John McTiernan

John McTiernan

Leben & Werk

Er machte Bruce Willis mit dem ersten “Die Hard – Stirb langsam”-Film zum Superstar und schuf mit der trickreichen Mischung aus Polizeifilm, Abenteuerfilm und Thriller ein eigenes Subgenre des Action-Films.

John McTiernan, geboren 1951, studierte Regie und wechselte mit einem Stipendium an das American Film Institute. 1986 gab er sein Regiedebüt mit dem Horror-Thriller “Nomads – Tod aus dem Nichts”, in dem Pierce Brosnan seine erste Hauptrolle auf der großen Leinwand erhielt und mit Lesley Anne-Down vor einer Gruppe Nomaden durch die Großstadt flüchtet. Für Arnold Schwarzenegger inszenierte McTiernan den Science-Fiction-Horrorfilm “Predator”, in dem ein Monster im Regenwald vernichtet werden muss, und den Action-Film “The Last Action Hero”, der mit dem öffentlichen Image Schwarzeneggers und einem reizvollen Wechsel von Realitätsebenen (fiktiver Held im realen Film) spielt. Nach dem Welterfolg von “Die Hard” und der ersten Verfilmung eines Romans von Tom Clancy (der U-Boot-Thriller “Jagd auf ‘Roter Oktober’” mit Sean Connery als russischem Kommandeur), die die später von Harrison Ford gespielte Figur des CIA-Mannes Jack Ryan (Alec Baldwin) einführte, ging er mit Connery in den Regenwald, wo der Öko-Film “Medicine Man – Die letzten Tage von Eden” entstand und ein Forscher (Connery) eine spröde Romanze mit einer Ärztin (Lorraine Bracco) erlebt. Durch alle Filme McTiernans zieht sich die Konfrontation zweier oder mehrerer extrem gegensätzlicher Charaktere, was im dritten “Die Hard”-Film zu einem auch schauspielerisch aufregenden Duell zwischen dem phlegmatischen Willis und dem stotternden Terroristenchef (Jeremy Irons) führt. In das Mittelalter und die Zeit der Wikinger wagte sich McTiernan mit Antonio Banderas in “Der 13te Krieger“, in dem ein orientalischer Prinz unter die Barbaren gerät. Mit “Die Thomas Crown Affäre” gelang McTiernan ein phantasievolles Remake von “Thomas Crown ist nicht zu fassen” (1967, mit Steve McQueen und Faye Dunaway): Pierce Brosnan als gelangweilter Dieb millionenschwerer Kunstwerke und René Russo als erotische Versicherungsagentin liefern sich eines der prickelndsten Duelle der Thriller-Geschichte. Mit dem geradlinigen Stunt und Action reichen Remake von Norman Jewisons “Rollerball” von 1974 bewies sich McTiernan 2001einmal mehr als Genreregisseur – allerdings ohne an den Kinokassen an seine frühreren Erfolge heranreichen zu können. McTiernan erhielt 1997 für seine Regieleistungen den “Franklin J. Schaffner Award” des American Film Institute.

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