Jürgen Jürges

Jürgen Jürges

Leben & Werk

Vielseitiger und neben Michael Ballhaus, Jost Vacano, Dietrich Lohmann, Robby Müller und Xaver Schwarzenberger bedeutender Kameramann des deutschen und internationalen Films. Jürgen Jürges legt Wert auf die optimale Unterstützung der erzählerischen Kraft der von ihm fotografierten Filme und ist daher variabel im stilistischen Umgang mit dem Material. Es gilt sein Credo: “Ein Film mit schwerem Inhalt sollte keinesfalls Bilder haben, die zusätzlich noch in diese Richtung drängen. Es sollten Bilder sein, die die Geschichte einfach und spannend erzählen und seine Kraft transportieren.” Jürgens arbeitet mit Farb- und klassischem Schwarz-Weiß-Filmmaterial (“Effi Briest” von Rainer Werner Fassbinder, “Wege in die Nacht“) gleichermaßen überzeugend.

Jürges wurde 1940 in Hannover geboren, absolvierte die Fotoschule in Berlin und assistierte seit 1967 bei zahlreichen Spielfilmen u.a. von Volker Schlöndorff, bis er 1970 als Chefkameramann tätig wurde. Er nahm vier Spielfilme von RWF (“Angst essen Seele auf“, “Angst vor der Angst“, “Satansbraten”), fünf von Robert von Ackeren (u.a. “Die flambierte Frau“), drei von Wim Wenders (u.a. “In weiter Ferne so nah“, “Die Gebrüder Skladanowsky”) und drei von Michael Haneke (u.a. “Funny Games”, “Code inconu”) auf. Jürges ist Meister der Kadrierung und in die Tiefe gestalteten Bildaufteilung sowie der inneren Montage und langen ungeschnittenen Einstellungen und Fahrten. Zu seinen ästhetisch makellosen Filmen zählt Helmut Dietls “Vom Suchen und Finden der Liebe“, ein ausgeklügeltes Farbspiel in leeren Räumen im Scope-Format.

Bis 2005 nahm Jürges rund 80 Filme auf und wurde mehrfach mit Bundesfilmpreis, Bayerischem Filmpreis und Deutschem Kamerapreis (“Die Kinder aus Nr. 67″, “Die Venusfalle“, “Die Wupper”, “Eisenerde – Kupferfilm”, “Sin querer“) ausgezeichnet. Für Wenders’ “In weiter Ferne so nah” erhielt er den Preis der Filmhochschule Lodz.

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