im Deutsch- und Geschichtsunterricht, wird verfilmt.

Großansicht Lehrer mit Zahnlücke: Jürgen Vogel (Foto: Kurt Krieger)

Lehrer mit Zahnlücke: Jürgen Vogel (Foto: Kurt Krieger)

Jürgen Vogel spielt den engagierten Geschichtslehrer, der in seiner Klasse den Nationalsozialismus behandelt. Die Jungen und Mädchen können nicht verstehen, wie sich in Deutschland ein faschistisches Regime entwickeln konnte. Sie glauben nicht, dass eine derartige Manipulation der Massen heutzutage noch möglich wäre.

Um seinen Schülern die Funktionsweise faschistischer Gruppen näher zu bringen, startet der Pädagoge ein Experiment: "Die Welle". So nennt er eine fiktive autoritäre Gruppe, der sich die Schüler anschließen. Mit den Leitsätzen "Macht durch Disziplin! Macht durch Gemeinschaft! Macht durch Handeln!" werden alle Mitglieder gleich berechtigt. Zunächst läuft alles nach Plan und Außenseiter können sich auf einmal profilieren. Doch dann gerät das Experiment aus dem Ruder und "Die Welle" droht überzuschwappen ...

Wahre Begebenheit

Die Regie des Jugenddramas übernimmt Dennis Gansel, der sich mit "Napola - Elite für den Führer" bereits 2004 mit der NS-Zeit auseinander gesetzt hat. Er adaptiert auch die Romanvorlage von Morton Rhue. Als Schüler von Jürgen Vogel sind die Nachwuchsschauspieler Marco Bretscher-Coschignano, Thommy Schwimmer und Karoline Teska zu sehen. Die Dreharbeiten beginnen dieser Tage in Berlin.

"Die Welle" basiert auf einem wahren Fall: 1968 versuchte ein Lehrer an einer High School in Kalifornien, durch dieses Experiment das Verhalten der Menschen während des Nationalsozialismus zu erklären. 1981 wurde der Stoff zum ersten Mal für das US-Fernsehen verfilmt.


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