Jürgen Tonkel

Jürgen Tonkel

Leben & Werk

Deutscher Schauspieler. Dem Autodidakt, der sich selbst das Schauspielen beibrachte, steht die Lebenserfahrung ins Gesicht geschrieben. Jürgen Tonkel spielt gern unkonventionelle Rollen, nicht aufdringlich schrill, sondern mit der Überzeugungskraft des in sich ruhenden Kerls, der wie sein moderierender Althippie Alfred Dorstreiter in “Wer früher stirbt, ist länger tot” (2005) von hoch droben auf dem Berg eine Radiosendung moderiert und dem elfährigen Helden Lebensweisheiten vermittelt. In Tonkels Gesicht hat das Leben Spuren hinterlassen, an ihm biss sich selbst Senta Berger als interne Ermittlerin Dr. Prohacek in “Unter Verdacht: Gipfelstürmer” (2003) beinahe die Zähne aus. Als Trainer der bayerischen Rudermannschaft im Sauerland in “Sommersturm” (2004) ist sein tiefer bayerischer Akzent Kontrapunkt zum Coming-Out-Gebalge. Tonkels einsame Wölfe und Einzelgänger strahlen Autorität, Profitum und Selbstsicherheit aus, er gibt keine Geheimnisse preis, schon gar nicht gegenüber Frauen, er leistet sich in “Rose” (2005), erst nach elf Jahren Funkstille wieder Kontakt zur Ehefrau (Corinna Harfouch) aufzunehmen.

Jürgen Tonkel wurde 1962 im 800-Seelen-Dorf Höhenrain bei Wolfratshausen am Starnberger See geboren. Mit 16 Jahren stand er auf der Bühne und hat sich vom Provinztheater bis zum Theater am Kurfürstendamm in Berlin und in München zum Prinzregententheater und Münchner Volkstheater hochgearbeitet. Die Lust am Schauspielen entdeckte er während der Jugendserie “Blam!” (1985), wo er den Schlagzeuger einer Neue-Deutsche-Welle-Band spielte und danach vier Jahre privaten Schauspielunterricht nahm.

Jürgen Tonkel hat seit seinem Debüt in über 60 TV- und Filmproduktionen teils in Kleinstrollen mitgewirkt, immer mit markanten Zügen: als Kellner, Killer, Autohändler, Sportwagenfahrer, Bankdirektor, mobbender Polizist: Tonkel trat in Serien wie “SOKO 5113“, “Der Bulle von Tölz“, “Großstadtrevier“, “Tatort”, “Balko“, “Unter Verdacht”, “Bella Block“, “Die Rosenheim Cops” und “Café Meineid” auf, spielte in TV Movies wie “Helen, Fred und Ted” (2006) und “Tango Tango” (2007), wurde Kult als stets verdutzter Hausverwalter Günther Makelski in der Tom-Gerhardt-Comedy-Reihe “Hausmeister Krause” (seit 1999) und avancierte in “K3 – Kripo Hamburg” (2005) zum Kommissar. In Kinofilmen spielte Tonkel Pförtner, Wachtmeister, Aufnahmeleiter, den Landadeligen in “Werner – Beinhart!” (1990) und als SS-Sturmbannführer Erick Kempa Hitlers Chauffeur in “Der Untergang” (2004).

Zu Tonkels Glücksvorstellungen gehören u.a. Ausflüge in die Natur und ein Kopfballtor ins Kreuzeck.

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