Die oft fälschlicherweise dem Prog-Rock zugerechnete Band Journey wird 1973 von einem ehemaligen Mitglied der Santana-Band, dem Gitarristen und... http://www.kino.de/_assets/pics/kinode-logo-150x50.png Journey

Steckbrief

Journey


ohne Abbildung

Die oft fälschlicherweise dem Prog-Rock zugerechnete Band Journey wird 1973 von einem ehemaligen Mitglied der Santana-Band, dem Gitarristen und Sänger Neil Schon, in San Francisco gegründet. Zur Urbesetzung gehören neben Schon, der über die Jahre das einzige feste Mitglied der Formation bleiben soll, auch Ross Valory (Bass), Prairie Prince (Schlagzeug) und George Tickner (Gitarre). Gregg Rolie, ein weiterer ehemaliger Santana-Musiker, stößt wenig später dazu. Anfangs frönt das Quintett einem bluesgetränkten, psychedelischen Sound, bei dem vor allem Schons flinkes Gitarrespiel im Vordergrund steht. 1975 erscheint das selbstbetitelte Debüt "Journey" als erstes von drei mäßig erfolgreichen, fast rein instrumentalen Jazz-Rock-Alben. Mit dem Eintritt des Sängers Steve Perry ändert sich die musikalische Richtung und damit auch die Erfolgskurve des Band jedoch schlagartig: Das vierte Album "Infinity" wird dank der kräftigen Fistelstimme des neuen Frontmannes im ersten Jahr rund eine Million Mal verkauft. Journey bewegen sich nun zusehends in seichteren Gefilden, verfallen Herz-Schmerz-Lyrik, die sie mit donnerndem Bombast passend unterlegen. "Evolution" (1979) erntet ähnlich viel Lorbeeren, Geld und Kritik wie sein Vorgänger und ebnet den Weg für "Escape", welches der Band 1981 mit drei Top-Ten-Singles (darunter auch der Dorfdisco-Dauerbrenner "Don't Stop Believin'") die Pforten zum Rock'n'Roll-Olymp aufstößt. In den Album-Charts erreicht die Platte die Spitzenposition. Bis Mitte der Neunziger gehen neun Millionen Exemplare des Journey-Klassikers über die Ladentische. Auch die folgenden Alben sorgen für hohe Umsätze. Nach einem mit Doppelplatin veredelten Soloalbum Perrys ("Street Talk", 1984) beginnt die Gruppe langsam zu zerfallen. Schon, Perry und Cain nehmen "Raised On Radio" 1986 mit Mietmusikern auf, die sie auch auf der folgenden Tournee unterstützen. Dann ruhen sich die Rockstars ein sattes Jahrzehnt lang auf ihren Lorbeeren aus. Neil Schon entwirft sogar ein eigenes Gitarrenmodell, das aber auf Grund eines wenig ansprechenden Äußeren kaum Freunde findet. 1996 treffen sich Perry, Schon, Valory, Smith und Jonathan Cain (er hatte einst Rolies Platz eingenommen) zu einer Reunion-Tour nebst Platte ("Trial By Fire"), die wieder einmal zum Millionenseller wird. Ins dritte Jahrtausend retten sich Journey zwar mit einem neuen Sänger (Steve Augeri), doch es geht wie gewohnt weiter. 32 Jahre nach der Bandgründung erscheint 2005 ein neues Journey-Album, das klingt wie die alten: "Generations".

Filmografie

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