Sie ist in die amerikanische Filmgeschichte als Mythos eingegangen in der Rolle der jungen Dorothy, die mit ihrem Lied "Somewhere over the Rainbow" in "The Wizard of Oz" ("Das zauberhafte Land", 1939) die Sehnsüchte von Generationen besang. Ihr Weg von Kansas in das Land der Zauberhexe auf der "Yellow Brick Road" zieht sich als verbales und visuelles Zitat seitdem durch ungezählte Filme von David Lynch bis "Mission Impossible 2".
Judy Garland (eig. Frances Gumm, 1922-1969) war in den 30er-Jahren Kinderstar an der Seite des kleinwüchsigen Mickey Rooney, den sie bald wegen ihres natürlichen Wachstums und ihrer herausragenden Stimme nicht nur körperlich überflügelte. In einer Reihe von Film-Musicals trat sie unter der Regie von Vincente Minnelli ("Der Pirat", "Meet Me in St. Louis"), des zweiten ihrer fünf Ehemänner auf. Vital und energisch, litt Judy Garland an den Auswüchsen des Starsystems Hollywoods und beging mehrere Selbstmordversuche. Sie war in Soloauftritten als Sängerin auf internationalen Bühnen erfolgreich und errang 1954 mit ihrer Oscar-Nominierung für "Ein neuer Stern am Himmel" ein triumphales aber kurzfristiges Comeback. Nach drei weiteren überzeugenden dramatischen Rollen (u.a. "Das Urteil von Nürnberg") führte ihre lebenslang von Skandalen, privaten (fünf Ehen) und psychischen (Alkohol und Medikamente) Problemen unterbrochene Karriere zur körperlichen Zerrüttung. 1969 starb sie an einer Überdosis Schlaftabletten am 22.6., seitdem ein jour fixe in der amerikanischen Schwulenbewegung, für die sie ein Idol war. Ihre Töchter Liza Minnelli (aus der Ehe mit Vincente Minnelli) und Lorna Luft arbeiten als Sängerinnen und Schauspielerinnen.
Anne Hathaway verteilt Pizza
Einige eingefleischte Anne-Hathaway-Fans sind von der Schauspielerin in New York persönlich für ihr Durchhaltevermögen mit einer Pizza belohnt worden. Und das um 3 Uhr morgens!
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Überraschte ihre Fans mit einer leckeren Mahlzeit: Anne Hathaway (Foto: Kurt Krieger)
Was tut man nicht alles für seine Idole. Manche reisen ihren Favoriten um den halben Erdball hinterher, die anderen belagern tagelang Hotels, um einen Blick auf ihre Vorbilder zu erhaschen. Oftmals mit wenig Erfolg. Richtig gelohnt hat sich am Wochenende die Warterei für einige Fans von Anne Hathaway, die die letzte Vorstellung der Augenweide von Shakespeares "Was Ihr wollt" am Sonntag Abend im Delacorte Theater in New York miterleben wollten. Tapfer harrten die Anhänger bereits frühmorgens in der Warteschlange aus. Und das alles nur, um ihren Star live zu erleben.
Um 3 Uhr morgens trauten die Wartenden ihren Augen nicht: Anne Hathaway stand plötzlich persönlich vor ihnen. Gut bekleidet mit einem Strohhut, einem orangefarbenen Kleid und einer elektrisierenden blauen Tasche tauchte der Star aus "Der Teufel trägt Prada" vor der Warteschlange auf und verteilte großzügig Pizzen. Das dürfte diejenigen getröstet haben, die keine Karten mehr ergattern konnten. Und noch eine gute Nachricht gibt es für Annes Anhänger: Sie können es demnächst wieder versuchen, wenn Anne für "Promises, Promises" und möglicherweise sogar auch in einem Judy-Garland-Musical wieder im Big Apple auf der Bühne steht.